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In Bayern tobt ein süffiger Streit um das Reinheitsgebot

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500 Jahre oder doch älter?  

In Bayern tobt ein süffiger Streit um das Reinheitsgebot

30.01.2016, 11:44 Uhr | dpa

In Bayern tobt ein süffiger Streit um das Reinheitsgebot. In Bayern tobt ein Streit um das Reinheitsgebot. (Quelle: dpa)

In Bayern tobt ein Streit um das Reinheitsgebot. (Quelle: dpa)

Während Bayern die Feiern zum 500. Jubiläum des Reinheitsgebotes für das Bierbrauen plant, zürnen die Franken. Denn um das gerne für die Werbung genutzte Dogma deutscher Braukunst ist ein kurioser Streit entbrannt.

Kern des Streits ist die Frage: "Wer hat's erfunden?" Die eigentliche Wiege des bayerischen Reinheitsgebots stehe gar nicht in Altbayern, wie das Jubiläum 2016 suggeriere, sondern in Franken. Das sagte der Vorsitzende des Fränkischen Bundes, Wolfgang Hoderlein, der Deutschen Presse-Agentur. "Die Staatsregierung pflegt hier ein Klischee, das gar nicht von der historischen Faktenlage gedeckt ist."

27 Jahre älter als offiziell behauptet

Bereits 27 Jahre vor dem Erlass des Reinheitsgebots der bayerische Herzöge habe der Bamberger Fürstbischof Heinrich III. "für Bamberg und das Umland" ein Bier-Reinheitsgebot erlassen. Darin heißt es, dass im Bier "nicht mere denn Malz, Hopfen und Wasser verwendet" werden dürfe, berichtet der frühere bayerische SPD-Chef. Der Erlass stamme vom 12. Oktober 1489.

Ein Archivar des Bamberger Staatsarchivs habe das Dokument vor zwei Jahren entdeckt, sagte der Chef des Fränkischen Bundes. Der Verein setzt sich seit 25 Jahren für fränkische Interessen im Freistaat Bayern ein.

Bayerischer Brauerbund widerspricht nicht

Der Bayerische Brauerbund hatte bereits eingeräumt, dass es neben dem bayerischen Reinheitsgebot schon früher örtlich begrenzte Vorschriften zum Bierbrauen gab: 1156 für Augsburg, 1293 für Nürnberg, 1363 für München und 1447 für Regensburg. Auf das Deutsche Reich wurde das bayerische Reinheitsgebot übrigens erst im Jahr 1906 ausgedehnt.

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