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Berühmtes Restaurant schließt

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Gastronomie  

"elBulli": 50-Gänge-Menü zum Abschied

01.08.2011, 09:19 Uhr | AFP

Berühmtes Restaurant schließt. Das Kult-Restaurant "ElBulli" verabschiedet sich mit einem 50-Gänge-Menü. (Foto: Reuters)

Das Kult-Restaurant "ElBulli" verabschiedet sich mit einem 50-Gänge-Menü. (Foto: Reuters)

Mit einem Festessen und anschließender Party für langjährige Mitarbeiter und Unterstützer hat der spanische Starkoch Ferran Adriá seinen Gourmettempel "elBulli" an der Costa Brava geschlossen. Seinen 50 Gästen servierte er ein 50-Gänge-Menü mit Gerichten seiner berühmten Molekularküche. Das Lokal im Mittelmeerort Cala Montjoi soll in den kommenden beiden Jahren zu einer Stiftung zur Ausbildung von Spitzengastronomen werden.

Flüssige Kroketten zum Abschied

Adriá eröffnete das Abendessen mit seiner Version eines trockenen Martinis, für den sich die Gäste eine zur kleinen Kugel verwandelte Olive auf die Zunge legten und diese mit Gin und Wermut besprühten. Als weitere Gänge gab es unter anderem Pistazienravioli, Muschelbaisers, flüssige Kroketten und Olivenölchips. Den Abschlussabend, der zugleich einen Neubeginn markieren sollte, setzte die Gesellschaft später mit einer Party fort.

Im "eBulli" werden jetzt Spitzköche ausgebildet

Das "elBulli" war im vergangenen Jahr vom Spitzenplatz der Liste der weltweit besten Gourmetlokale verdrängt worden und soll nun in eine Stiftung zur Ausbildung von Spitzenköchen umgewandelt werden. Adriá gilt als Vorreiter der Molekularküche, die Lebensmittel mit Hochtechnologie in neue Formen bringt. Zu seinen Entwicklungen gehören unter anderem Apfelkaviar, Kartoffelschaum, Parmesankristalle und mit flüssigem Stickstoff gefrorene Stopflebernudeln.

Ausbildung beginnt erst 2014

"Die Umwandlung ist nicht einfach, es gibt viel zu organisieren", sagte Adriá, der seit 1987 Chefkoch im "elBulli" war und seither fünf Mal die Auszeichnung zum weltbesten Lokal für das Haus einstrich. Für ihn war das Abschlussessen allerdings kein trauriges Ereignis, sondern Grund zur Freude. "Wir sind sehr, sehr glücklich, weil das Projekt fortgesetzt wird", sagte der 49-Jährige. Die Stiftung soll nach früheren Angaben des Starkochs ab dem Jahr 2014 bis zu 25 Stipendien jährlich an angehende Spitzengastronomen vergeben. Sie sollen mit früheren "elBulli"-Mitarbeitern neue kulinarische Kreationen entwickeln.

Adriá hatte keine Zeit mehr für neue Ideen

Seiner Arbeit als Chefkoch und Betreiber des Restaurants weint Adriá erst einmal nicht nach. Die Arbeit habe ihm keine Zeit mehr für Neuentwicklungen gelassen, sagte er. Für die jährlich zur Verfügung stehenden 8000 Gästeplätze hatte es stets um die zwei Millionen Anfragen gegeben. "Wir haben ein Monster geschaffen, und es war an der Zeit, es zu bändigen", sagte Adria.

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