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Öko-Test: Kosmetik aus der Apotheke ist teuer und nicht gut

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Verbraucher | Kosmetik aus Apotheke  

Apothekenkosmetik kein Garant für Qualität

18.09.2013, 14:38 Uhr | ali

Verbraucher: Kosmetik aus der Apotheke ist teuer und kann schädlich sein. (Foto: Imago)Kosmetik aus der Apotheke ist teuer und kann schädlich sein. (Foto: Imago)Eine Apotheke ist heute nicht mehr nur der Ort, an dem man auf Rezept seine Medikamente erhält. Immer mehr Apotheken setzen zur Steigerung des Umsatzes auch auf den Verkauf von Kosmetikprodukten. Apotheker sind ausgebildet, wissen, welche Substanzen wie wirken und genießen dadurch einen Vertrauensbonus. Der überträgt sich auch auf die Produkte. Aber die gut gefüllten Regale beherbergen nicht nur Qualität, wie "Öko-Test" nun belegt. 15 Kosmetikserien wurden untersucht, wobei jedes vierte Produkt im Test durchfiel und zudem noch teuer war.

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Apothekenprodukte nicht immer gesund

"Öko-Test" hat Kosmetikprodukte untersucht, die größtenteils ausschließlich in Apotheken vertrieben werden. Dabei wurden jeweils eine Gesichtscreme, eine Körperlotion und ein Reinigungsprodukt getestet. Das Ergebnis zeigt, dass Kosmetik aus der Apotheke nicht automatisch frei von bedenklichen Stoffen ist. Fast ein Viertel der 45 getesteten Produkte schnitten mit der Note „ungenügend“ ab.

Viele Marken geben sich medizinisch

Das Ergebnis zeigt auch: In Apotheken verkaufte Marken tragen oft medizinische Namen. Beurteilt man die Produkte nach ihrer Wirkung, könnten sie auch in der Parfümerie oder Drogerie stehen. Wunderwirkstoffe beinhalten sie meist nicht und sind deshalb nicht anders als ganz normale Kosmetika, die weder Falten noch Cellulite wegcremen kann. Wer unter Hautkrankheiten oder Allergien leidet sollte also auch in der Apotheke genau auf die Inhaltsstoffe achten. Denn diese Produkte sind ebenfalls aus Substanzen gemacht, die nichts auf der Haut zu suchen haben.

Konservierungsmittel und Allergienauslöser

Nur acht Mal vergab "Öko-Test" die Note „sehr gut“. Markenprodukte wie Vicky, Eau Thermale Avène und La Roche-Posay fielen hingegen bei den Testern durch. Etwa die Duschcreme "Lipidiose Reichhaltige Dusch-Creme" und die Körperlotion "Lipidiose Körperlotion Trockene Haut" vom Hersteller Vichy wurden mit "mangelhaft" bewertet. Hauptkritikpunkt waren die enthaltenen Konservierungsmittel. Zudem fanden die Tester in der Duschcreme Formaldehyd und -abspalter, die als krebserregend gelten. Schon in geringen Mengen reizen die Stoffe die Schleimhäute, können Allergien auslösen und fördern den Alterungsprozess der Haut. Die Körperlotion enthielt halogenorganische sowie allergieauslösende Moschus-Verbindungen. Diese künstlichen Duftstoffe stehen im Verdacht, das Fettgewebe anzureichern und wie Hormone zu wirken.

Künstliche Duftstoffe und Bakterienkiller

Aber auch die Pflegeprodukte von La Roche-Posay vom Hersteller L’Oréal enthalten künstliche Duftstoffe und Diethylphthalat, einen UV Filter. Phthalate können wie Hormone wirken und sich negativ auf Nieren- und Leberfunktion auswirken. Die Produkte des französischen Pharmaunternehmens Pierre Fabre sind bei uns unter dem Namen „Eau Thermale Avène“ auf dem Markt. In der Gesichtscreme "Hydrance Optimale Reichhaltige Konsistenz" fanden die Tester die halogenorganische Verbindung Triclosan, die als aggressiver Bakterienkiller gilt. Zudem steht sie im Verdacht, die Resistenz gegen Antibiotika zu fördern.

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