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Küchenkräuter sind oft mit Pflanzenschutzmitteln belastet

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Eine Prise Pestizid  

Küchenkräuter sind oft mit Schädlingsgiften belastet

30.11.2016, 13:42 Uhr | AFP

Küchenkräuter sind oft mit Pflanzenschutzmitteln belastet. Küchenkräuter enthalten oft Pestizide. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Küchenkräuter enthalten oft Pestizide. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

An Rosmarin, Dill, Oregano haften häufig Rückstände von Pestiziden. Bei Lebensmittelkontrollen im vergangenen Jahr überschritten Proben dieser Kräuter die gesetzlichen Grenzwerte. Im Jahresbericht 2015 beanstandete die Verbraucherschutzbehörde außerdem Blei und Cadmium in Modeschmuck.

Bei amtlichen Kontrollen pflanzlicher Lebensmittel standen erstmals die vier Kräutersorten Schnittlauch, Dill, Rosmarin und Oregano im Visier. 

Bei neun Prozent der Rosmarin-Proben seien die gesetzlichen Pestizid-Grenzwerte überschritten worden, teilte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mit. Gleiches gelte für 7,6 Prozent der Dill- und 6,5 Prozent der Oregano-Proben.

Außerdem ließen sich in mehr als 90 Prozent der Kräuterproben Aluminiumrückstände nachweisen. Bei mehr als der Hälfte waren die Werte höher als es bei unbehandelten Lebensmitteln üblich ist. Der Grund dafür könnte in der Verwendung aluminiumhaltiger Pflanzenschutzmittel oder in einer Aluminiumanreicherung in den Böden der Anbaugebiete liegen, erklärte das BVL.

"Kein unmittelbares Risiko" beim Verzehr

Weil Kräuter üblicherweise nur in geringen Mengen gegessen würden, stellten die Pflanzenschutzmittelreste und der relativ hohe Aluminiumgehalt "kein unmittelbares Risiko" dar, betonte die Behörde. Trotzdem seien die Erzeuger in der Pflicht, erklärte dessen Präsident Helmut Tschiersky. "Auch wenn durch diese Produktkategorie kein akutes Risiko für die Verbraucher besteht, müssen die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden."

Giftige Schwermetalle in Modeschmuck

Die Aufsichtsbehörden von Bund und Ländern warnten außerdem vor häufig überhöhten Schwermetallbelastungen bei preiswertem Modeschmuck. Zwölf Prozent der untersuchten Produkte aus dieser Kategorie hätten Bleiwerte oberhalb des erlaubten Grenzwerts aufgewiesen. Bei zehn Prozent sei der Cadmiumgehalt zu hoch gewesen. Werden Schwermetalle über längere Zeit in großen Mengen in den Körper aufgenommen, können sie schwere Erkrankungen auslösen.

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