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Gühwein: Fünf klassische Fehler beim Selbermachen

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Von Hitze bis Zutaten  

Fünf typische Fehler beim Selbermachen von Glühwein

05.12.2016, 11:18 Uhr | dpa-tmn

Gühwein: Fünf klassische Fehler beim Selbermachen. Ein Glühwein mit hochwertigen Zutaten verursacht keinen Brummschädel, sagen Experten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ein Glühwein mit hochwertigen Zutaten verursacht keinen Brummschädel, sagen Experten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wenn es draußen kalt und ungemütlich wird; haben alkoholische Heißgetränke wie Glühwein Hochsaison. Selbstgemacht schmeckt der Klassiker besonders lecker. Allerdings kann man dabei einiges falsch machen. 

Viele denken, dass etwa ein guter Wein oder hochwertige Gewürze im Glühwein unnötig sind.

Fehler Nummer 1: minderwertige Zutaten 

Doch die Qualität sei wichtig, sagt Ernst Büscher, Sprecher des Deutschen Weininstituts. "Wer einen lieblichen Rotwein nimmt, muss nicht mehr so viel zusätzlich süßen wegen der natürlichen Traubensüße." Außerdem sollten die Gewürze frisch und hochwertig sein.

Auch Roman Bickel, Barmanager im Berliner Hotel Palace empfiehlt: "Keine billigen Landweine verwenden, sondern Qualitätsweine." Zu teuer müssten diese allerdings nicht sein. Für einen Preis von 2,50 bis 5 Euro bekomme man schon einen passenden Tropfen.

Fehler Nummer 2: zu starke Hitze

Beide Experten sagen: Ein Kardinalfehler bei der Zubereitung des Glühweins sei es, den Wein zu stark zu erhitzen. "Dann werden die Gewürze bitter, und die Fruchtaromen des Weins gehen verloren", sagt Büscher. Ab einer Temperatur von 78 Grad Celsius entweicht außerdem der Alkohol. Ideal seien 50 bis 60 Grad.

Fehler Nummer 3: zu viele Gewürze

Ferner sollte man die Aromen der Gewürze nicht unterschätzen und sie vorsichtig einsetzen. "Gerade zu viel Gewürznelke kann den Glühwein ungenießbar machen", sagt Barmanager Bickel. Aber auch Zimt, Sternanis und Piment können den Genuss verderben und die Fruchtaromen des Weins überdecken, ergänzt Büscher.

Und auch beim Süßen ist weniger mehr. Wer einen lieblichen Wein als Grundlage verwendet, braucht häufig nicht mehr viel Zucker oder Honig.

Fehler Nummer 4: nicht genug Zeit eingeplant

Ein guter Glühwein braucht Zeit. "Nach dem ersten Erhitzen sollte er ruhig ein paar Stunden ziehen", sagt Ernst Büscher. Manche Profis ließen den Glühwein auch über Nacht stehen, damit sich die Aromen voll entfalten können. Danach den Glühwein durch ein Sieb gießen, damit die Gewürze beim Trinken nicht stören.

Fehler Nummer 5: den Alkoholgehalt unterschätzen

Wer abends Glühwein getrunken hat, spürt das oft am nächsten Tag: Der Kopf brummt. Viele schieben das auf die Gewürze. Das sei aber eigentlich nicht das Problem, sagt Büscher. "Weil man den Alkohol kaum schmeckt, unterschätzen viele den Gehalt und trinken schlicht zu viel." Tatsächlich enthalte ein Glühwein oft rund zwölf Prozent Alkohol. Gerade wer draußen in der Kälte trinkt, nimmt mitunter einen Becher zu viel - weil er gern etwas Warmes in den Händen und später im Bauch hat.

Büscher empfiehlt: Dann lieber mit Tee oder alkoholfreiem Punsch abwechseln. "Die Grundregel ist: Wer so viel Wasser wie Wein trinkt, hat am nächsten Tag nicht so viele Probleme." Und: Auch hier ist die Qualität entscheidend, sagt Büscher. "Bei guten Zutaten bekommt man keinen Brummschädel."

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