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Herzinfarktrisiko: Blätterteig wegen Transfetten schlecht fürs Herz

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Transfette

Zu viel Blätterteig ist schlecht fürs Herz

27.08.2013, 07:35 Uhr | ag

Blätterteig enthält einen hohen Anteil an schädlichen Transfetten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Blätterteig enthält einen hohen Anteil an schädlichen Transfetten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Transfette sind besonders gesundheitsschädlich. Sie fördern die Arterienverkalkung und steigern das Herzinfarktrisiko. Die gefährlichen Fette finden sich vor allem in Backwaren wie Plunderteilchen und Croissants aus Blätterteig. Doch auch beim Verzehr von Kartoffelchips, Fertiggerichten und Fast-Food-Produkten sollte man vorsichtig sein.

Was genau sind Transfette?

Transfette sind künstlich gehärtete Fette, die der Körper nicht verarbeiten kann. Sie entstehen unter anderem bei der industriellen Härtung von Ölen zur Herstellung von Margarine, Back- und Streichfetten - aber auch beim Erhitzen und Braten von Ölen mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren. Sie gelten als noch schädlicher als gesättigte Fettsäuren. Hersteller und Restaurants nutzen gehärtete Fette, da sie preiswerter sind als andere Fettarten, sich länger halten und häufiger wieder verwendet werden können.

Hohe Transfettsäuren-Werte in Backwaren

Wie hoch der Anteil an Transfetten in Backwaren ist, legt eine Studie an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena dar. "Bei jedem zweiten geprüften Produkt wurde der dänische Grenzwert deutlich überschritten", sagt Dr. Katrin Kuhnt vom Forscherteam. Da es in Deutschland keinen offiziellen Grenzwert gibt, hatten die Wissenschaftler die Parameter aus Dänemark zugrunde gelegt. Für die Verbraucher seien die erhöhten Messwerte jedoch noch kein Grund zur Besorgnis. Gefährlich sind die genannten Lebensmittel erst bei täglichem Verzehr. Das gelte für die Pommes ebenso wie für die Blätterteigtaschen vom Bäcker. Haushaltsmargarine hingegen weist nur einen relativ geringen Gehalt an Transfettsäuren auf. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass auch die Summe unterschiedlicher Produkte mit hohem Transfett-Anteil das Gesundheitsrisiko erhöht.

Diese Lebensmittel in Maßen genießen

Damit der Anteil an Transfetten im Körper nicht das kritische Maß überschreitet, sollten daher einige Ernährungsregeln beachtet werden. Dabei sollte man bestimmte Lebensmittel nur in Maßen verzehren und nicht zum regelmäßigen Bestandteil des täglichen Speiseplans werden zu lassen. Hierzu gehören besonders Backwaren aus Blätterteig, Spritzringe, Schweinsohren und Pfannkuchen. Auch in Chips, Croissants, industriellen Backfetten, Fast-Food-Produkten oder fetten Brotaufstrichen ist der Gehalt an Transfetten überdurchschnittlich hoch. Zur Herstellung von Pommes Frites, Pizza, Trockensuppen und Fertiggerichten kommen sie ebenfalls zum Einsatz. Sie sollten daher nur ein Maßen verzehrt werden und nicht regelmäßiger Bestandteil des täglichen Speiseplans sein.

Erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen

Transfettsäuren gelten als herz- und kreislaufschädigend, da sie den LDL-Wert im Blut erhöhen und somit auch den Cholesterinspiegel. Ein dauerhafter Konsum der Fettsäuren kann zum Verschluss von Herzkranz- und Hirngefäßen führen und steigert damit das Risiko für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall. In Dänemark ist deshalb ein Grenzwert in Lebensmitteln vorgegeben, in Deutschland nicht. Jenaer Ernährungswissenschaftler fanden in einer Studie heraus, dass inzwischen viele Hersteller freiwillig den Gehalt von Transfettsäuren in ihren Produkten verringert haben. "Die Produkte ohne beziehungsweise mit sehr wenig Transfettsäuren sehen genauso aus und schmecken genauso gut wie jene, die Transfettsäuren enthalten", betont Katrin Kuhnt von der Universität Jena, die an der Studie mitgearbeitet hat.

Vorsicht bei "gehärtetem Pflanzenfett"

Verbraucher erkennen die schädlichen Fette am Etikett. Die Aufschrift "enthält gehärtetes Pflanzenfett" kann auf einen hohen Gehalt an Transfettsäuren hinweisen. Potenziell gefährlich sind solche Produkte erst bei übermäßigem Verzehr. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, die Transfettsäuren-Aufnahme so gering wie möglich zu halten. Besonders Kinder, Jugendliche und Herz-Kreislauf-Patienten sollten darauf achten.

27.08.2013, 07:35 Uhr | ag

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