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Transfette in USA verboten: Wo das Krankmacher-Fett lauert

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Krankmachendes Fett  

Transfette stecken vor allem in Backwaren

22.06.2015, 16:43 Uhr | t-online.de

Transfette in USA verboten: Wo das Krankmacher-Fett lauert. Besonders Backwaren sind oft reich an schädlichen Transfettsäuren. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Besonders Backwaren sind oft reich an schädlichen Transfettsäuren. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Fettreiche Speisen sind nicht nur schlecht für die Figur: Auch die Gefäße, das Herz und sogar das Gehirn leiden unter schädlichen Fettsäuren. Vor allem Transfette stehen in der Kritik. Die US-amerikanische Ernährungsbehörde zieht daraus jetzt Konsequenzen und will Transfette innerhalb der nächsten drei Jahre aus den Lebensmitteln verbannen. In Deutschland gibt es bisher keine Grenzwerte. Einige Lebensmittel sollte man daher mit Vorsicht genießen.

Transfette sind künstlich gehärtete Fette, die der Körper nicht verarbeiten kann. Sie entstehen unter anderem beim industriellen Härten von Ölen, aber auch beim Erhitzen und Braten von ungesättigten Fettsäuren. Transfette gelten als noch schädlicher im Vergleich zu gesättigten Fettsäuren.

Risiko für Herz- und Gefäßerkrankungen

Transfettsäuren sind nachweislich herz- und kreislaufschädigend, da sie den Cholesterinwert im Blut erhöhen. Das LDL-Cholesterin, auch "schlechtes" Cholesterin genannt, hat die Eigenschaft, sich verstärkt in den Gefäßen abzulagern und damit die Gefäßverkalkung zu fördern. Ein dauerhafter Konsum der gefährlichen Fettsäuren kann somit zum Verschluss von Herzkranz- und Hirngefäßen führen und steigert damit das Risiko für ArterioskleroseHerzinfarkt und Schlaganfall.

Backwaren und Fertiggerichte oft reich an Transfetten

Die schädlichen Fettsäuren kommen vor allem in Pflanzenfetten vor, die industriell teilgehärtet sind. Damit lässt sich etwa flüssiges Fett in streichfähige Margarine oder Backfett umwandeln. Da diese Technik kostengünstig ist und Produkte länger haltbar macht, gelangen Transfette in zahlreiche Lebensmittel: Backwaren, Frühstücksflocken mit Fettzusatz, Pommes frites, Trockensuppen, Fertiggerichte sowie Süßwaren und Snack sind laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) besonders betroffen. In geringen Mengen kommen Transfettsäuren sogar in Milch, Rinder- und Lammfett vor.

Um die Entstehung von Transfetten zu verhindern, müsste die Lebensmittelindustrie auf die Verwendung von teilgehärteten Pflanzenfetten verzichten. Die FDA in den USA strebt diesen Verzicht nun an.

In Deutschland bisher keine Transfett-Grenzwerte

In Dänemark, der Schweiz, Island, Österreich, New York, Philadelphia und Kalifornien gelten bereits eindeutige Vorschriften, was den zulässigen Transfett-Gehalt in Lebensmitteln betrifft. Damit geht meist auch eine dementsprechende Kennzeichnung auf dem Produkt einher. Derartige Richtlinien gelten in Deutschland bisher nicht. Verbraucher müssen sich deshalb mit dem Hinweis auf gehärtete Fette zufrieden geben. Dies sagt letztendlich aber nichts über den Gehalt an Transfetten aus.

Selbermachen statt zu Fertigprodukten greifen

Transfette sollten so wenig wie möglich in der täglichen Ernährung vorkommen und nicht mehr als ein Prozent der Nahrungsenergie ausmachen, empfiehlt die DGE. Um das zu erreichen, müssen sämtliche industrielle Fertigprodukte weitestgehend gemieden werden.

Wer nicht auf Kekse, Croissant und Pizza verzichten möchte, backt am besten selbst. Auch Pommes frites gelingen im Backofen mit wenig Fett - ganz ohne Fritteuse. Doch auch beim Selbermachen gilt es, vorsichtig zu sein: Die beim Backen verwendeten Fette müssen mit dem Hinweis "ohne gehärtete Fette" versehen und hitzebeständig sein, sonst können auch beim Selberbacken Transfette entstehen.

Beim Braten das richtige Öl verwenden

Zum Garen oder scharfen Anbraten von Fleisch ist ebenfalls nicht jedes Fett zu empfehlen. Am besten eignen sich zum Beispiel die sehr hitzebeständigen Kokosfette oder speziell als Bratöle deklarierte Pflanzenöle, in denen der Anteil von Ölsäure besonders hoch ist. Rapsöl, Olivenöl und Sonnenblumenöl können ebenfalls verwendet werden, allerdings nur unter Aufsicht: Beginnt das Öl zu rauchen, ist es zu heiß - es können sich schädliche Fette bilden.

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