Locken
Haarpflege: So bringen Sie Ihre Locken in Schwung| Linda Freutl
Locken: Welche Frisur und Hilfsmittel sie in Szene setzen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Ob Naturkrause, große Wellen oder Wickler-Mähne: Locken sorgen für mehr Bewegung im Haar. Bei einer welligen Frisur gilt jedoch: Locke ist nicht gleich Locke. Zu unterschiedlich müssen Naturlocken, aufgedrehte Kringel oder dauergewelltes Haar gepflegt und gestylt werden. Wir sagen Ihnen, welche Frisur richtig lockt, wie Sie Locken am besten stylen und welche Hilfsmittel Sie benötigen.
Naturlocken wirken wild und widerspenstig. Damit sie ihre natürliche Sprungkraft jedoch voll entfalten können, brauchen sie eine Extraportion Pflege. Der Grund: Bei naturgekraustem Haar liegt die Schuppenschicht nicht geschlossen an wie bei glattem Haar. Stattdessen ist sie rau und lückenhaft, Dadurch entstehen die wilden Kringel. Feuchtigkeit und Proteine gehen hier oft verloren. Die Struktur erscheint spröde, stumpf und neigt zu Verfilzungen. Um diesen Haarsünden vorzubeugen, braucht es spezielle Kuren und Spülungen für lockiges Haar. Sie arbeiten mit Kalzium und natürlichen Ölen, die die Hornschicht schließen. So erscheinen die Haare weicher und gesünder. In Sachen Styling gilt: Naturlocken an der Luft trocknen lassen. Denn heiße Fönluft greift die ohnehin schon löchrige Hornschicht zu sehr an. Ein Tipp: Zwirbeln Sie mit den Fingern einzelne Strähnen wie eine Schnecke zusammen und stecken Sie das Ganze mit Clips fest. Sobald das Haar trocken ist, lösen Sie die Clips und schütteln es mit den Fingern auf.
Wer keine natürliche Lockenpracht hat, der macht sich eben welche. Mit Lockenstab und anderen Hilfsmitteln ist das kein Problem: Um glattes Haar in eine schöne Lockenpracht zu verwandeln, sollte man beim Waschen auf den Conditioner verzichten. Denn er macht das Haar schwer und weich. Eine gute Basis für das Locken-Styling ist Lockenmousse. Für einen natürlichen Locken-Look sollte man unterschiedlich große Wickler verwenden. Tipp: Wickeln Sie diese nie bis ganz zum Haaransatz, sondern hören Sie etwa zwei Zentimeter davor auf. Wer Pony trägt, dreht diesen einfach über einen Maxiwickler nach innen.
Nach dem Fönen die Haare kurz auskühlen lassen und die Wickler herausnehmen. Damit die Spannkraft erhalten bleibt, die Lockenpracht keinesfalls durchbürsten, sondern mit den Fingern zurecht zupfen. Für mehr Volumen toupieren Sie den glatten Ansatz vorsichtig an. Da von Natur aus glatte Haare schnell dazu neigen, sich wieder glatt zu hängen, sollten Sie die Lockenpracht mit Haarspray fixieren. Verwenden Sie besser kein Wachs oder Stylingcremes – diese beschweren die Haare nur unnötig.
Länger Freude an der Lockenpracht hat man freilich, wenn sie permanent ist. Seit dem letzten Dauerwellen-Boom in den 70er- und 80er-Jahren hat sich auf diesem Gebiet zum Glück einiges getan. Für die perfekte Welle verwenden Frisöre heute Riesenwickler und nicht wie früher die Mini-Kringel. Um das Ergebnis so natürlich wie möglich wirken zu lassen, werden nur noch einzelne Strähnen gelockt. Der Rest bleibt glatt. Trotz verbesserter Dauerwellenflüssigkeit ist die chemische Prozedur auch heute eine Belastungsprobe für das Haar. Wer sich dafür entscheidet, sollte dem Haarglanz zuliebe auf Farbe und Strähnchen verzichten. Damit das chemisch behandelte Haar nicht brüchig wird, braucht es intensive Pflege mit speziellen Dauerwell-Produkten. Zudem sollten Trägerinnen von Dauerwellen im Sommer auch für die Haare einen UV-Schutz verwenden.
| Linda Freutl
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