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Mogelpackungen: Die kuriosen Ausreden der Hersteller

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Mogelpackungen  

Die kuriosen Ausreden der Lebensmittel-Hersteller

22.08.2015, 13:47 Uhr | cme

Mogelpackungen: Die kuriosen Ausreden der Hersteller. Immer wieder beschweren sich Verbraucher über zu viel Luft in den Verpackungen.  (Quelle: Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen)

Immer wieder beschweren sich Verbraucher über zu viel Luft in den Verpackungen. (Quelle: Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen)

Viel Luft, wenig Inhalt: Immer wieder zeigen Verbraucherschützer, wie manche Hersteller die Verpackungen ihrer Produkte aufpumpen. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat 15 Firmen mit ihren Mogelpackungen konfrontiert - und dabei kuriose Antworten erhalten.

Die Verbraucherzentrale NRW erhält jeden Monat zahlreiche Beschwerden über Lebensmittelverpackungen. Die Konsumenten bemängelten unter anderem die Hüllen von Milchschnitte und Leberwurst, sowie von Stremel-Lachs und Trinkschokolade.

Ferrero: Milchschnitte lässt sich leichter öffnen

In der Milchschnitte beispielsweise steckt eine relativ kleine Schnitte in einer recht großen Verpackung. Ferrero rechtfertigt dies unter anderem damit, dass sich die Packung durch die Luftpolsterung leichter öffnen lasse.

Eine weitere Beschwerde betrifft das "Big Pack" von Tic Tac, das ebenfalls nicht komplett befüllt ist. Hier argumentiert Ferrero, dass der Verbraucher die Anzahl der enthaltenen Dragees auf der Packung ablesen und sich deshalb nicht getäuscht fühlen könne.

Leichte Verpackung gleich wenig Kalorien?

Auch andere Hersteller werden bei ihren Antworten kreativ. So geht der Leberwurst-Hersteller Zimmermann davon aus, dass Verbraucher insbesondere bei Light-Produkten jene Verpackungen bevorzugen, die ein geringeres Gewicht aufweisen. Dies sei "der leichten Ernährungsweise geschuldet". Ist viel Luft also gleichbedeutend mit wenig Kalorien? Die Verbraucherzentrale NRW kann diese Argumentation nicht nachvollziehen.

Im Zweifelsfall "produktionstechnisch bedingt"

Vier Hersteller erklärten gegenüber den Verbraucherschützern, dass viel Luft in der Packung "produktionstechnisch bedingt" und nicht anders zu lösen sei. Ebenfalls ein mehrfach genanntes Argument: Man greife für verschiedene Produkte auf eine Standardverpackung zurück. Diese könne man nicht für unterschiedliche Produkte anpassen.

Immerhin: Vier der 15 angeschriebenen Hersteller wollen nun prüfen, ob sie die Verpackungen verkleinern können. So plant Aldi, die Packung des "Rookhus Feiner Räucherfisch echter Stremel-Lachs" zu überarbeiten. Lidl prüft die Schachteln seiner "Deluxe Trinkschokolade Amazonas".

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