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Kochbuch: Worauf Sie beim Kauf achten sollten

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Worauf Sie beim Kochbuchkauf achten sollten

06.12.2008, 11:47 Uhr | Susanne Reininger

Kochbücher: Kochbuch ist nicht gleich Kochbuch. (Foto: imago)Kochbuch ist nicht gleich Kochbuch. (Foto: imago)Meterlange Regalwände mit kulinarischen Glücksversprechen locken den Hobbykoch. Auch Online sind bei großen Buchversandanbietern mehr als 10.000 Titel gelistet. Wer auf der Suche ist nach einem Weihnachtsgeschenk für kochende Freunde, Verwandte oder einfach Anregungen für die eigene Küche sucht, ist da schnell überfordert. Hier die besten Tipps, worauf Sie beim Kochbuchkauf achten sollten.

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Kochbuchauswahl von günstig bis edel

Wie wäre es mit nationalen Köstlichkeiten aus der Küche Italiens, Indiens, Österreichs oder der Alpen? Oder ganz speziellen Rezepten für Desserts, für Schokolade, Chili? Locken Sie "Himmlische Küchengenüsse“ oder "Die See“ mit Meeresfrüchten? Oder wollen Sie zum "Käsekenner“ avancieren? Nicht nur thematisch ist der Kochbuchmarkt schier unüberschaubar: Mal werden Kochideen als unverschämt günstige Grabbelware beim Discounter verramscht oder als Hochglanz-Bibel im edlen Schuber verpackt. Alles wird geboten, um Menschen zum Kochen zu bringen. Aber "Koch doch!“ ist leichter gesagt als getan.

Kochbuch soll Lust aufs Kochen machen

"Ein Kochbuch soll die Leute anregen und soll Lust aufs Kochen machen“, sagt Brit Lippold. Sie ist Inhaberin der "Kulinarischen Buchhandlung“ in Berlin-Mitte und weiß, wovon sie spricht. Tausende von Kochbuchtiteln reihen sich in ihrer Fachbuchhandlung nebeneinander. Meist stöbern Hobbyköche im Laden und Leute, die nicht einfach nur einen Schmöker oder Krimi, sondern ein "schönes Kochbuch“ verschenken wollen. Generell fragt Brit Lippold nicht nur nach den Vorlieben für bestimmte Länderküchen, ob der zu Beschenkende ein Vegetarier ist, ob er gerne Suppen, Pasta oder Kartoffeln mag oder Desserts und Schokolade liebt.

Wo man wohnt, so isst man

Auch die Frage nach dem Wohnort ist wichtig. Denn "hier klärt sich schnell die Frage, ob man auch die in den Rezepten angegebenen Zutaten unkompliziert besorgen kann“. Wer keinen Wochenmarkt oder Bioladen in der Nähe hat, wird zum Beispiel nicht ohne weiteres an Topinambur, Petersilienwurzeln oder gelbe Kiwis kommen. In diesem Fall sollte man lieber auf Kochbücher verzichten, die nicht alltägliche Zutaten verlangen.

Kunden bevorzugen Bücher von TV-Köchen

Wenn mal wieder im Fernsehen gekocht wird oder ein Fernsehkoch sein neuestes Werk anpreist, "dann kriegen wir das deutlich mit“, erzählt die Kochbuch-Expertin aus Berlin. "Dann kommen die Leute und wollen das Buch“, weil sie glauben, damit nichts verkehrt zu machen. Doch ob die Rezepte so gut gelingen, gut schmecken und so spaßig nachzukochen sind, wie im Fernsehen, das sei "Geschmacksache“, betont Lippold diplomatisch. TV-Köche sind nämlich ganz und gar nicht jedermanns Sache: "Wer Tim Mälzer nicht mag, mag meist auch Jamie Oliver oder Sarah Wiener nicht“.

Beim Nachkochen kommt die böse Überraschung

Der Kochbuchkauf ist mit Zeit verbunden, ebenso wie das Kochen selbst. Wer sich von der schönen Aufmachung und appetitanregenden Hochglanzfotos anregen lässt, kann beim Nachkochen auch schon mal eine böse Überraschung erleben: Denn "es gibt Bücher, die sind super gemacht, aber schlampig lektoriert: Da fehlen Arbeitsschritte oder wichtige Zutaten", weiß Lippold.

Kochbuch kann nur Anregung sein

Manchmal kommen Kunden auch mit Kochbuchkritiken aus Magazinen oder Zeitungen in Lippolds "Kulinarische Buchhandlung“ und verlangen nach dem druckfrischen Werk. "Nicht selten ist der Titel dann aber noch gar nicht im Buchhandel erhältlich und die Leute sind enttäuscht“, berichtet sie. Manchmal ist der Besuch Ihres Kochbuchladens aber auch mit der Hoffnung verbunden, dass zum Beispiel "die bessere Hälfte endlich mal was Tolles kocht“. Doch "ein Kochbuch kann nur anregen, aber niemanden zum Kochen zwingen, da verlangt man einfach zu viel“, schmunzelt die Kochbuch-Expertin.

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