Tönung
Zeigen Sie mit einer Tönung Mut zur Farbe22.11.2006, 11:46 Uhr | ag, t-online.de
Ob Rot, Blond, Blau oder Silbergrau: Wer Mut zur Farbe beweißt, sollte bei der Wahl darauf achten, dass die neue Haarfarbe zur eigenen Persönlichkeit passt. (Foto: Imago)Es gibt wohl kaum eine effektivere Möglichkeit, schnell den Typ zu wechseln, als eine Tönung zu verwenden. Blondinen, die sich in einen Rotschopf verwandeln, oder Brünette, die mit schwarzen Strähnchen frisch gestylt den Friseurladen verlassen, kennen das neue Lebensgefühl, das ein Farbwechsel bewirken kann. Was den Farbton angeht, lässt sich heute einiges drehen: blau, rosa, platinblond, tizianrot - alles ist möglich. Doch die Haarfarbe muss zur Persönlichkeit passen - sonst endet das Experiment in einer großen Enttäuschung. Am besten Sie probieren vorher aus, wie die gewünschte Farbe bei Ihnen wirkt und ob Ihnen der neue Look steht. Unser Frisuren-Styler bietet Ihnen die Möglichkeit, neue Frisuren und Haarfarben am eigenen Foto zu testen.
Fotoserie Was Ihre Haarfarbe über Sie verrät
Selbsttest Ein Tag als Blondine
Beim Tönen kann der natürliche Farbton nur um einige Nuancen verändert werden. Da die Farbpigmente nur oberflächlich am Haar angelagert sind, ist die Farbe bereits nach ein Paar Haarwäschen wieder verschwunden. Grundsätzlich funktioniert eine Tönung nur, wenn die Haare heller sind als der neue Farbton. Brünette Haare können also nicht blond getönt werden. Auch bei grauen Haaren ist eine Tönung weniger geeignet. Prinzipiell gilt: Je heller das Haar, desto stärker ist der Effekt von Tönungen. Bei blondiertem Haar sollte man vorsichtig sein. In die aufgeraute Struktur können die Pigmente tiefer eindringen und lassen sich so schwer wieder herauswaschen. Das ist beispielsweise bei Intensivtönungen der Fall, die Rotnuancen enthalten. Etwa acht bis zehn Wochen halten diese Produkte mit der so genannten Haltbarkeitsstufe II. Da hier in der Regel kein Ammoniak enthalten, sind sie sanft zum Haar.
Wenn man sicher ist, die richtige Farbe gefunden zu haben, dann können die Haare mit Färbungen der Haltbarkeitsstufe III dauerhaft in der neuen Lieblingsfarbe erstrahlen. Bei der Färbung werden die natürlichen Farbpigmente der Haare im allgemeinen durch ein Oxidationsmittel zerstört. Im Gegensatz zur Tönung ist auch ein kompletter Farbwechsel möglich. Die Haare werden dabei strapaziert und benötigen eine spezielle Pflege zur Nachbehandlung. Besonders schonend sind neu entwickelte Kolorationen, die ohne Oxidationsmittel und Ammoniak auskommen. Hier fixiert eine aus Zuckerrohr gewonnene Säure die Farbpigmente am Haar. Danach gibt es allerdings kein zurück mehr. Denn die Farbpigmente sind nach der Färbung fest im Haar eingeschlossen, können daher nicht ausgewaschen werden. Sie müssen langsam herauswachsen.
Wer einfach nur ein wenig Leben ins Haar bekommen möchte, jedoch keinen kompletten Farbwechsel wünscht, ist mit Strähnen gut beraten. Sie lassen sich mit verschiedenen Techniken realisieren. Neben Kammsträhnen und Foliensträhnen gibt es noch die Haubensträhnen. Und unter "American colours" versteht der Friseur mehrfarbige Strähnen. Bei blonden Haaren sind übrigens gerade so genannte "Tricolor-Strähnen" im Trend - sie bestehen aus drei aufeinander abgestimmten Blond- oder Kupfertönen und bewirken einen natürlichen Blondton. Wenn man noch unsicher ist, welcher Farbton es letztendlich sein soll, einfach beim Friseur Probesträhnen ins Haar machen lassen. Es gibt sogar Produkte, die auswaschbar sind. So kann man vor einer Komplettkoloration die Farbe testen und es fällt nicht auf.
Bei blondierten, ausgeblichenen Spitzen kann es manchmal vorkommen, dass beim dunklen Kolorieren ein Grünstich zum Vorschein tritt. Das kann auch bei einem Schwimmbadbesuch passieren. Der Auslöser können Kupferionen aus Wasserleitungen sein, die sich in den Poren der blondierten Haare ablagern. Der grüne Schimmer lässt sich dann mit Zitronensaft herausbekommen, dem zusätzlich Vitamin C zugegeben wurde. Wenn Ihnen nach einer Tönung der neue Farbton nicht gefällt, gibt es zu einigen Produkten einen so genannten Remover. Er sorgt dafür, dass die großen Farbmoleküle wieder in kleinere Bausteine gespalten und ausgewaschen werden können. Bei einer Färbung mit Oxidationsmitteln hilft jedoch meist nur eines: der Gang zum Friseur.
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22.11.2006, 11:46 Uhr | ag, t-online.de
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