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    Ernährung: Ist Honig gesünder als Zucker?

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    ERNÄHRUNG | HONIG  

    Ist Honig gesünder als Zucker?

    27.06.2008, 14:11 Uhr | cme, ug

    Ernährung: Honig - gesünder als Zucker? (Foto: imago)Honig - gesünder als Zucker? (Foto: imago)Süß und gesund: Honig gilt als leckere Alternative zum Zucker. Zudem dient er seit Jahrtausenden als Haus- und Heilmittel gegen Halsschmerzen, Husten und Fieber. Doch nicht immer erfüllt das Naturprodukt die hohen Erwartungen. Denn Vitamine und Mineralstoffe sind nur in winzigen Mengen enthalten. Selbst klebriges Nougat oder Marzipan enthalten deutlich mehr Nährstoffe. Aus Sicht von Ernährungsexperten ist Honig daher nicht unbedingt besser als Zucker. Er enthält zum Beispiel nahezu genauso viele Kalorien. Ist Honig wirklich so wertvoll oder ist Zucker ebenso gesund?

    Auch Honig macht dick

    "Ernährungsphysiologisch ist Honig genauso zu bewerten wie Zucker", sagt Ernährungswissenschaftlerin Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Denn das Bienenprodukt besteht zu etwa 80 Prozent aus Zucker und zu knapp 20 Prozent aus Wasser. Dementsprechend ist auch der Kaloriengehalt nur um ein Fünftel geringer als der von Haushaltszucker. Hundert Gramm Honig liefern etwa 300 Kalorien. Er ist ebenso energiereich und besonders für Abnehmwillige keine gesündere Alternative zu Haushaltszucker.

    Zahnfreundliche Zucker-Alternative?

    Allerdings besitzt Honig eine stärkere Süßkraft, sodass er sparsamer verwendet werden kann. Oftmals wird auch behauptet, Honig sei das zahnfreundlichere Süßungsmittel. Da er jedoch aus verschiedenen Zuckerarten, vor allem Trauben- und Fruchtzucker besteht, schadet er den Zähnen ebenso wie Kristallzucker. Er haftet aufgrund seiner klebrigen Konsistenz mitunter sogar länger an den Zähnen und bietet so Karies-Bakterien eine Ernährungsgrundlage.

    Heiße Milch mit Honig - ein Mythos

    Die positiven Wirkungen des Honigs beruhen auf etwa 180 Begleitstoffen, die in ihrer Menge und Zusammensetzung jedoch stark schwanken können. Dazu zählen verschiedene Geschmacksstoffe ebenso wie entzündungshemmende Enzyme. Letztere machen Honig zu einem bewährten Hausmittel gegen Erkältungskrankheiten und zur Wundheilung. In Tee oder heißer Milch verliert der goldene Saft allerdings seine Wirkung, denn die Enzyme werden bei Temperaturen über 40 Grad Celsius zerstört.

    Unbehandeltes Naturprodukt?

    Viele Honigfans greifen zu dem Bienenprodukt, da es - im Gegensatz zu Haushaltszucker - als unbehandeltes Naturprodukt gilt. Laut Honigverordnung muss es ohne Zusätze und ohne Veränderungen in den Handel gebracht werden. Dass dies nicht immer der Fall ist, zeigen verschiedene Tests der vergangenen Jahre. So weist die Stiftung Warentest darauf hin, dass die antibiotisch wirksamen Stoffe im Honig stark schwanken, je nachdem wann und wo die Bienen den Nektar sammeln. Bei einer Untersuchung fielen die Hälfte der getesteten Produkte durch. Die Gründe: Fremdartiger Geschmack, falsche Deklaration oder Antibiotika-Rückstände. Deutlich besser fiel der Test des Magazins "Öko-Test" im Herbst 2006 aus. Fast alle getesteten Produkte waren schadstofffrei. Offenbar sind die verstärkten Bemühungen der Hersteller um Qualität erfolgreich.

    Für Babys bleibt Honig tabu

    Wer Wert auf ein naturbelassenes Süßungsmittel legt, trifft mit Honig also eine gute Wahl. Zudem bieten die unterschiedlichen Sorten eine Vielzahl von Geschmacksvariationen. Allzu großen gesundheitlichen Nutzen sollte man sich von dem Bienenprodukt allerdings nicht versprechen. Für Kinder unter zwölf Monaten ist Honig übrigens tabu. Bakteriensporen aus dem Honig können im unausgereiftem Darm auskeimen und Giftstoffe bilden, die sogar lebensgefährlich sein können.

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