31.10.2012, 09:23 Uhr | akl/ dpa-tmn
Wärmflaschen bleiben Dank Salz im Wasser viel länger wohlig warm. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Husten, Schnupfen und kalte Füße: Hat uns eine Erkältung erwischt, wollen wir einfach nur im Bett liegen und die Wärme genießen. Doch mit der Wärme ist es gar nicht so einfach. Wir verraten, wie die Wärmflasche länger warm bleibt und welcher Tee bei Heiserkeit nicht gut tut. Erkältungstipps für eine schnelle Genesung.
Eine Wärmflasche hilft wunderbar gegen Eisfüße oder bei Bauchschmerzen. Umso ärgerlicher ist es, wenn sie schon nach kurzer Zeit kalt wird. Um den Effekt zu verlängern, sollte reichlich Salz ins Wasser zum Befüllen gegeben werden. Denn beim Aufkochen wird gesalzenes Wasser acht Grad heißer als ungesalzenes. Außerdem sorgt dieser Trick dafür, dass die Wärme später in der Flasche langsamer abgegeben wird.
Wer bei einer Erkältung zum aufgewärmten Bier greift, tut sich tatsächlich etwas Gutes. Der Hopfen im Bier enthält ätherische Öle und Bitterstoffe, die den Schlaf fördern. Zudem wirken die Bitterstoffe antibakteriell und das hilft gegen Krankheitserreger. Um diesen Effekt zu verstärken, wird das Bier warm, in kleinen Schlucken und mit etwas Honig getrunken. Allerdings sollten Sie es maximal auf 40 Grad erhitzen. Sonst verflüchtigen sich die guten Inhaltsstoffe. Weniger gut ist natürlich der Alkohol. Deshalb sollten Sie nicht zu viel warmes Bier trinken und eine Biersorte wählen, die einen geringen Alkoholgehalt hat.
Denn zu viel Alkohol schwächt das Immunsystem. Zudem entzieht der Alkohol dem Körper Wasser, was bei einer Erkältung dann wieder einen negativen Effekt mit sich bringt. Allerdings sollte Bier nie die alleinige Maßnahme bei einer Erkältung sein. Und bei Fieber ist Alkohol tabu.
Bei Heiserkeit sollte man keinen heißen Tee trinken, denn er schadet den angeschlagenen Stimmbändern. Lauwarmer Salbeitee ist die bessere Alternative. Zudem ist bei Heiserkeit auch Pfefferminztee keine gute Wahl. Denn seine ätherischen Öle trocknen die Schleimhäute zusätzlich aus. Das gilt übrigens auch für Kamillentee. Bei Husten hingegen sind es gerade seine Mentholöle, die den Pfefferminztee zu einem guten Mittel machen.
Sogar Wissenschaftler haben sich mit der Wirksamkeit von Hühnersuppe beschäftigt und bewiesen, dass Hühnersuppe gesund macht. Zu Beginn einer Erkältung werden zu viele weiße Blutkörperchen in die Nasenschleimhäute transportiert. Durch die Einnahme der Hühnersuppe wird der Transport der weißen Blutkörperchen reduziert. Das liegt am Eiweißstoff Cystein, der entzündungshemmend wirkt und die Schleimhäute abschwellen lässt. Um das Cystein freizusetzen, sollte man das Huhn möglichst sanft garen.
Und noch etwas Gutes steckt in Hühnersuppe: der MineralstoffZink, gebunden an den Eiweißbaustein Histidin. Diese Kombination hilft besonders gut bei Infekten.
Quelle: akl/ dpa-tmn
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