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So viel Salz ist gesund für den Körper

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Deutsche essen zu viel Salz  

So viel Salz ist gesund für den Körper

14.07.2016, 09:12 Uhr | dpa

So viel Salz ist gesund für den Körper. Salzstreuer mit einem Haufen Salz davor.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, nicht mehr als sechs Gramm - etwa einen Teelöffel - Speisesalz pro Tag zu essen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Deutschen essen zu viel Salz. Das sei aber nicht die Schuld des Einzelnen, meint die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Der Verbraucher bekomme zu salzige Lebensmittel von der Nahrungsmittelindustrie aufgetischt. Wozu Salz gut ist und wie viel gesund ist.

Salz ist wichtig für den Wasserhaushalt, Knochenaufbau, das Nervensystem und die Verdauung. Damit der Körper diese Funktionen erfüllen kann, benötigt er Salz. Mehr als im Durchschnitt sechs Gramm pro Tag - also etwa ein Teelöffel - sollte es aber bei einem Erwachsenen nicht sein. Das empfiehlt neben der DGE auch die Deutsche Hochdruckliga. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht sogar von maximal fünf Gramm täglich.

Untersuchungen zeigen jedoch, dass ein großer Teil der Bevölkerung weitaus mehr Salz zu sich nimmt. Nach der vom Robert Koch-Institut initiierten Studie zur Gesundheit in Deutschland (DEGS) nehmen rund 70 Prozent der Frauen und gut 75 Prozent der Männer mehr als sechs Gramm Speisesalz täglich zu sich. Die tägliche Salzaufnahme liegt der Studie zufolge bei Frauen durchschnittlich bei 8,4 Gramm und bei Männern bei 10 Gramm.

Mit dem Salzgehalt steigt der Blutdruck

Wer zu viel Salz aufnimmt, läuft Experten zufolge Gefahr, seinen Blutdruck in die Höhe zu treiben und so unter anderem das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu steigern.

Wer seinen Salzkonsum aus gesundheitlichen Gründen reduzieren will, hat es nicht leicht. Denn es ist nicht damit getan, einfach den Salzstreuer aus der Küche und vom Essenstisch zu verbannen. "Die größte Salzmenge, die wir täglich essen, stammt aus verarbeiteten Lebensmitteln", erklärt Margret Morlo vom Verband für Ernährung und Diätetik (VFED). Hauptquellen seien Brot und Brötchen, Fleisch und Wurstwaren sowie Milchprodukte und Käse.

Schritt für Schritt den Salzkonsum reduzieren

Die DGE rät dazu, beim Kauf von verpackten Lebensmitteln genau auf den Speisesalzgehalt zu achten. "Wenn auf verpackten Lebensmitteln der Natriumgehalt angegeben ist, kann damit der Speisesalzgehalt errechnet werden, indem der angegebene Natriumgehalt mit 2,54 multipliziert wird", erklärt Antje Gahl von der DGE. Wer auch in der Küche die Salzzufuhr reduzieren will, sollte Speisesalz mit anderen Gewürzen und Kräutern ersetzen. "Bei der Reduktion der Speisesalzzufuhr sollte jeder in kleinen Schritten vorgehen." So könne man sich an den schwächeren Salzgeschmack gewöhnen.

Auswirkungen des Salzkonsums sind umstritten

In der Forschungswelt sind sich die Fachleute keineswegs einig über die Auswirkungen des Salzkonsums. Eine Studie von US-Forschern, die 269 Veröffentlichungen berücksichtigte, ergab zum Beispiel, dass nur etwa die Hälfte der Analysen die Ansicht stützte, dass ein hoher Salzkonsum das Risiko für schwere Herz-Kreislauf-Probleme oder einen frühen Tod erhöht.

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