14.10.2008, 12:14 Uhr | cme, t-online.de
Obst und Gemüse schützen vor Krebs. (Foto: imago)Schützen Obst und Gemüse nun vor Krebs oder nicht? Diese Frage diskutieren Forscher schon seit Jahren. Die Antwort ist - wie so häufig in der Wissenschaft - etwas kompliziert: Ja, aber nur vor einigen Krebsarten und nicht jede Sorte schützt gleich stark. So zeigte die groß angelegte europäische EPIC-Studie (European Prospective Investigation of Cancer), dass vor allem die in Obst und Gemüse enthaltenen Pektine das Risiko für Magen- und Darmkrebs deutlich senken. Den Mechanismus, der dahintersteckt, haben britische Forscher nun entschlüsselt.
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Als Ballaststoffe werden pflanzliche Fasern bezeichnet, die der Darm nicht oder nur teilweise aufspalten kann. Sie können vom Körper kaum zur Energiegewinnung genutzt werden und werden daher wieder ausgeschieden. Früher hielt man die Fasern für unnütz - daher auch der Name "Ballast"-Stoffe. Heute weiß man, dass Ballaststoffe sehr unterschiedlich aufgebaut sind und im Körper verschiedene Funktionen erfüllen. So binden die Fasern im Darm Wasser, erhöhen das Stuhlvolumen und verbessern Sättigung und Verdauung. Zudem binden sie im Darm Cholesterin, Mikroorganismen sowie verschiedene andere Stoffe und verhindern einen starken Blutzuckeranstieg. Auch eine Schutzwirkung vor Darmkrebs wird ihnen nachgesagt.
Die EPIC-Studie zeigte, dass ein Ballaststoffverzehr von mehr als 35 Gramm am Tag das Risiko an Darmkrebs zu erkranken, um bis zu 40 Prozent senkt. Dies erreicht man, indem man reichlich Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse auf den Speiseplan setzt. Wer zudem noch auf mehr als 500 Gramm Obst und Gemüse pro Tag kommt, senkt auch sein Risiko für Krebsarten des oberen Verdauungstraktes, zum Beispiel für Magen- oder Speiseröhrenkrebs.
Welche Art von Ballaststoffen für die krebsschützende Wirkung verantwortlich ist, scheint noch nicht vollständig geklärt. Wissenschaftler des Institute of Food Research in Norwich konnten nachweisen, dass der in Obst und Gemüse vorkommende Ballaststoff Pektin den Darm schützt. Er bindet sich nämlich an das Eiweiß Galectin 3, das in der Krebsentwicklung eine große Rolle spielt. Das schädliche Eiweiß wird dadurch vermutlich gehemmt. Eine ähnliche Wirkung wurde zuvor auch bei löslichen Ballaststoffen aus Getreide beobachtet. Insofern scheint doch die einfache Regel gültig, am besten insgesamt viele Ballaststoffe, also Obst, Gemüse und Vollkorngetreide, zu sich zu nehmen.
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