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Honig von Aldi Süd fällt bei Öko-Test durch - Bio-Honig empfohlen

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"Öko-Test"  

"Ungenügend": Honig von Aldi Süd fällt durch

28.10.2016, 12:52 Uhr | akl, t-online.de

Honig von Aldi Süd fällt bei Öko-Test durch - Bio-Honig empfohlen. Für viele gehört Honig zu einem guten Frühstück dazu. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Für viele gehört Honig zu einem guten Frühstück dazu. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ein frisches Brötchen, etwas Butter und ein Löffel Honig: Für viele sieht so der perfekte Start in den Tag aus. Doch ist Honig wirklich ein so gesundes Naturprodukt wie viele denken? "Öko-Test" hat 20 Honige ins Labor geschickt und auf kritische Inhaltsstoffe untersucht. Nur acht könnten die Tester empfehlen.

Nach Angaben des statistischen Bundesamtes isst jeder Deutsche ein gutes Kilogramm Honig pro Jahr. Doch wie viel Glyphosat und Gentechnik stecken im Bienennektar? Dieser Frage sind die Tester von "Öko-Test" nachgegangen und haben 20 Honige aus aller Welt eingekauft, neun davon in Bioqualität. Acht Honige können die Tester empfehlen, sieben fallen durch.

Bio-Honig: Bienen kennen keine Drei-Kilometer-Regel

Honig ist ein Spiegelbild der Natur, aus der er stammt. Je nach Herkunft können Glyphosat und Gentechnik mit im Glas stecken, egal ob Bio oder nicht. Auch wenn für Bio-Honig unter anderem gilt, dass der Bienenstock an einem Ort stehen muss, an dem im Umkreis von drei Kilometern um den Standort Nektar- und Pollentrachten im Wesentlichen aus ökologischen Kulturen bestehen, die nach Methoden mit geringer Umweltauswirkung behandelt werden: Bienen machen nach drei Kilometern keinen Halt und können immer auch gentechnisch veränderte Pflanzen oder frisch gespritzte Felder anfliegen.

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Pflanzengift im teuersten Bio-Honig

So kann laut Öko-Test ein Honig, in dem Glyphosat und gentechnisch veränderte Pflanzen stecken, problemlos als "Bio" gekennzeichnet werden. Doch wie steht es um die getesteten Bio-Honige? Drei der neun Produkte schnitten im Test "sehr gut" ab, zwei "gut" und eines "ausreichend". Drei waren "ungenügend", darunter auch das teuerste Produkt im Test, der "Walter Lang Manukahonig" für stolze 61,80 Euro je 500 Gramm. Laut Analyse von "Öko-Test“ ist der Glyphosat-Wert stark erhöht.

Zudem fanden die Tester das in der ökologischen Haltung verbotene Arzneimittel Amitraz. Auch der Wert der Pyrrolizidinalkaloide (PA) war "stark erhöht". Manche Pflanzen bilden die Alkaloide zum Schutz vor Fraßfeinden. Das Pflanzengift ist im Tierversuch krebserregend und erbgutschädigend und kann auf Dauer die Leber schädigen. Laut "Öko-Test" teilte der Anbieter mit, dass er den Verkauf der Charge gestoppt habe.

Testsieger unter den Bio-Honigen ist der "Alnatura Akazienhonig" für 6,95 Euro je 500 Gramm. Ebenfalls "sehr gut" schnitt der "dm Bio Akazien Honig" für 6,36 Euro ab und landete somit auf Platz zwei.

Konventioneller Honig: Aldi Süd ist "ungenügend"

Bei den elf konvetionellen Honigen konnten nur drei die Tester überzeugen, darunter der "Breitsamer Honig Rapsblüte" des Herstellers Breitsamer + Ulrich. Er schnitt "sehr gut" ab und ist für 4,99 Euro pro 500 Gramm im Supermarktregal zu finden. Allerdings entdeckten die Tester das Insektizid Thiacloprid sowie das Pflanzenschutzmittel Acetamiprid in Spuren.

Überhaupt nicht überzeugen konnte "Öko-Test" der Honig von Aldi Süd "Goldland Blüten-Honig Sommerblüten- & Wildblütenhonig" für 2,99 Euro je 500 Gramm. Die Laboruntersuchung ergab, dass der Glyphosat-Wert ebenso erhöht war wie der Wert der Pyrrolizidinalkaloide. Zudem fanden sich in dem Honig gentechnisch veränderte Bestandteile, darunter Roundup Ready Soja. Aldi Süd teilte "Öko-Test" mit, dass laut Anbietergutachten die gleiche Charge keine Anteile von gentechnisch veränderten Organismen enthalte.

Bei Honig am besten zu Bio greifen

Fazit der Tester: Auch wenn Bio-Honig nicht gesichert pestizidfrei sei, sei der Kauf aus ökologischen Gründen viel sinnvoller. Bio-Imker müssten, was die Bienenhaltung betrifft, deutlich strengere Vorschriften, etwa bei der Haltung der Bienen, erfüllen, so "Öko-Test". Dennoch gelten für Bio-Honige, was Rückstände wie Pestizide betrifft, genau die gleichen Höchstmengen wie für konventionellen Honig.

Das vollständige Ergebnis lesen Sie in der November-Ausgabe der Zeitschrift "Öko-Test".

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