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Pestizide: Obst und Gemüse richtig waschen

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Pestizide  

Lassen sich Pestizide abwaschen?

02.11.2009, 13:02 Uhr | ag

Pestizide: Obst und Gemüse richtig waschen. Obst und Gemüse sollte vor dem Verzehr immer gründlich gewaschen werden. (Foto: imago)

Obst und Gemüse sollte vor dem Verzehr immer gründlich gewaschen werden. (Foto: imago)

"Die meisten Vitamine stecken in der Schale" heißt es. Was liegt also näher, als herzhaft in einen Apfel zu beißen, Trauben zu naschen oder eine leckere Rohkostplatte zu genießen? Doch so appetitlich die Früchte auch aussehen: Auf den Schalen tummeln sich jede Menge unappetitliche Substanzen wie Pestizide, Konservierungsmittel und Wachs. Durch Waschen lassen sie sich erheblich verringern. Darauf weist die Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin hin. Bei Weintrauben beispielsweise lasse sich die Belastung durch gründliches Abspülen um bis zu 70 Prozent verringern. Doch wie sieht es mit Bio-Ware aus? Kann hier auf ein gründliches Waschen verzichtet werden? Und welches sind die besten Methoden, Obst und Gemüse zu säubern?

Sieben Tipps So behalten Obst und Gemüse ihre Vitamine

Äpfel und Birnen lauwarm waschen

Untersuchungen der Bundesforschungsanstalt (BFE) in Karlsruhe haben gezeigt, dass der Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen in den Schalen von Äpfeln und Birnen bis zu sieben Mal höher ist als im Fruchtfleisch. Daher sollten die Früchte möglichst ungeschält verzehrt werden. Zuvor sollten Sie sie jedoch gründlich unter lauwarmem Wasser waschen. Bei gewachsten Äpfeln lässt sich die Oberflächenschicht gut mit Küchenkrepp abreiben. Trotz aller Sorgfalt sollte man eines jedoch wissen: Gebundene Pestizide unter der Schale, also im Fruchtfleisch, können nicht durch Waschen entfernt werden. Wer in punkto Pestizide auf Nummer sicher gehen sollte, sollte zu Bioprodukte, greifen. Der Einsatz solch giftiger Substanzen ist bei diesen schon beim Anbau verboten.

Bei Zitrusfrüchten die Schale säubern

Wirklich pestizidfreie Früchte gibt es nur im Bio-Laden. Fast alle Orangen und Mandarinen aus dem Supermarkt sind dagegen behandelt. Mit Hilfe von Pestiziden werden die Früchte haltbar gemacht, damit sie die weite Reise aus Südeuropa wohlbehalten und appetitlich aussehend überstehen. Da die Schadstoffe beim Pellen der Früchte von den Händen in dem Mund gelangen können, sollten die Früchte vor dem Verzehr gründlich mit Wasser gewaschen werden. Das gleiche gilt für Orangen und Grapefruits. Übrigens sollte man nicht das Weiße unter der Schale von Zitrusfrüchten entfernen, sondern mitessen. Der Grund: In diesen leicht pelzigen Teilen des Fruchtfleischs stecken besonders viele Stoffe, die gegen Bakterien wirksam sind.

Gemüsebürsten und Obstwaschmittel

Auch bei Karotten finden sich 85 Prozent ihrer gesunden Substanzen unter der Schale. Ähnlich sieht es bei Tomaten aus. Auch bei Rettichen oder Gurken macht Schälen wenig Sinn. Allerdings sollte man hier mit einer speziellen Gemüse-Bürste die raue Oberfläche gründlich säubern. Besonders bei Salatgurken, die keine Bio-Ware sind, ist die Schale oft stark gewachst. Diese Schicht lässt sich jedoch mit einem speziellen Obst- und Gemüsewaschmittel, das unter anderem in Reformhäusern erhältlich ist, leicht und vollständig entfernen.

Muss auch Bio-Ware gewaschen werden?

Auch Früchte und Gemüse aus ökologischem Anbau sollten gründlich gereinigt werden. Gerade wenn sie nahe am Boden wachsen, sind sie oft stark verschmutzt. Außerdem kann auch Bio-Gemüse auf Felder wachsen, die neben stark befahrenen Straßen liegen-. Feinstaub und andere Schadstoffe lagern sich somit schnell auf den Blättern der Pflanzen ab und müssen vor deren Verzehr unbedingt entfernt werden.

Salate: Sanftes Putzen schont Vitamine

Wenn Blattsalate unter fließendem Wasser gesäubert werden, senkt das ihren Vitamin-C-Gehalt. Damit die wertvollen Nährstoffe erhalten bleiben, sollten Salate immer erst kurz vor dem Verzehr in einzelne Blätter zerteilt und in kaltem, stehendem Wasser gewaschen werden. Nach kurzem Schwenken den Salat rasch wieder herausheben und in einer Salatschleuder oder einem sauberen Küchentuch behutsam trocknen. Erst danach sollten die Salatblätter in mundgerechte Stücke zerpflückt werden.

Pilzbürsten - schonende Putzhelfer

Wild wachsende Pilze können mit Schwermetallen und Radioaktivität belastet sein. Bei ihrer Zubereitung ist unbedingt darauf zu achten, dass die Lamellen und die so genannte Huthaut gründlich entfernt werden. Dort nämlich befinden sich die höchsten Schwermetallkonzentrationen. Kulturspeisepilze wie zum Beispiel Champignons sind dagegen weder mit Schwermetallen noch mit radioaktiven Stoffen belastet. Bei ihnen reicht es, sie mit einer Bürste - idealerweise einer Pilzbürste - abzureiben. Weniger empfehlenswert ist es, sie in Wasser einzuweichen, da sie sonst an Aroma einbüßen.

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