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Arm aber Bio! - Kann sich ein Hartz IV-Empfänger ökologische Lebensmittel leisten?

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Bio-Lebensmittel für alle

Bio-Kost auch für Hartz IV-Empfänger

31.01.2011, 15:01 Uhr | wve

Bio-Kost auch für Hartz IV-Empfänger. Kann man von 4,35 Euro am Tag gesund essen und trinken? (Foto: imago)

Kann man von 4,35 Euro am Tag gesund essen und trinken? (Foto: imago)

 

Immer wieder hört man von Lebensmittelskandalen. Erst Anfang 2011 waren dioxinverseuchte Eier und Schweinefleisch im Handel entdeckt. Ein Grund für viele Menschen, öfter zu Bio-Produkten zu greifen. Diese sind aber um einiges teurer, als vergleichbare Lebensmittel ohne Biosiegel und deshalb nicht für jeden erschwinglich. Besonders Hartz IV-Empfänger müssen auf ihr Geld achten. Dass wenig Geld aber nicht gleichbedeutend mit schlechterem Essen sein muss, zeigt das Buch "Arm aber Bio!" von Rosa Wolff.

Öko-Küche für den kleinen Geldbeutel

Nicht mehr als 4,35 Euro zum Essen und Trinken haben und das jeden Tag. Für viele Menschen schwer vorstellbar, für Hartz IV-Empfänger hingegen Alltag. Wer wenig Geld hat, muss aber nicht unbedingt schlechte Lebensmittel oder Fertiggerichte zu sich nehmen. Auch wenn man sich ausschließlich von Bioprodukten ernähren möchte, kann man mit diesem Betrag über die Runden kommen. So lautet zumindest die Meinung von Rosa Wolff, Food-Journalistin. Die Freiberuflerin hat einen ihrer Auftraggeber verloren und sah sich deshalb gezwungen, mehr auf ihr Geld zu achten. Also machte sie aus der Not eine Tugend: Sie aß einen Monat lang nur Bio-Lebensmittel und versuchte, nie mehr als 4,35 Euro pro Tag auszugeben. Über diesen Selbstversuch hat sie das Buch "Arm aber Bio!" geschrieben. Mittlerweile ist auch das gleichnamige Kochbuch mit Bio-Rezepten für wenig Geld erschienen. Am Ende eines jeden Rezepts steht, wie viel die Zutaten für das jeweilige Gericht kosten. So weiß man genau, ob man es sich leisten kann oder nicht.

Eigentlich reichte das Geld nicht, um satt zu werden

Besonders in den ersten Tagen des Selbstversuchs hat das Geld nicht gereicht. Zwar musste Rosa Wolff für den Test von vorne anfangen und sich Grundnahrungsmittel wie Mehl oder Öl neu kaufen. Sich konsequent umzustellen und bei jedem Produkt ganz genau auf den Preis zu schauen, fiel ihr dennoch schwer.

Am Ende der 30 Tage hat sie es allerdings nicht geschafft, das Minus der ersten Tage wieder aufzufangen. Im Schnitt hat sie jeden Tag 17 Cent mehr ausgegeben, als der Hartz IV-Satz für Essen zum Zeitpunkt des Selbstversuchs war. Mittlerweile ist der Hartz-IV-Satz zwar um acht Euro erhöht worden, was dieses Defizit wieder ausgleichen würde. Aber Essen wird ja auch nicht billiger.

Hartz-IV-Bio kostet auch viel Zeit

Um für so wenig Geld ausschließlich Bio-Produkte zu essen, braucht man außerdem eine gewisse Affinität fürs Kochen, so die Erfahrung der Autorin. Denn sparen hieß auch, auf teure Fertigprodukte wie Brotaufstriche oder Tiefkühlpizza zu verzichten. Aber auch strenge Planung war für Wolff notwendig. Ein spontaner Einkauf oder ein Restaurantbesuch mit Freunden war in dem Selbstversuch nicht möglich.

Aber man muss nicht nur seine Spontaneität aufgeben, man muss auch unheimlich viel Zeit einplanen, um sich für 4,35 Euro ausschließlich von Bio-Produkten zu ernähren. Fragen wie: "Wann und wo bekommt man welches Produkt besonders günstig, was habe ich noch im Kühlschrank und was ist billig genug, um mit den Resten eine ganze Mahlzeit zuzubereiten?" stehen bei solch einem knappen Budget im Mittelpunkt.

Den Hunger aushalten, wenn kein Geld da ist

Das Fazit der Autorin lautet: Sie hat jeden Tag 17 Cent zuviel für Lebensmittel ausgegeben, in vielen Fällen musste sie ihren Hunger einfach aushalten, Einkauf und Planung haben sehr viel Zeit verschlungen und Fleisch oder Fisch standen nur sehr selten auf dem Speiseplan. Dennoch ist sie der Meinung, dass man sich auch mit wenig Geld Bio-Lebensmittel leisten kann. Auf die Frage, ob ein richtiger Hartz-IV-Empfänger, der nicht nur einen Monat mit 4,35 Euro pro Tag auskommen muss, diese Einschätzung teilt, gibt das Buch allerdings keine Antwort.

 
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