Ernährung
Kalorienzahl steigt auf dem Etikett26.10.2012, 14:43 Uhr | nho
Gerade für Frauen ist das Kalorienzählen eine beliebte Diätmethode. Doch ab dem 1. November ändert sich dabei etwas. Der Grund dafür ist die neue Nährwert-Kennzeichnungsverordnung. Ballaststoffe, die in einigen Produkten enthaltenen sind, werden demnach nicht mehr wie bisher als kalorienfrei, sondern mit zwei Kalorien pro Gramm gewertet.
Ballaststoffe selbst können vom Körper nicht zur Energiegewinnung genutzt werden und liefern daher laut der Packungsbeschreibung gar keine Kalorien. Doch man unterscheidet zwischen löslichen und unlöslichen Ballaststoffen, erklärt Armin Valet, Lebensmittelexperte der Verbraucherzentrale Hamburg. Beim Abbau der löslichen Ballaststoffe im Dickdarm entstehen im Körper Milch- und Buttersäuren, die kalorienhaltig sind und Energie liefern, so der Experte. Diese Ballaststoffe wurden bisher nicht mit einem Brennwert ausgezeichnet. Generell betrifft die neue Kalorienrechnung vor allem Getreideprodukte, aber auch Obst -und Gemüse. Fisch, Fleisch und Milchprodukte dagegen enthalten keine Ballaststoffe.
Wichtig ist: Durch die neue Änderung machen die Lebensmittel nicht plötzlich dicker als zuvor, da man weiterhin die selbe Menge an Energie zu sich nimmt, so Valet. Man muss lediglich seine Kalorien-Zählweise anpassen. Bei einer kleinen Portion Nudeln fallen beispielsweise laut neuer Kalorienberechnung 23 Kilokalorien mehr an. Bei Himbeeren kommen ab November 13,2 Kilokalorien hinzu. Bei einem Apfel sind es dagegen nur 4 Kilokalorien mehr.
60 Kilokalorien nimmt dann ein Deutscher automatisch mehr zu sich, wenn er sich an die empfohlene Tagesdosis hält und 30 Gramm Ballaststoffe pro Tag verzehrt. Frauen verbuchen damit bei täglichen 1.500 Kilokalorien ein Plus von zwei Prozent.
Kalorien sind eine alte Maßeinheit für Energie. Genaugenommen bezeichnet der Kalorienwert (= physiologischer Brennwert) die Wärmemenge, die beim Verbrennen eines Stoffes frei wird. Anders ausgedrückt: Eine Pizza brennt länger als ein Stück Putenfleisch. Und das heißt: Auch der Körper kann aus einer Pizza mehr Energie ziehen als aus magerem Fleisch oder Gemüse. Kalorienreiche Lebensmittel sind daher prinzipiell gut und wichtig, denn wir brauchen jeden Tag Energie, um zu überleben - im Schnitt 2.000 bis 2.500 Kilokalorien (kcal). Würden wir uns nur von kalorienarmen oder kalorienfreien Lebensmitteln wie Wasser und Gemüse ernähren, würde die Energie nicht ausreichen - wir würden verhungern.
26.10.2012, 14:43 Uhr | nho
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