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Salz: New York geht gegen zu viel Salz im Essen vor

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Neue Kennzeichnungspflicht  

New York verpasst salzigen Menüs Warnhinweise

01.12.2015, 15:22 Uhr | AFP

Salz: New York geht gegen zu viel Salz im Essen vor. Ein Teelöffel Salz ist der Tagesbedarf. (Quelle: dpa)

Ein Teelöffel Salz - mehr nicht! (Quelle: dpa)

New York setzt den Kampf gegen ungesundes Essen fort. Nach Transfetten und Kalorien ist nun das Salz dran: Restaurant-Ketten in New York müssen künftig Gerichte mit einem hohen Salzanteil kennzeichnen. Das trifft vor allem Fast Food.

Seit Dezember müssen Restaurant-Ketten, die in den USA mehr als 15 Filialen betreiben, in ihren Niederlassungen in der Ostküstenmetropole sehr salzige Gerichte mit einem schwarz-weißen Salzstreuer auf der Speisekarte kennzeichnen.

Bald wird Bußgeld fällig

Ab dem 1. März werde bei Missachtung der Vorschrift ein Bußgeld von 200 Dollar, das sind rund 189 Euro, fällig, sagte Sonia Angell von der örtlichen Gesundheitsbehörde. Die Regelung gilt für Gerichte mit einem Natriumgehalt von 2,3 Gramm - das entspricht etwa 5,8 Gramm beziehungsweise einem Teelöffel Salz. Allerdings erreicht man damit auch schon die empfohlene Tageshöchstmenge. 

Ähnlich dem Hinweis auf Zigarettenpackungen steht auf Speisekarten künftig: "Warnung: Viel Salz kann den Blutdruck und die Gefahr von Herzinfarkten erhöhen." Ein kleines Symbol auf den Speisekarten soll darauf hinweisen.

Beispiele aus den Fast-Food-Menüs

Wer gelegentlich einen Burger oder Pommes verzehrt, sollte die Werte kennen. Über diese Grenze käme man beispielsweise, wenn man eines dieser Menüs ordern würde: einen Big Mac (2,3 Gramm Salz) mit einer Portion Curly Fries (4 Gramm) von McDonald's oder bei Burger King einen Double Steakhouse Burger (3,3 Gramm Salz) plus King Pommes (1,27 Gramm) und hinterher noch einen Cheeseburger (1,8 Gramm).

New York hat Vorreiterrolle

Die größte Stadt der USA ergriff bereits mehrmals die Initiative im Kampf gegen ungesundes Fast Food und nahm dabei eine Vorreiterrolle ein. Auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Michael Bloomberg führte New York 2006 ein Verbot von Transfetten in Restaurant- und Café-Ketten ein.

Diese industriell veränderten Fette ermöglichen eine längere Haltbarkeit von Lebensmitteln, sorgen aber für einen Anstieg des "schlechten" LDL-Cholesterinspiegels und ein Sinken des "guten" HDL-Cholesterinspiegels. Im Juni empfahl die US-Behörde für Lebensmittel- und Medikamentensicherheit der Lebensmittelindustrie im ganzen Land, dem Vorbild New Yorks zu folgen. 

Immer wieder trifft es die Restaurant-Ketten

2008 wurde New York die erste Stadt der USA, in der Restaurant-Ketten den Kaloriengehalt der Gerichte angeben müssen. Dies wird nach einem Beschluss der US-Gesundheitsbehörde vom 1. Dezember 2016 an im ganzen Land Pflicht. Gescheitert ist Bloomberg allerdings mit seinem Versuch, den Verkauf von riesigen Softdrinks zu verbieten. Der Versuch, die Menge zuckerhaltiger Getränke auf etwas weniger als einen halben Liter pro Person zu beschränken, scheiterte vor Gericht. 

Salz erhöht das Risiko für Schlaganfälle, Bluthochdruck, Herzerkrankungen

Die Kennzeichnung des hohen Salzgehalts hatte die New Yorker Gesundheitsbehörde im September beschlossen. Salz ist die Hauptquelle für Natrium. Dessen erhöhter Konsum kann zu Bluthochdruck führen und erhöht das Risiko von Herzerkrankungen und Schlaganfällen.

Verzehr liegt weit über der Empfehlung

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nehmen die meisten Menschen zu viel Salz durch die Nahrung auf: Durchschnittlich werden pro Person und Tag neun bis zwölf Gramm verzehrt, etwa das Doppelte der empfohlenen Höchstmenge. 

Lerneffekt angezweifelt

Da die Kennzeichnungspflicht nur für große Ketten gilt, sind die meisten New Yorker Lokale nicht betroffen. Und ob das Wissen über den hohen Salzgehalt die Kunden vom Verzehr ungesunder Speisen abhält, ist unklar. Einer Studie der New Yorker Medizinhochschule zufolge hat sich die durchschnittliche Kalorienzahl der in New Yorker Gaststätten bestellten Gerichte zwischen 2008 und 2014 nicht verändert - trotz der Kalorienangabe auf der Speisekarte.



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