Ernährung
Fett bremst beim Abspecken17.03.2008, 11:52 Uhr | ug, cme
Überschüssiges Fett rund um Bauch und Hüften bremst die Fettverbrennung in den Zellen. (Foto: Archiv)Der Winterspeck soll endlich weg - doch Abnehmen fällt vielen schwer. Warum das so ist, haben jetzt finnische Forscher herausgefunden. Demnach sind die Pfunde auch deshalb so hartnäckig, da überschüssiges Fett die Zellkraftwerke lahmlegt. Besonders bei Übergewichtigen funktioniert die Fett- und Nährstoffverbrennung sehr viel langsamer als bei normalgewichtigen Menschen. Ein weiterer Nebeneffekt: So entstehen im Körper große Mengen ungesunder Stoffe, die zu Entzündungen und Krankheiten wie beispielsweise einer Fettleber führen können. Wir verraten Ihnen typgerechte Abnehm-Tipps und Tricks, wie Sie ihren Fettstoffwechsel am besten in Schwung bringen.
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Die Forscher aus Finnland untersuchten 14 eineiige Zwillingspaare. Dabei war ein Zwilling jeweils normalgewichtig, der andere litt unter Übergewicht. Das Ergebnis: Die schwereren Testpersonen besaßen nicht nur mehr Bauchfett, ihre Fettzellen waren auch deutlich größer als die ihrer schlanken Geschwister. Zudem funktionierte der Stoffwechsel bei den pfundigen Geschwistern deutlich schlechter und ihre Muskeln waren weniger entwickelt. Ebenfalls kritisch für die Gesundheit und die schlanke Linie: Sogar ihre Erbsubstanz änderte sich aufgrund des Übergewichts. Die Fettzellen enthielten nur die Hälfte derjenigen DNA, die für Fettverbrennung verantwortlich ist. Daher können sie überschüssiges Fett nur sehr langsam in Energie umwandeln, so die Forscher.
Doch nicht nur der eigene Körper, sondern auch die äußeren Einflüsse bestimmen unser tägliches Essverhalten. So werden wir durch Gerüche, Farben und eine große Auswahl an Lebensmitteln und Gerichten zum Essen und Naschen verführt. Wer kennt nicht den Büffet-Effekt? Je größer die Auswahl ist, umso häufiger langen wir zu. Auch die Portionsgröße hat einen Einfluss darauf, wie viel wir essen. So entdeckten Wissenschaftler der University of Illinois, dass die meisten Menschen versuchen ihren Teller leer zu essen, selbst wenn dieser unbemerkt immer wieder durch einen Schlauch im Tellerboden nachgefüllt wird. Diesen Effekt machen sich übrigens Fast Food-Ketten und Lebensmittelhersteller zunutze, indem sie immer mehr XXL-Menüs und Kingsize-Portionen anbieten.
Sind wir also unseren Essgelüsten hilflos ausgeliefert? Nein, sagt Brian Wansink, Autor des Buches Essen ohne Sinn und Verstand (Campus Verlag 2008). Es gibt einen unbewussten Spielraum, in dem wir handeln können. So kann man auch hartnäckige Naschgewohnheiten in den Griff bekommen, wenn man zunächst die verzehrte Menge verringert und die Gelegenheiten zu ungezügeltem Essverhalten einschränkt. Zum Beispiel kann es helfen, keine Großpackungen mehr zu kaufen und möglichst wenige Vorräte anzulegen. Die vorhandenen Vorräte sollte man möglichst weit weg packen, um nicht bei jeder Gelegenheit zuzugreifen. Auch beim Essen mit Freunden, am Büffet und im Restaurant gibt es kleine Tricks, die verhindern, dass wir zu viele Kalorien zu uns nehmen. Am Ende sind es schließlich die 100 oder 200 Kilokalorien weniger pro Tag, die uns beim Abnehmen helfen oder zumindest verhindern, dass wir weiter zunehmen.
Ein weitere gesunde Maßnahme, um Übergewicht zu bekämpfen und den Stoffwechsel ins Gleichgewicht zu bringen: Regelmäßig frühstücken. Studien haben gezeigt, dass Menschen, die morgens etwas essen, im Schnitt schlanker sind als Frühstücksmuffel. Wer frühstückt, nimmt zwar mehr Kalorien pro Tag zu sich, verbrennt aber auch mehr Energie als diejenigen, die auf die morgendliche Mahlzeit verzichten, so US-Wissenschaftler der University of Minnesota. 2,3 Kilogramm weniger wogen die Frühstückfans demnach durchschnittlich. "Möglicherweise fühlten sich diejenigen, die frühstückten, weniger lethargisch", sagte Studienleiter Mark Pereira gegenüber BBC Online. Unser Tipp: Vollkornbrot oder Müsli sättigen lange und beugen Heißhunger vor. Schinken oder Quark dazu liefern wertvolles Eiweiß und bringen weniger Kalorien mit als Nutella oder Leberwurst.
Auch das richtige Trinken gehört zu den Geheimnissen schlanker Menschen. Denn wer genug trinkt, tut sich mit dem Abnehmen leichter. Oft isst man etwas, obwohl man eigentlich Durst hat. Eine neue Studie belegt, dass Wassertrinken sogar Kalorien verbraucht, zumindest wenn auf nüchternen Magen getrunken wird. Insgesamt sollten es jeden Tag anderthalb bis zwei Liter sein. Außer Wasser sind auch Schorlen oder Kräutertees zum Durstlöschen geeignet.
So genannte Crash- oder Null-Diäten sind hingegen nicht nötig, um schlank zu werden und zu bleiben. Im Gegenteil: Drastischer Kalorienverzicht führt auf Dauer zum Jojo-Effekt. Schlanke Menschen sind nicht ständig auf Diät, sondern haben gesündere Lebensgewohnheiten. Nicht weniger, sondern anders essen heißt daher die Devise: Regelmäßige Mahlzeiten und weniger Snacks nebenher. Mehr Vollkorn und Frischkost, dafür weniger Fett und Fast Food. Ungesunde Angewohnheiten wie das Essen vor dem Fernseher kann man sich auch wieder abgewöhnen - und vermisst sie irgendwann nicht mehr.
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17.03.2008, 11:52 Uhr | ug, cme
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