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"Öko-Test": Bio-Lebensmittel vom Discounter im Test

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Billig-Bio schneidet im Test gut ab

26.02.2010, 14:47 Uhr | apn/vdb

"Öko-Test": Bio-Lebensmittel vom Discounter im Test. Bio-Lebensmittel vom Discounter im Test (Foto: imago)

Bio-Lebensmittel vom Discounter im Test (Foto: imago)

Verbraucher können sich laut "Öko-Test" auf die Qualität der Bio-Produkte bei Aldi, Lidl & Co. verlassen. "Das Laborergebnis zeigt, dass auch bei den Discountern fast immer Bio drin ist, wenn Bio drauf steht", so "Öko-Test". Doch es gebe Ausnahmen, kritisiert Chefredakteur Jürgen Stellpflug. "Bei drei der 36 von uns getesteten Bioprodukte - das sind immerhin acht Prozent - bestehen erhebliche Zweifel, ob sie das Bio-Siegel zu Recht tragen."

"Ungenügend" für Bio-Joghurt von Norma

Die meisten Bio-Produkte vom Discounter seien frei von problematischen Inhaltsstoffen und entsprächen den Kriterien der EU-Bio-Verordnung. Durchweg "sehr gut" schnitten Bio-Kartoffeln und Vollmilch ab. Zwei Produkte ließen allerdings Zweifel aufkommen, ob die Bio-Normen erfüllt sind. In dem "Bio-Sonne Erdbeerjoghurt" von Norma wurde Allylhexanoat nachgewiesen. Dabei kann es sich nicht um ein Bio-Aroma handeln - in der Stoff kann nur chemisch hergestellt werden. Als Konsequenz bekam der Joghurt das Testurteil "ungenügend".

Aldi-Drink fällt durch

Ein weiterer Ausreißer fand sich unter den Soja-Drinks. Im "GutBio" Soja-Reis-Drink von Aldi-Nord wurde Calciumcarbonat nachgewiesen. Laut EG-Öko-Verordnung ist der kohlensaure Kalk für Bio-Ware nicht genehmigt und darf zur Mineralstoffanreicherung nicht verwendet werden. Der Soja-Drink fiel deshalb durch und bekam die Testnote "ungenügend". Zudem wurde im "Gut Bio" Früchtemüsli von Aldi Nord das Pestizid Chlormequat nachgewiesen. Die Menge lag knapp über dem Orientierungswert des Bundesverbandes Naturkost Naturwaren. Insgesamt bekam das Produkt dennoch die Note "gut".

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Öko-Test" klärt auf: Label ist nicht gleich Label

Die Tester wiesen darauf hin, dass die Waren der deutschen Anbauverbände Demeter, Naturland und Bioland höhere Standards erfüllen. Hier werde beispielsweise die Verwendung von Zusatzstoffen noch weiter eingeschränkt. Wer sich nach Gütesiegeln richten will, blickt nicht sofort durch, was dahinter steckt. "Öko-Test" hat mehr als 300 Gütesiegel für eine am 12. März erscheinende "Kompakt"-Ausgabe untersucht. Das bekannteste und am häufigsten genutzte Label sei das staatliche Bio-Siegel. "Es wird seit 2001 vergeben und kennzeichnet Lebensmittel, die der EU-Öko-Verordnung genügen und damit die Grundregeln für Bio erfüllen: Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel, mineralische Stickstoffdünger sowie jeglichen Einsatz von Gen-Technik", berichtet das Blatt.

Strengere Richtlinie für Lebensmittel aus dem Bioladen

Strengere Richtlinien haben sich dem Bericht zufolge die acht deutschen Bio-Anbauverbände auferlegt wie Bioland, Demeter und Naturland. Demnach müsse der gesamte Betrieb nach ökologischen Leitlinien arbeiten. EU-Bio-Bauern können laut "Öko-Test" auch nur Teile umstellen, den Gemüseacker zum Beispiel, während die Tierhaltung konventionell weitergeführt wird. Das Öko-Futter müsse mindestens zur Hälfte vom eigenen Hof stammen.

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