Startseite
Sie sind hier: Home > Lifestyle > Besser leben >

Sieben Tipps für umweltschonenden Grill-Spaß

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Asche in den Restmüll  

Sieben Tipps für umweltschonenden Grill-Spaß

03.01.2017, 11:28 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel, t-online.de

Sieben Tipps für umweltschonenden Grill-Spaß. Viele werfen die kalte Asche in den Biomüll. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Viele werfen die kalte Asche in den Biomüll. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Grillzeit hat begonnen: Mit den warmen Temperaturen kommt auch die Lust auf krosse Würstchen, saftige Steaks und knackiges Gemüse vom Rost. Wer ein paar kleine Tipps beherzigt, tut dabei auch der Umwelt etwas Gutes. Das Beste: Der Grill-Spaß kommt dabei nicht zu kurz.

Auch wer nicht im eigenen Garten grillt, sondern den Tag auf einem Grillplatz oder im Park verbringt, nimmt am besten Geschirr aus der eigenen Küche. Wem Metallbesteck, Teller und Gläser im Rucksack allerdings zu schwer sind, kann auch zu Plastikgeschirr greifen – allerdings zu der wiederverwendbaren Variante.

Finger weg von Einmal-Besteck

Denn Wegwerfgeschirr verursacht nicht nur riesige Müllberge, sondern verschlingt bei der Herstellung eine Menge Energie. Laut dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) greift man am besten zu den Kunststoffen Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP). Andere Kunststoffe könnten gesundheitlich bedenkliche Stoffe wie Weichmacher oder chemische Harze enthalten, so die Warnung.

Die richtige Grillkohle macht das Feuer

Neben dem richtigen Geschirr trägt auch die Wahl der Kohle zum umweltfreundlichen Grill-Genuss bei. Wer sich hier richtig entscheidet, unterstützt den Schutz der Tropenwälder. So ist Holzkohle mit dem FSC-Siegel (Forest Stewardship Council ) eine gute Wahl. Es garantiert, dass das Holz aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung stammt. Eine Entscheidung, mit der man viel bewegen kann. Laut dem Umweltbundesamt (UBA) sind allein im Jahr 2012 geschätzte 243.000 Tonnen Grillkohle nach Deutschland importiert worden.

Wer aus Umweltschutzgründen komplett auf Holzkohle verzichten möchte, hat mit einem Elektrogrill eine gute Alternative zur Hand. Zudem hat dieser den Vorteil, dass weder Feinstaub noch Ruß in die Luft gelangen.

Nicht nur Fleisch auf den Grill legen

Ebenfalls gut für die Umwelt ist es, wenn Grill-Freunde den Schwerpunkt nicht nur auf Fleisch und Würste legen, sondern auch Gemüse schlemmen. Denn die Folgen des hohen Fleischkonsums sind enorm: Massentierhaltung, der Einsatz von Antibiotika, durch Gülle verunreinigtes Grundwasser sowie hohe CO2-Emissionen. Experten zufolge sind 70 Prozent der Klimaemissionen, die durch die Ernährung verursacht werden, auf tierische Lebensmittel zurückzuführen.

Wer auf Fleisch nicht verzichten möchte, sollte auf biozertifizierte Fleischwaren zurückgreifen. Neben dem EU-Biosiegel zählen unter anderem auch Demeter, Bioland und Naturland dazu. Weidefleisch aus der Region ist ebenfalls eine gute Wahl. Viele Bauernhöfe bieten zudem Besichtigungen an. Da kann man nachschauen, wo das Fleisch herkommt.

Grillgut nicht anbrennen lassen

Besonders lecker schmeckt das Grillgut mit einer selbstgemachten Marinade. Enthält diese Honig oder Zucker, sollte sie erst im letzten Drittel des Garvorgangs aufgetragen werden, denn diese Zutaten karamellisieren schnell und der Grat zwischen goldbraun und schwarz ist schmal. Gesund ist Angebranntes nicht: An den verkohlten Stellen bilden sich krebserregende Stoffe, beispielsweise heterozyklischen aromatischen Amine. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) rät daher, Fleisch und Fisch nicht zu lange zu grillen.

Für die Gesundheit: besser in einer Grillschale garen

Statt das Essen direkt auf den Rost zu legen, ist es zudem gesünder, eine Grillschale zu verwenden. Denn tropfen Fleischsaft oder Fett in die Glut, entstehen ebenfalls krebserregende Stoffe, darunter polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, kurz PAK. Diese gelangen nicht nur über den eingeatmeten Rauch in den Körper, sondern lagern sich auch auf dem Essen ab. Eine gute Wahl sind wiederverwertbare Grillschalen, etwa aus Edelstahl und Emaille. Oder man benutzt eine Steinplatte, die man auf den Grill legen kann.

Beim Grillen besser auf Aluminium verzichten

Auf Aluminiumschalen oder Alu-Folie verzichtet man besser. Sie lassen den Müllberg unnötig anwachsen und stehen auch in Hinblick auf die Gesundheit in der Kritik: In Verbindung mit Säure und Salz, beispielsweise bei Schafskäse in Salzlake, Fischfilet mit Zitrone oder Tomaten, sei es möglich, dass Aluminium auf das Grillgut übergehe, warnt das UBA. Nach aktuellem Wissensstand könne nicht ausgeschlossen werden, dass eine zu hohe Aufnahme von Aluminium gesundheitsschädlich sei.

Asche in den Restmüll werfen

Nach dem Grillen muss aufgeräumt werden. Viele werfen dabei die kalte Asche in die Biotonne oder auf den Kompost, doch das ist nicht empfehlenswert. In der Asche sind neben organischen Schadstoffen, darunter die bereits erwähnten PAK, auch die von den Bäumen aufgenommenen Schwermetalle in hoher Konzentration vorhanden. Die Grill-Asche gehört daher in den Restmüll.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Tiefe Einblicke 
Das Innere eines Verbrennungsmotors in Zeitlupe

Einblicke in einen Benzinmotor während dem Betrieb. Dazu haben wurde eine Plexiglasscheibe in einen Motor eingesetzt. Video

Anzeige


Anzeige
shopping-portal