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"Öko-Test": Hälfte aller Mundwässer fällt durch

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Öko-Test

Was taugen Mundwässer?

26.09.2008, 14:08 Uhr | kaki

 

"Öko-Test": Gurgeln hilft nur begrenzt. (Foto: imago)"Öko-Test": Gurgeln hilft nur begrenzt. (Foto: imago)Viele kennen es: Zahnbelag, Plaque oder Mundgeruch. Da ist es verständlich, dass man unangenehme Erscheinungen mit Mundwasser einfach weggurgeln will. Doch welches ist das beste? "Öko-Test" hat in der Oktoberausgabe 27 Produkte - von Discounterware über Marken- bis hin zu Naturkosmetikprodukten ins Labor geschickt und auf bedenkliche oder umstrittene Inhaltsstoffe untersuchen lassen. Das Ergebnis: Knapp die Hälfte schneidet mit der Note "mangelhaft" oder der Note "ungenügend" ab. Die Note "sehr gut" gab es nur für ein Produkt aus dem Discounter.

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Gurgeln hilft nur begrenzt

Um den Plaque zu beseitigen, sollte man zum altbewährten Zähneputzen greifen. Denn die meisten Mundwässer und Mundspülungen können gegen die Bakterien nur wenig ausrichten. Wenn überhaupt wird nur die obere Bakterienschicht angegriffen, die jedoch in kürzester Zeit wiederhergestellt ist. "Wer seine Zähne ordentlich putzt und die Zahnzwischenräume reinigt, kann das Ergebnis auch durch Gurgeln nicht verbessern", sagt Professor Ulrich Schiffner vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf der Zeitschrift "Öko-Test". Er empfiehlt Mundwässer nur für bestimmte Patientengruppen. So beispielsweise für diejenigen, die Probleme mit dem Zähneputzen haben - nach Operationen, im Alter, oder für Zahnspangenträger.

Bedenkliche Inhaltsstoffe

Die Mundspüllösungen der konventionellen Hersteller versprechen oft mehr als einen frischen Atem: Kampf gegen Bakterienwachstum, Schutz vor Karies oder Plaque. Die Produkte enthalten jedoch bedenkliche Inhaltsstoffe: Chlorhexidindigluconat (CHX), Cetylpyridiniumchlorid (CPC) und Methylsalicylat. Die Substanz Chlorhexidindigluconat wirkt zwar gegen Plaque und bei Parodontitis und Gingivitis, aber sie taugt für die tägliche Anwendung nichts. Denn sie hat einige Nebenwirkungen, wie gestörten Geschmacksempfindungen, Schleimhautveränderungen sowie Zungen- und Zahnverfärbungen.

Produkte haben viele Nebenwirkungen

Auch Cetylpyridiniumchlorid wird in Mundwässern als Bakterienkiller eingesetzt. Es ist zwar nicht ganz so stark wie Chlorhexidindigluconat. Die Nebenwirkungen haben es dennoch in sich: Es kann zu Übelkeit und Magenbeschwerden kommen. Hier gilt ebenfalls: Nichts für die tägliche Mundhygiene. Die "Listerine Freshmint antibakterielle Mundspülung" enthält außerdem Methylsalicylat. Dieser Stoff wird als Desinfektionsmittel bei Hautentzündungen eingesetzt. "Öko-Test" hat diese Produkte im Test abgewertet, da es keine belastbaren Daten gibt, die eine Anwendung in der Mundhöhle rechtfertigen würde.

Zu viele Fluoride führt zu Knochenbrüchigkeit

Fluoride machen den Zahnschmelz widerstandsfähiger gegen Karies und hemmen den Plaquestoffwechsel. Fluorid wird nicht nur über Mundwässer oder Zahnpasten, sondern auch mit der Nahrung aufgenommen. Wenn man zuviel davon aufnimmt, kann es zu Einlagerung in den Knochen kommen, was die Gefahr von Knochenbrüchigkeit erhöht. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt daher, dass der Fluoridgehalt bei Mundwässern- und spülungen nicht mehr als 0,05 Prozent betragen sollten. Nur zwei getestete Produkte, die "Friscodent Mintfresh Medizinische Mundspülung" sowie die "Eurodont Medizinische Mundspüllösung" liegen über diesem Wert.

Die Gewinner

Von den 23 getesteten Mundspüllösungen bekommt die "Dentabella Mundspülung mint" als einziges Produkt die Note "sehr gut". Von den insgesamt vier getesteten Mundwässern, bekommen drei Produkte die Note "gut". Die Mundwässer stammen alle aus der zertifizierten Naturkosmetik.

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