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Brot: Backwaren mit Körnern sind nicht unbedingt gesünder

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Brot

Sind Brot und Brötchen mit Körnern gesünder?

14.02.2012, 12:34 Uhr | cme, t-online.de

Körner auf Brot und Brötchen sagen nichts darüber aus, wie gesund die Backwaren sind. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Körner auf Brot und Brötchen sagen nichts darüber aus, wie gesund die Backwaren sind. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wer gesundes Brot kaufen möchte, greift häufig zu dunklen oder körnigen Varianten. Doch Körner auf der Kruste sagen nicht viel darüber aus, wie viel volles Korn tatsächlich in den Backwaren steckt. Wir haben nachgefragt, wie man gesundes Brot erkennt. Das sind die zehn gesündesten Brotsorten.

Hauptsache Vollkorn

Brot gilt hierzulande als der wichtigste Ballaststofflieferant - allerdings nur, wenn man sich nicht nur Weißbrot auf den Teller lädt. Denn bei ausgemahlenem Mehl werden die äußersten Schichten des Getreidekorns entfernt. Dem Mehl fehlen somit nicht nur Ballaststoffe, sondern auch Mineralstoffe und Vitamine. "Wählen Sie möglichst Brot, das aus Vollkornmehl oder Vollkornschrot gebacken wurde", lautet daher der wichtigste Tipp von Expertin Restemeyer, Ernährungswissenschaftlerin der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Farbe und Körner sagen wenig aus

Ob ein Brot tatsächlich aus Vollkornmehl gebacken wurde, ist auf den ersten Blick nicht leicht zu erkennen. Die Farbe des Brotes sagt ebenso wenig aus wie die Zahl der Körner auf der Kruste. So enthält ein relativ helles Grahambrot (Weizenvollkornbrot) mehr wertvolle Inhaltsstoffe als ein dunkel gefärbtes Roggenbrot aus ausgemahlenem Mehl. Achten Sie am besten auf die Bezeichnung "Vollkornbrot". Nur Brote, die zu mindestens 90 Prozent aus Vollkornmehl oder -schrot bestehen, dürfen so bezeichnet werden. Wer keine groben Körner verträgt, fragt am besten nach fein gemahlenem Vollkornbrot. Bei verpacktem Brot hilft der Blick auf die Packung: "Vollkornmehl oder Vollkornschrot sollte möglichst weit vorne stehen", sagt Silke Restemeyer.

Vorsicht bei Fantasienamen

"Fünf-Körner-Brot", "Bergsteigerbrot" oder "Quarkbrot": Bäcker zeigen viel Fantasie, um ihrem Brot ein positives und gesundes Image zu verpassen. Doch solche Fantasienamen sagen über die Qualität wenig aus. Allerdings muss der Bäcker zusätzlich die Brotsorte (Verkehrsbezeichnung) angeben. Diese Bezeichnungen, wie zum Beispiel "Roggenbrot", "Weizenmischbrot" oder "Roggenvollkornbrot", sind geschützt und müssen bestimmte Vorgaben einhalten. Dennoch kann es nicht schaden, ab und zu die Brotsorte zu wechseln. Das schmeckt nicht nur besser, sondern liefert auch von den Inhaltsstoffen her mehr Abwechslung.

Ist Brot vom Bäcker besser?

Aus ernährungsphysiologischer Sicht gibt es kaum einen Unterschied zwischen Brot vom Bäcker und verpacktem Supermarktbrot. Zwar darf abgepacktes Brot Konservierungsstoffe enthalten, die meisten Hersteller verzichten allerdings darauf und machen ihr Produkt per Pasteurisieren haltbar, also durch nachträgliches kurzzeitiges Erhitzen. Geschmack, Frische und Konsistenz leiden allerdings durch das Verpacken, sodass eine knusprige Kruste und ein frisches Aroma bei Supermarktbrot selten zu finden sind.

Ratgeber - Deutsches Brot: Große Vielfalt oder Industrieprodukte?

14.02.2012, 12:34 Uhr | cme, t-online.de

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