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Vorsicht vor Gammel-Pfifferlingen aus dem Supermarkt

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NDR-Markt: Pilze im Frischetest  

So erkennen Sie Gammelpilze im Supermarkt

17.09.2016, 15:29 Uhr | sure, t-online.de

Vorsicht vor Gammel-Pfifferlingen aus dem Supermarkt . Speisepilze sollten beim Verrzehr nicht älter als 48 Stunden sein. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Speisepilze sollten beim Verrzehr nicht älter als 48 Stunden sein. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

In einer Stichprobe hat das NDR-Verbrauchermagazin "Markt" gängige Pilzsorten im Supermarkt und auf dem Wochenmarkt gekauft und getestet: Wie frisch sind Pfifferlinge, Champignons, Kräuterseitlinge und Shiitake? Von welchen Exemplaren sollten man die Finger lassen?

Herbstzeit ist Pilzzeit. Ein feines Ragout oder ein schnelles Plizrisotto sind nicht nur für Feinschmecker verlockend. Einerlei, ob in der Gourmet- oder Alltagsküche: Es ist wichtig zu erkennen, wann Speisepilze wirklich frisch sind. Champignons etwa sollten fest und geschlossen sein. Risse an der Unterseite des Huts und am Stempel - dort, wo der Pilz abgeschnitten wurde - weisen auf ältere Pilze hin. Sind Champignons an den genannten Stellen rissig, entwickeln sie Sporen und beginnen zu vergammeln.

Farbe verrät die Frische

Der Profikoch Matthias Gfrörer, vom NDR-Redaktionsteam der TV-Sendung "Markt" als Einkaufstester eingestetzt, schätzte fast alle Pilze in seiner Stichprobe als nicht mehr ganz frisch ein. Einige Exemplare seien sogar viel zu alt gewesen. Vor allem die im Supermarkt gekauften Pfifferlinge aus Russland, meist dekorativ im Spankörbchen angeboten, seien "teilweise schon vergammelt gewesen". Der Verbraucher erkenne dies am jauchig-käsigen Geruch und der schmierig rot-braunen Farbe, so der Experte. Vom Verzehr ist besser abzuraten.

Pilze dürfen nicht schwitzen

Ob Champignons, Pfifferlinge oder Seitlinge: Die Pilze dürfen in der Packung nicht schwitzen. Zuchtpilze seien praktisch frei von Schadstoffen und können laut Ernährungsberaterin Anja Thiesbürger bedenkenlos mehrmals pro Woche auf dem Speiseplan stehen.

Waldpilze hingegen könnten auch mehr als 30 Jahre nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl noch radioaktiv belastet sein. Auch Schwermetalle wie Cadmium und Quecksilber könnten sich in Pilzen anreichern und in hoher Dosis Leber- und Nierenschäden auslösen.

Keine Waldpilze für Schwangere und Kleinkinder

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt deshalb, pro Woche maximal 250 Gramm Waldpilze zu essen. Schwangere und Kleinkinder sollten auf Waldpilze verzichten. Entgegen der Regel sollten Waldpilze kurz unter fließendem Wasser abgewaschen und dann auf einem Tuch getrocknet werden. Werden Waldpilze ausreichend erhitzt, besteht auch keine Gefahr durch eine mögliche Belastung mit einem Fuchsbandwurm.

TV-Tipp: Die NDR-Verbrauchersendung "Markt" ist am Montag, 19. September, um 20.15 Uhr zu sehen.

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