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Lebensmittelherkunft: Kennzeichnung oft irreführend

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Verbrauchertäuschung  

Irreführende Siegel "Das Beste aus der Region"

15.03.2017, 14:04 Uhr | jb, dpa-tmn

Lebensmittelherkunft: Kennzeichnung oft irreführend. Äpfel, Birnen und andere Früchte auf einem Markt (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/joegolby)

Nicht alles, was auf dem Markt angeboten wird, stammt aus der Region (Quelle: joegolby/Thinkstock by Getty-Images)

Für viele Verbraucher ist es wichtig, dass ihre Lebensmittel aus der Region kommen. Das gilt auch für Spezialitäten. Doch auf Werbebotschaften wie "Das Beste aus der Heimat" sollten Sie sich besser nicht verlassen.

Woran erkennen Sie regionale Produkte?

Viele Hersteller traditioneller Spezialitäten werben mit der Regionalität ihrer Produkte. Doch ob ein Produkt wirklich aus der Region kommt, können Verbraucher an bestimmten Siegeln erkennen.

Regional bedeutet, dass das Produkt aus einem abgegrenzten Bereich stammt. Verbraucher verstehen "regional" als "aus dem Landkreis oder Großraum stammend". Die Werbung deutet die Begrifflichkeiten allerdings anders. Umso wichtiger ist es, auf entsprechende Kennzeichnungen zu achten.

Gibt es offizielle Gütezeichen?

Zum einen gibt es das rote EU-Gütezeichen "g.U". Die Abkürzung steht für Geschützte Ursprungsbezeichnung. Das Siegel garantiert, dass Erzeugung, Herstellung und Verarbeitung in einer bestimmten Region erfolgt sind, wie das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) auf seiner Internetseite erklärt. "Wenn alle drei Merkmale erfüllt sind, finden Verbraucher das rote Siegel auf der Verpackung", sagt Ernährungsexpertin Daniela Krehl von der Verbraucherzentrale Bayern. Ein Beispiel hierfür ist etwa der Allgäuer Emmentaler.

Das blaue EU-Gütezeichen "g.g.A." (Geschütze geografische Angabe) kennzeichnet zum anderen Lebensmittel, bei denen nur eine der drei Produktionsstufen im Herkunftsgebiet erfolgt sein muss. So müssen hier etwa die Zutaten des Produkts nicht zwangsläufig aus der Region stammen. Ein Beispiel sind Nürnberger Lebkuchen. Sie müssen in Nürnberg hergestellt werden, die Zutaten für das Rezept müssen dem BMEL zufolge aber nicht aus Region kommen.

Was bedeutet "Das Beste aus der Region"?

Ernährungsexpertin Krehl weist außerdem darauf hin, dass unspezifische Kennzeichnungen wie "Das Beste aus der Region" nichts über die regionale Herkunft des Produkts aussagen. Da stelle sich schon die Frage, wie Region überhaupt definiert ist. Der Begriff ist rechtlich nicht geschützt. Auch Begriffe wie "Heimat" oder "Nähe" sind komplett unspezifisch und sagen nichts über die Herkunft aus.

Weiterhin irreführend kann die Markenbezeichnung sein. So sagen Namen wie "Küstengold" oder "Mark Brandenburg" nichts über die Herkunft des Produktes aus. Im Markengesetz sind derartige Markennamen mit einem regionalen Bezug nicht verboten. Das Gleiche gilt für Herstelleradresse oder die Angabe "Hergestellt für...". Diese Informationen geben keine Garantie dafür, dass auch die Rohstoffe für das Produkt aus der angegebenen Region stammen.

Wo gibt es noch Herkunftsinformationen?

Einen weiteren Anhaltspunkt bietet das freiwillige Regionalfenster. Es soll den bewussten Einkauf erleichtern und gibt an, wo die Hauptzutat eines Produktes herkommt und wo es verarbeitet wurde.

Auch auf Eiern finden sich entsprechende Kennzeichnungen über die Herkunft. So gibt der Eiercode x-DE-05 xxxx an, aus welchem Bundesland das Erzeugnis stammt. Die 05 deutet in diesem Fall darauf hin, dass das Ei aus Nordrhein-Westfalen stammt.

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