Sie sind hier: Home > Lifestyle > Besser leben >

Vom Brot zum Käse: Tipps für länger haltbare Lebensmittel

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Ernährung  

Brot, Gemüse, Käse, Obst: Endlich weniger wegwerfen

04.01.2017, 13:30 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel

Vom Brot zum Käse: Tipps für länger haltbare Lebensmittel. Wer sein Gemüse richtig lagert, hat deutlich länger etwas davon. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wer sein Gemüse richtig lagert, hat deutlich länger etwas davon. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Jedes achte Lebensmittel, das wir einkaufen, landet in der Tonne, so das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Jeder Deutsche wirft pro Jahr durchschnittlich 82 Kilogramm Lebensmittel weg - das sind zwei vollgepackte Einkaufswagen. Wer ein paar Tipps beherzigt, kann diese Verschwendung deutlich reduzieren.

Laut dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft landen vor allem Obst und Gemüse in der Tonne. Platz zwei belegen Back- und Teigwaren, auf dem dritten Platz stehen Speisereste. Doch auch Milchprodukte, Fleisch, Fisch, Getränke und andere Lebensmittel landen häufig im Müll. Das Traurige: Wir werfen nur selten Verdorbenes weg. Häufiger trifft es die Produkte, die uns nicht mehr appetitlich genug erscheinen. Damit man länger Freude an den Lebensmitteln hat, gibt es einige Tipps, die für eine längere Haltbarkeit und mehr Frische sorgen.

Vorsicht vor dem Reifegas Ethylen

So sollten Obst- und Gemüsesorten, die das Reifegas Ethylen bilden, gesondert aufbewahrt werden. Sonst wird umliegendes Obst und Gemüse schnell matschig und faul. Dazu zählen Äpfel, Aprikosen, Pfirsiche, Birnen und Pflaumen, aber auch Avocados und Tomaten. Wer zu viel Obst eingekauft hat und merkt, dass es langsam weich wird, kann aus den Resten einen leckeren Smoothie zaubern oder fruchtige Muffins backen. So wird nichts weggeworfen und lecker schmeckt es allemal.

Feuchtes Tuch sorgt für länger frischen Salat und Käse

Auch Salat ist ein typischer Wegwerfkandidat. Er bleibt besonders lange knackig, wenn man ihn in ein feuchtes Geschirr- oder Küchentuch einwickelt und in das Gemüsefach des Kühlschranks legt. Dort ist es besonders kalt. Ein Spritzer Zitrone auf dem Tuch minimiert die Keimbildung. Plastikverpackungen hingegen sind nicht geeignet. In ihnen vermehren sich Mikroorganismen besonders leicht und der Salat wird schnell welk.

Käse mag es ebenfalls luftig und feucht, allerdings nicht so kalt wie Salat. Er ist im mittleren Fach des Kühlschranks am besten aufgehoben. Eingeschlagen in Butterbrotpapier trocknet er nicht so schnell aus und läuft zudem nicht Gefahr zu schimmeln. Ganze Käsestücke können in ein mit Salzwasser befeuchtetes Tuch eingeschlagen werden. Das Tuch alle zwei bis drei Tage erneuern, dann bleibt der Käse bis zu drei Wochen lang frisch.

Brötchen dank Wasser fast wie frisch vom Bäcker

Auch die Brötchen vom Vortag freuen sich über etwas Feuchtigkeit. Einfach mit etwas Wasser benetzen, bevor sie in den Backofen kommen. So werden sie wieder weich und knusprig. Doch auch alte und trockene Brötchen kann man wiederverwenden: In kleine Würfel geschnitten und mit etwas Butter in der Pfanne angeröstet, sind sie eine leckere Füllung für Knödel.

Brot fühlt sich im Römertopf wohl

Damit Brot lange frisch bleibt, muss man es vor dem Austrocknen schützen. Dafür eignet sich nicht nur ein Brotkasten, sondern auch der Römertopf. Das Tongefäß verhindert nicht nur, dass trockene Luft an das Brot gelangt. Es leitet zudem überflüssige Feuchtigkeit nach außen und beugt so der Schimmelbildung vor. Brot lässt sich auch wunderbar einfrieren und bleibt so bis zu drei Monate frisch. Wer wenig Brot isst, kann die Scheiben portionsweise einfrieren und nach Bedarf auftauen.

Nudelreste lecker verwerten

Die richtige Nudel-Menge einzuschätzen, ist nicht leicht. Oft kocht man zu viel und zurück bleibt ein verklebter Klumpen im Topf. Damit die einzelnen Nudeln nicht aneinander haften, kann man sie nach dem Kochen kurz unter leicht kühles Wasser halten. Die überflüssige Stärke wird dabei abgespült. Ein paar Tropfen Öl verhindern das Zusammenkleben ebenfalls. So bleiben die Nudeln ansehnlich. Die Reste einfach über Nacht in den Kühlschrank stellen und am nächsten Tag mit einer leckeren Soße verzehren oder als Salat zubereiten.

Mindesthaltbarkeitsdatum: Verbraucher können entspannt sein

Entspannt können Verbraucher übrigens mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum umgehen: Ist dieses abgelaufen, heißt das nicht, dass das Produkt schlecht ist. Ein noch geschlossener Joghurt etwa, kann noch zwei Wochen nach Ablauf gut sein. Ein Geruchs- oder Geschmackstest ist hier verlässlicher als das reine Datum.

Verbrauchsdatum ernst nehmen

Anders ist das allerdings bei dem Verbrauchsdatum, das auf leicht verderblichen Lebensmitteln wie Fleisch und Fisch angegeben ist. Es nennt den letzten Tag, an dem das Produkt noch verzehrt werden kann. Ist das Datum abgelaufen, muss es entsorgt werden, sonst ist eine Gesundheitsgefährdung nicht auszuschließen.

Weitere Tipps für länger haltbare Lebensmittel finden Interessierte auf der Webseite "Zu gut für die Tonne" des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Nach starken Regenfällen" 
"Glory Hole" läuft zum ersten Mal seit zehn Jahren über

Der Lake Berryessa im kalifornischen Nappa County, ist berühmt für seinen riesigen Überlauftrichter. Video

Anzeige


Anzeige
shopping-portal