Fasten
Das bringt Fasten wirklich08.03.2011, 11:47 Uhr | bt, ap, Pressetext
Am Aschermittwoch bricht wieder die Zeit des Verzichts an - Die Fastenzeit beginnt. Immer mehr Menschen fasten nicht nur, um abzunehmen, sondern auch um sich von Alltagsstress und anderen psychischen Belastungen zu befreien. Sieben Fasten-Mythen auf dem Prüfstand.
Der Verzicht auf feste Nahrung helfe, den Alltagsstress zu überwinden und unnötigen Ballast abzuwerfen, so die Österreichische Gesellschaft für Gesundheitsförderung (GGF). Dabei bedeutet Fasten nicht gleich Nulldiät. Bei nahezu allen Fastenkuren sind bestimmte Lebensmittel erlaubt. Derzeit verbreitete Methoden sind Früchte - oder Suppenfasten. Anders beim Heilfasten: Dann gibt es nur Tee, Wasser, Saft und Brühe. So soll der Körper entschlackt werden, meinen die überzeugten Faster.
Besonders in den ersten Tagen des Fastens stellt sich der Körper auf den Hungerstoffwechsel ein. Dabei bilden sich sogenannte Ketosäuren wie zum Beispiel Aceton. Dessen säuerlichen Geruch kennt man von Nagellackentferner. Die unangenehme Folge sind Mund- und Körpergeruch. Wer fastet, sollte deshalb seinen Mitmenschen zuliebe besonders auf seine Körper-Hygiene achten. Regelmäßiges Duschen, gründliches Zähneputzen und luftdurchlässige Kleidung sind unverzichtbar. Gegen Mundgeruch helfen Chlorophyll-Tabletten aus der Apotheke.
Befürworter von Fastenkuren verweisen oft darauf, dass der Körper von schädlichen "Schlacken" befreit werde. Mediziner sehen das anders: "Schlacken gibt es aus medizinischer Sicht gar nicht", sagt der Ernährungsmediziner Professor Jürgen Stein von der Universitätsklinik in Frankfurt am Main. Endprodukte des Stoffwechsels werden über Niere, Darm oder Haut ausgeschieden. Das bestätigt auch Silke Restemeyer von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Doch wenn es keine Schlacken gibt, was passiert dann im Körper? Wie in Hungerzeiten muss der Körper beim Fasten auf seine Energiereserven zurückgreifen. Da die Kohlenhydratspeicher schnell aufgebraucht sind, werden ab dem zweiten Tag die Fettreserven angegriffen.
Wer für die Traumfigur fastet, wird auf lange Sicht jedoch enttäuscht. Denn Pfunde purzeln nur durch eine dauerhaft gesunde Ernährung. Werden die Essgewohnheiten nicht langfristig umgestellt, droht der Jojo-Effekt. Außerdem sollten nur gesunde und belastbare Menschen das Fasten wagen. Bei mehr als sieben Tagen sollte man den Arzt zu Rate ziehen. Für Schwangere oder Menschen mit schwachem Immunsystem ist der Nahrungsverzicht eher schädlich.
Ratgeber - Richtig Fasten: Welche Fehler Sie vermeiden sollten
Ratgeber - Fastenkur: Wer darf fasten – und wer sollte es nicht tun?
08.03.2011, 11:47 Uhr | bt, ap, Pressetext
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