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Frikadellen - So werden sie lecker

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Goldbraun und saftig  

Wie Sie die besten Frikadellen machen

05.09.2016, 12:51 Uhr | Martina Schüttler-Hansper

Frikadellen - So werden sie lecker. Goldbraun und saftig, so müssen Frikadellen sein. (Quelle: imago)

Goldbraun und saftig, so müssen Frikadellen sein. (Quelle: imago)

Ob Frikadelle, Bulette, Fleischpflanzerl oder Hackküchle - Klopse aus Hackfleisch sind kalt und warm ein Genuss. Sie sind schnell gemacht und durch die Zugabe von Gewürzen, Kräutern oder Käse äußerst variantenreich. Mit unseren Tipps und Rezepten werden die Hackbällchen perfekt. 

Für klassische Frikadellen  - das Rezept reicht für vier Personen - benötigen Sie 500 Gramm gemischtes Hackfleisch aus Rind- und Schweinefleisch, ein in Milch oder Wasser eingeweichtes Brötchen, eine große Zwiebel, ein Ei, Salz, Pfeffer und eventuell einen Esslöffel Senf.

Die Mischung macht den Geschmack

Etwas teurer, aber auch besser wird der Klops, wenn Sie ihn aus zwei Drittel Hackfleisch vom Rind - verwenden Sie nicht zu mageres Fleisch  - und einem Drittel Hack vom Schwein machen. Oder Sie nehmen jeweils ein Drittel Hack von Rind, Schwein und Kalb. Für Bifteki oder Köfte eignet sich Fleisch vom Lamm am besten.

Kaufen Sie das Hackfleisch immer ganz frisch und verbrauchen Sie es noch am selben Tag. Halten Sie es bis zur Zubereitung der Frikadellen kühl. Durch das Zerkleinern im Fleischwolf wird die Fleisch-Oberfläche größer und es können sich einfacher Keime ansiedeln, die das Fleisch verderben lassen. Hackfleisch sollte deshalb auch nur gut durchgebraten verzehrt werden. 

So wird die Frikadellen-Mischung rund

Durch die Zugabe von eingeweichten Brötchen wird die Frikadelle schön saftig. Drücken Sie die Flüssigkeit vor dem Weiterverarbeiten aus dem Brot heraus, sonst wird der Fleischteig zu feucht. Für alle, die das so nicht so gerne mögen: Auch Paniermehl oder Haferflocken halten die Mischung gut zusammen. Einfach trocken untermengen. Für flache Varianten wie Hamburger können Sie Brötchen und Co. auch ganz weglassen.

Aroma duch Knoblauch und Zwiebeln

Das Ei dient zur Bindung der Fleischmasse. Ohne kann es passieren, dass die Frikadellenmasse nicht so fest zusammen hält. Wer keine Eier verwenden mag, bereitet die Masse dann besser mit Paniermehl zu.

Zwiebeln können sowohl roh als auch gedünstet in die Frikadellen-Masse. Werden die Zwiebeln vorher angedünstet, schmecken die Buletten milder. Wer Knoblauch mag, kann eine zerdrückte Zehe zur Masse dazugeben, das macht sie besonders aromatisch.

Salz, Pfeffer und eventuell Senf für eine feine Schärfe dürfen nicht fehlen. Kräuter wie Petersilie oder Liebstöckl, gehackt und angedünstet oder etwas abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone geben den zusätzlichen Würz-Kick.

Frikadellen formen leicht gemacht

Haben Sie aus allen Zutaten eine glatte Masse hergestellt, am besten mit den Fingern, geht es ans Bällchenformen. Dazu die Hände mit kaltem Wasser befeuchten. So bleibt nichts an den Händen kleben und die Frikadellen werden schön glatt. Wer es ganz exakt mag, kann zum Portionieren auch einen großen Löffel benutzen. Das garantiert, dass alle Buletten gleich groß werden.

Kleine Hackbällchen eigenen sich perfekt als Fingerfood oder fürs Buffet. (Quelle: imago)Kleine Hackbällchen eigenen sich perfekt als Fingerfood oder fürs Buffet. (Quelle: imago)

Und jetzt: Ab in die Pfanne!

Angebraten werden die Frikadellen am besten in Butterschmalz. Dieses verbrennt nicht so schnell wie Butter, gibt aber einen leckeren Butter-Geschmack.

Je nach Größe sollten die Hackbällchen pro Seite zwischen drei und sieben Minuten gebraten werden. Ist die Temperatur in der Pfanne zu hoch, werden die Frikadellen schnell trocken und eventuell schwarz. Dreht man sie zu häufig, besteht die Gefahr, dass die Fleischmasse innen noch halb roh bleibt. Deshalb erst bei mittlerer bis hoher Hitze anbraten, dann drehen und die andere Seite braten. Jetzt die Temperatur etwas runter drehen und die Frikadellen fertig garen, dabei nochmal wenden.

Sie können Frikadellen auch prima im Backofen zubereiten: Heizen Sie den Backofen auf 200 Grad vor (Ober- und Unterhitze). Legen Sie die - am besten nicht zu großen - Bällchen auf ein Backblech und schieben Sie sie für 30 bis 40 Minuten in den Ofen. Im Sommer können die Frikadellen auch auf dem Grill zubereitet werden. Sie benötigen etwa 7 bis 10 Minuten, wenden Sie sie nicht zu häufig.

Zubereitung im Thermomix

Bei der Zubereitung im Thermomix werden Zwiebel und Knoblauchzehe 5 Sekunden auf Stufe 5 zerkleinert. Danach werden Hackfleisch, Ei, Salz, Pfeffer, Kräuter oder auch Senf hinzugegeben und für eine Zeitdauer von etwa 20 Sekunden auf Stufe 4-5 verrührt. Abschließend Paniermehl und Haferflocken hinzugeben und erneut für 20 Sekunden auf Stufe 4-5 verrühren, bis eine konsistente, zusammenhaltende Masse entstanden ist.

Wenn Frikadellen nicht gelingen

Auch wenn Sie sich genau ans Rezept halten, kann es vorkommen, dass die Frikadellen nicht so werden wie gewünscht. Zu den klassischen Pannen gehören: Die Bällchen sind nicht richtig gewürzt, sie werden zu fest oder fallen auseinander. 

Zu wenig Gewürz macht die Buletten fad, zu viel ist aber auch nichts. Am besten würzen Sie erst einmal sparsam. Wer auf der sicheren Seite sein möchte, brät eine Probe-Bulette. Ist das Ergebnis nicht würzig genug, einfach noch etwas nachwürzen. 

Fallen die Frikadellen auseinander oder brechen sie, kann dies mehrere Gründe haben:

1. Das Verhältnis von Fleisch, Ei und Brötchen stimmt nicht und die Masse ist zu weich. Hier können Haferflocken oder Paniermehl Abhilfe schaffen. 

2. Die Masse ist nicht gründlich genug gemischt. Kneten Sie die Hackmasse mit den Händen nochmal richtig gut durch. Der Teig muss schön gleichmäßig gemischt sein.

3. Die Zutaten sind nicht fein genug. Zwiebeln, Kräuter und Brötchen müssen fein gewürfelt werden, damit sie sich gut zur Frikadellen-Masse verbinden.

Eine Frage des Geschmacks: Locker oder lieber fest? 

Wer es gerne locker mag, verarbeitet am besten nicht zu mageres Fleisch, eingeweichtes Brot und eventuell etwas Quark oder Frischkäse.  

Fester werden die Klopse, wenn mehr mageres Fleisch verarbeitet wird. Auch Paniermehl statt Brötchen lässt sie kompakter werden. 

Einfrieren und wieder aufwärmen

Gebratene Frikadellen können Sie gut ein bis zwei Tage im Kühlschrank aufbewahren. Länger frisch bleiben sie, wenn sie die Klopse einfrieren. Einfach in einer Gefriertüte oder -dose in die Truhe geben.

Ganz schnell aufwärmen lassen sich Frikadellen in der Mikrowelle. Aber auch der Backofen oder eine Pfanne eignen sich. Ganz so saftig und locker wie frisch aus der Pfanne, sind sie allerdings nicht mehr.

Das Frikadellen-Grundrezept abwandeln

Vielleicht sind Frikadellen nach dem Grundrezept bereits der Hit für Sie. Falls nicht, gibt es unzählige Möglichkeiten den Fleischteig abzuwandeln und so die perfekte Frikadelle zu zaubern. Verändern Sie doch mal die Zusammensetzung des Fleischs, auch Bratwurstbrät eignet sich gut zum Untermischen. Pikanter werden die Hackbällchen durch Knoblauch, Speckwürfel oder Senf. Abwechslung bringen auch Nüsse, getrocknete Tomaten oder zerbröselte Käsestückchen im Hackfleisch.

Fett und Kalorienfalle

Im Zuge einer gesunden und ausgewogenen Ernährung sollten Frikadellen mit Bedacht genossen werden, denn sie erweisen sich oft als wahre Fett- und Kalorienbomben. Durch das Braten im Backofen werden die Frikadellen zwar fettärmer, bleiben aber nicht so saftig. Damit die Frikadelle fettarm und trotzdem saftig wird, können Sie die Hackfleisch-Masse mit Magerquark, welcher vorher mit Mineralwasser cremig gerührt wurde, vermengen.

 

Der Klassiker: Frikadellen mit Kartoffelsalat

Rezeptbild: Fleischküchle mit Kartoffelsalat (Quelle: TLC Fotostudio)Fleischküchle mit Kartoffelsalat (Quelle: TLC Fotostudio)

Frikadellen schmecken am besten mit einem saftigen Kartoffelsalat. Rezept: Fleischküchle mit Kartoffelsalat

Hack-Beefsteak

Rezeptbild: Deutsches Beefsteak (Quelle: TLC Fotostudio)Deutsches Beefsteak (Quelle: TLC Fotostudio)

Zum deutschen Beefsteak  - einer etwas größeren, flachen Bulette - schmecken Spiegeleier und Röstzwiebeln. Rezept: Beefsteak

Frikadellen mit Gemüsepüree

Rezeptbild: Frikadellen mit würzigem Erbsenpüree (Quelle: TLC Fotostudio)Frikadellen mit würzigem Erbsenpüree (Quelle: TLC Fotostudio)

Zu den Klopsen passt auch ein Püree oder gröberer Stampf aus Kartoffeln, Karotten oder Erbsen. Rezept: Frikadellen mit Erbsenpüree

Nudeln mit Hackbällchen

Rezeptbild: Spätzle mit Hackbällchen (Quelle: TLC Fotostudio)Spätzle mit Hackbällchen (Quelle: TLC Fotostudio)

Kleine Frikadellen passen auch gut zu Nudeln aller Art. Besonders lecker wird das Gericht mit einer würzigen Tomatensoße. Rezept: Spätzle mit Hackbällchen

Mit Käse gefüllte Buletten

Rezeptbild: Frikadellen mit Gorgonzolafüllung (Quelle: TLC Fotostudio)Frikadellen mit Gorgonzolafüllung (Quelle: TLC Fotostudio)

Füllen Sie den Fleischteig doch mal mit Käse. Hierfür eignet sich Schafskäse oder auch ein Gorgonzola. Rezept: Frikadellen mit Gorgonzola

Hackbällchen griechische Art

Rezeptbild: Bifteki (Quelle: TLC Fotostudio)Bifteki (Quelle: TLC Fotostudio)

Die kleinen Bifteki werden mit Schafskäse gefüllt. Dazu passt Fladenbrot und ein griechischer Salat. Rezept: Bifteki

Lammbällchen mit Zimt

Rezeptbild: Lammröllchen (Köfte) (Quelle: Fackelträger Verlag GmbH)Lammröllchen (Köfte) (Quelle: Fackelträger Verlag GmbH)

Die würzigen Köfte kommen aus der türkischen Küche. Servieren Sie die Lamm-Frikadellen mit einer Tomatensoße und etwas Zimt. Rezept: Köfte

Die schwedische Variante

Rezeptbild: Fleischbällchen (Köttbullar) (Quelle: TLC Fotostudio)Fleischbällchen (Köttbullar) (Quelle: TLC Fotostudio)

Köttbullar werden gerne zu Kartoffeln und mit Preiselbeeren und einer sahnigen Soße gereicht. Sie schmecken aber auch zu Reis ausgezeichnet.Rezept: Köttbullar

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