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Glyphosat wird nicht verboten: EU-Behörde gibt Entwarnung

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"Wahrscheinlich nicht krebserregend"  

EU gibt Entwarnung für umstrittenes Glyphosat

13.11.2015, 13:18 Uhr | AFP

Glyphosat wird nicht verboten: EU-Behörde gibt Entwarnung. Glyphosat wird als Pflanzenschutzmittel in der Landwirtschaft verwendet. (Quelle: dpa)

Glyphosat wird als Pflanzenschutzmittel in der Landwirtschaft verwendet. (Quelle: dpa)

Das umstrittene Pflanzenschutzmittel Glyphosat ist laut der EU-Behörde Efsa "wahrscheinlich nicht krebserregend". Das teilte die Behörde für Lebensmittelsicherheit am Donnerstag im italienischen Parma mit.

Glyphosat schädige wahrscheinlich auch nicht die menschliche DNA. Der Efsa-Bericht mit diesen Schlussfolgerungen dient als Grundlage im Verfahren der Neuzulassung von Glyphosat, gegen die sich zahlreiche Kritiker stellen. 

EU entscheidet gegen Internationale Agentur für Krebsforschung

"Den Schlussfolgerungen des Berichts zufolge ist es unwahrscheinlich, dass Glyphosat eine krebserregende Gefahr für den Menschen darstellt", heißt es in einer Mitteilung der Behörde. Die Efsa stellt sich damit gegen ein Urteil der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC).

Die zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehörende Agentur hatte im März geurteilt, dass Glyphosat "wahrscheinlich krebserzeugend bei Menschen" sei. Die Efsa greift die IARC indirekt an: Zum einen habe sie nicht nur Glyphosat allein, sondern auch in Zusammensetzungen mit anderen Stoffen bewertet und die Ergebnisse davon in das Gesamturteil einfließen lassen. Darüber hinaus berücksichtige die Efsa "mehr wissenschaftliche Erkenntnisse" als die IARC.

Abgesehen davon fordert die Efsa, die Giftigkeit von Glyphosat neu zu definieren. In dem Zusammenhang schlägt sie einen Grenzwert für die Aufnahme von 0,5 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht täglich vor.

Die Stellungnahme der Efsa ist Grundlage für die EU-Kommission. Diese muss in den kommenden Monaten zusammen mit den EU-Mitgliedstaaten über die Neuzulassung von Glyphosat entscheiden. Das Mittel wird auch in der deutschen Landwirtschaft großflächig eingesetzt.

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