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In diesen Lebensmitteln erwartet man keinen Alkohol

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Unerwartete Zutat  

Im soften Milchbrötchen steckt auch Alkohol

22.11.2016, 15:34 Uhr | Nina Bürger

In diesen Lebensmitteln erwartet man keinen Alkohol. "Mit 18 Prozent Vollmilch" sind die Milchbrötchen auch bei Kindern beliebt. Doch es versteckt sich Alkohol in der Rezeptur. (Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg)

"Mit 18 Prozent Vollmilch" sind die Milchbrötchen auch bei Kindern beliebt. Doch es versteckt sich Alkohol in der Rezeptur. (Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg)

Milchbrötchen und Zimt-Schnecken sind Lebensmittel, die ohne Bedenken auch Kinder verzehren können - sollte man meinen. Jedoch findet sich in der Rezeptur beliebter Lebensmittel nicht selten Alkohol, wie die Verbraucherzentrale Hamburg (vzhh) beobachtet hat.

Dabei ist der Zusatz von Alkohol häufig nur auf den zweiten oder gar dritten Blick erkennbar, denn er ist meist nur im Kleingedruckten aufgeführt. Ein deutlicher Hinweis auf der Vorderseite wäre wichtig, um Eltern, Schwangere, abstinente Alkoholiker und Muslime vor dem Kauf und Verzehr eines für sie bedenklichen Produktes zu schützen, so die vzhh.

Auch kleinste Mengen Alkohol können gefährlich wirken

Bei trockenen Alkoholikern können schon kleinste Mengen Alkohol kritisch sein und einen Rückfall auslösen. Auch für Menschen mit Erkrankungen an Leber und Bauchspeicheldrüse kann der Genuss von alkoholhaltigen Lebensmitteln Folgen haben.

Schwangere sollten generell strikt auf Alkohol verzichten. Fehlbildungen und Entwicklungsstörungen beim Kind können sonst begünstigt werden.

Alkohol kann sich auf die Entwicklung von Kindern auswirken. Welche Menge zum Beispiel in den Milchbrötchen von "Gut und Günstig" enthalten ist, ist nicht deklariert. Sicher ist hingegen, dass Alkohol generell kein geeignetes Genussmittel für Kinder ist. Die Kleinen können so schon früh an den Geschmack von Alkohol gewöhnt werden.

Rechtliche Lücke bei der Kennzeichnungspflicht

Rein rechtlich ist diese für Verbraucher unfreundliche Kennzeichnung in Ordnung. "Unverständlich", finden die Verbraucherschützer. Der Hinweis auf den Zusatz von Alkohol ist nämlich nicht vorgeschrieben. Es reicht, wenn zugesetzter Alkohol in der Zutatenliste steht. Diese darf bei sehr kleinen Verpackungen jedoch entfallen. Wird Alkohol aber als Trägerstoff, beispielweise für Aromen, verwendet, gilt er nicht als Zutat und muss deshalb auch nicht in der Zutatenliste aufgeführt werden.

Alkohol konserviert Lebensmittel

Alkohol wird auch verwendet, um Lebensmittel länger haltbar zu machen. Dann finden sich Stoffe wie Trinkalkohol, Ethanol, Ethylalkohol oder Äthanol in der Zutatenliste. Auch das geht auf Kosten der Verbraucher, die diese Bezeichnungen kaum zuordnen können. Auch bei konkretenen Sortenbezeichnungen wie Whiskey, Grappa oder Bourbon bestehe die Gefahr, das nicht jeder weiß, was sich dahinter verbirgt, so die vzhh.

In diesen Produkten hat die Verbraucherzentrale Hamburg Alkohol entdeckt:

 (Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg) (Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg)

Süß und lecker, doch im Genuss steckt auch ein Wermutstropfen: Wer das Kleingedruckte genau studiert, findet Alkohol als Zutat im Bahlsen-Marmorkuchen.

 (Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg) (Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg)

Bei den Milchbrötchen der Edeka-Eigenmarke "Gut und Günstig" findet sich der Hinweis auf Alkohol nur im Kleingedruckten. Sie sind aber gerade bei Kindern beliebt. so dass der Hinweis auf der Vorderseite des Produktes deutlich sichtbar sein sollte, kritisiert die vzhh.

 (Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg) (Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg)

Das gilt auch für die Schokobrötchen. Durch enthaltenen Alkohol sind sie für Kinder, Schwangere, Muslime und abstinente Alkoholiker zum Verzehr nicht geeignet.

 (Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg) (Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg)

Bei den Zimtschnecken von "Knack und Back" ist der Hinweis auf Alkohol schwer erkennbar. Zudem ist unbekannt, wie viel Alkohol in den Schnecken steckt.

 (Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg) (Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg)

Das gilt auch für die Süßigkeit "Milka Tender": Der Verbraucher isst unbewusst Alkohol mit und weiß dabei nicht, wie viel.

Doch auch in herzhaften Lebensmitteln und Fertiggerichten wie Hühnerfrikasse kann Alkohol stecken. Ein Blick in die kleingedruckte Zutatenlisten ist also immer sinnvoll.

Weitere Lebensmittel mit verstecktem Alkohol finden Sie bei der Verbraucherzentrale Hamburg.

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