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Schuhe und Schmuck sind oft mit Chrom und Nickel belastet

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Keine Entwarnung  

Schuhe und Schmuck oft mit Chrom und Nickel belastet

24.11.2015, 13:21 Uhr | dpa

Schuhe und Schmuck sind oft mit Chrom und Nickel belastet. Schuhe und Handtaschen aus Leder können Allergien auslösen, wenn sie zu viel Chrom enthalten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Schuhe und Handtaschen aus Leder können Allergien auslösen, wenn sie zu viel Chrom enthalten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nach wie vor enthalten so einige Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände in Deutschland bedenkliche Inhaltsstoffe. Zwar führen die Überwachungsbehörden der Länder regelmäßige Kontrollen durch, sie führen aber nur punktuell zu Verbesserungen, teilte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit am Montag mit.

Im vergangenen Jahr untersuchten die Kontrolleure rund 382.000 Proben – und mussten zwölf Prozent beanstanden. Schlechte Nachrichten haben sie unter anderem für Allergiker. Produkte, die tendenziell Nickel und Chrom enthalten können, sollen durch die Länderbehörden weiterhin verstärkt kontrolliert werden, verspricht das Bundesamt.

Modeschmuck enthält wieder mehr Nickel

Viele Menschen reagieren allergisch, wenn sie mit Gegenständen in Kontakt kommen, die Nickel abgeben. Dazu gehört auch Modeschmuck. Gut jeder sechste Stecker enthält nach BVL-Angaben zu viel Nickel. Damit ist der Anteil in den vergangenen Jahren gestiegen. In den USA musste auch Fitnesstechnik-Spezialist Fitbit 2014 ein Armband für Sportler vom Markt nehmen, weil einige Nutzer Hautprobleme davon bekamen. Höchstwahrscheinlich seien Kunden mit Nickel-Allergie betroffen, erklärte der Firmenchef damals.

Lederprodukte häufig mit Chrom belastet

Ob Handschuhe, Rucksäcke, Schuhe oder Armbanduhren – Lederprodukte können bei unmittelbarem Hautkontakt Allergien auslösen. Das ist dann der Fall, wenn sogenanntes sechswertiges Chrom (Chrom VI) enthalten ist, das über bestimmte Gerbverfahren hineingelangt. 2014 überschritten bei den BVL-Messungen 16 Prozent der Produkte die Nachweisgrenze. Besonders betroffen waren Handschuhe und Fingerlinge, gefolgt von Rucksäcken und Taschen.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) geht davon aus, dass mehr als eine halbe Million Menschen empfindlich auf den Stoff reagiert. Weltweit sind 16 Millionen Menschen Chrom VI unmittelbar ausgesetzt. Das geht aus dem Umweltgiftreport 2015 der Schweizer Stiftung Green Cross und Non-Profit-Organisation Pure Earth hervor.

Honig kann Pflanzengifte enthalten

Nach Angaben des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft isst jeder Deutsche im Schnitt ein Kilogramm Honig im Jahr. Allerdings kann er Pflanzengifte – sogenannte Pyrrolizidinalkaloide (PA) – enthalten. In 46,4 Prozent der Proben fanden die Kontrolleure einen Gehalt zwischen 1 und 20 Mikrogramm pro Kilo, in fast 10 Prozent sogar mehr. Die Behörde verweist in dem Zusammenhang auf BfR-Zahlen, nach denen Erwachsene von Honig mit 25 Mikrogramm PA pro Kilo nicht mehr als 20 Gramm täglich essen dürfen.

"Deutscher und europäischer Honig ist gering belastet", betont der Vorsitzende der Länderarbeitsgemeinschaft Verbraucherschutz, Michael Kühne. Anders könne das bei Übersee-Honig sein. Auch das Magazin "Ökotest" hatte den Stoff vor einem Jahr in Importhonig festgestellt. In mehreren deutschen Honigen stießen die Tester indes auf Rückstände des Insektizids Thiacloprid.

Geflügelfleisch mit weniger Antibiotika

Antibiotika wirken immer häufiger nicht, weil Bakterien dagegen resistent werden. Ein Grund ist übermäßiger Einsatz in der Tierhaltung. Das BVL testete 125 Proben von Hähnchen und 84 von Pute auf entsprechende Rückstände. Die gute Nachricht: Der nachweisbare Antibiotikagehalt lag in der Regel deutlich unter den zulässigen Höchstmengen.

Zuletzt hatten sich Geflügelproduzenten in einer "Geflügel-Charta" zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotika bekannt. Ein BfR-Forschungsprojekt hatte zudem jüngst ergeben, dass Mastschweinen in den vergangenen Jahren deutlich weniger Antibiotika gegeben wurde.

Fisch aus Aquakulturen

Ein weiteres Problem sind Antibiotika in Fischen aus Unterwasserfarmen außerhalb der EU. "Die meisten Fische aus Aquakulturen stammen aus Asien", sagt BVL-Abteilungsleiter Gerd Fricke. Dort sei der Antibiotikaeinsatz nicht so streng reglementiert wie in der EU. Von 158 Proben aus Aquakulturen aus Drittländern wurden demnach aber nur sechs beanstandet.

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