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Ernährung: Äpfel sind gesundheitliche Multitalente

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Apfel  

Ein Apfel am Tag hilft tatsächlich

20.09.2011, 09:30 Uhr | ag

Ein Apfel am Tag hilft tatsächlich. Äpfel sind wahre Wunderfrüchte für die Gesundheit. (Quelle: imago)

Äpfel sind wahre Wunderfrüchte für die Gesundheit. (Quelle: imago)

"Ein Apfel am Tag erspart den Doktor", heißt es so schön. Dass an der Redensart tatsächlich etwas dran ist, belegen wissenschaftliche Studien. Unter anderem enthalten die knackigen Früchte einen starken Cholesterinblocker. Das ergab eine aktuelle Studie aus den USA. Darüber hinaus sollen Äpfel vor Krebs, Alzheimer und Osteoporose schützen, den Darm gesund halten und schlank machen. Sieben gute Gründe, Äpfel zu essen.

Äpfel schützen vor Krebs

Dass der regelmäßige Verzehr von Äpfeln das Wachstum von Krebstumoren bremsen kann, hat mit ihrem antioxidativen Wirkstoff Quercetin zu tun. Er hemmt Entzündungen und macht zudem freie Radikale unschädlich. Diese hochaggressiven Moleküle entstehen zum Beispiel verstärkt in Stresssituationen und können die Erbsubstanz schädigen. Außerdem wappnet Quercetin die Hirnzellen gegen Alzheimer und Parkinson. Das bestätigen wissenschaftliche Untersuchungen an der Cornell Universität New York. „Die Studie zeigt, dass ein zusätzlicher Apfel pro Tag nicht nur das Krebsrisiko senkt, wie einige Studien bereits bewiesen haben. In diesem Apfel stecken auch bioaktive Substanzen, die Gehirnzellen vor Abbauprozessen schützen", erklärt Forschungsleiter Chang Y. Lee.

Natürliche Cholesterinsenker

Auch als natürliche Cholesterinblocker haben sich Äpfel bewährt. Forscher an der Florida State University stellten im Rahmen einer Studie fest, dass der Cholesterinspiegel um fast ein Viertel gedrückt werden kann. Ein Jahr lang bekamen 160 Frauen im Alter von 45 bis 65 Jahren jeden Tag 75 Gramm Trockenfrüchte - entweder Äpfel oder Pflaumen. Nach drei, sechs und zwölf Monaten wurde das Blut der Frauen untersucht. Das Ergebnis: Bei den Apfelesserinnen war schon nach einem halben Jahr der Wert des LDL-Cholesterins um 23 Prozent gesunken. LDL-Cholesterin wird auch als "schlechtes Cholesterin" bezeichnet, weil es für Krankheiten wie Arterienverkalkung oder Alzheimer verantwortlich gemacht wird.

Figurfreundliche Früchte

Die Forscher beobachteten noch einen Nebeneffekt: Die 240 Kilokalorien pro getrocknetem Apfel legten sich nicht auf die Hüften. Im Gegenteil: Die Frauen verloren im Schnitt 1,5 Kilogramm an Gewicht. Die Forscher führen diesen Effekt auf die Pektine im Apfel zurück. Pektine sind unverdauliche Ballaststoffe, die viel Wasser binden können. Sie sorgen für ein anhaltendes Sättigungsgefühl und regulieren die Verdauung. Pektine sind aber nicht nur gut für die Verdauung und die schlanke Linie. Sie tragen auch zur cholesterinsenkenden Wirkung von Äpfeln bei. Das funktioniert über einen Umweg: Pektine binden Gallensäure und entziehen sie dem Stoffwechsel. Das führt wiederum dazu, dass die Leber zur Neubildung von Gallensäure Cholesterin aus dem Blut abzieht. Außerdem verzögern Pektine die Aufnahme von Zucker und regulieren den Blutzuckerspiegel.

Äpfel essen für einen gesunden Darm

Auch der Darm profitiert von den Multikönnern: Die Fruchtsäuren hemmen das Wachstum von Fäulnisbakterien, die Gerbsäure wirkt entzündungshemmend. Der in Äpfeln enthaltene Ballaststoff Pektin hat überdies entgiftende Eigenschaften und normalisiert die Darmbewegung, weswegen geriebene Äpfel ein altes Hausrezept gegen Durchfall sind. An der Universität Jena läuft ein Forschungsprojekt, das speziell untersucht, wie Äpfel vor Darmkrebs schützen können. Es gilt als erwiesen, dass die enthaltenen Flavonoide die Darmzellen bei der Abwehr von schädlichen Substanzen unterstützen und so das Risiko von Darmkrebs senken. Die gesunden Stoffe stecken bei Obst vor allem in der Schale. Daher sollte man Äpfel am besten nicht schälen, sondern nur waschen. Außerdem sollte man naturtrüben Apfelsaft bevorzugen, weil in den Schwebstoffen gesunde Substanzen enthalten sind.

Schutz vor Schlaganfall

Das Ergebnis einer holländischen Studie über die günstige Wirkung von weißem Fruchtfleisch weist außerdem darauf hin, dass Äpfel das Risiko eines Arterienverschlusses senken können. "Scheinbar ist ein Apfel pro Tag das einfachste Rezept, Schlaganfall vorzubeugen", erklärt Studienleiterin Linde M. Oude Griep von der holländischen Wageningen University. Ihr Forscherteam hatte 20.000 gesunde Erwachsene befragt, wie häufig sie bestimmte Obst- und Gemüsesorten zu sich nahmen. Diejenigen, die mehrheitlich Sorten mit weißem Fruchtfleisch wie Äpfel und Birnen konsumierten, waren nach zehn Jahren um 52 Prozent weniger von Schlaganfällen betroffen. Allerdings räumten die Forscher ein, dass die getesteten Weißfruchtesser grundsätzlich gesünder lebten, was auch als Faktor für ein geringeres Schlaganfallrisiko berücksichtigt werden muss.

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