03.01.2013, 08:32 Uhr | dpa-tmn
Eine Grippe kann bei Rauchern schlimmere Folgen haben als bei Nichtrauchern. Betroffene sind auch stärker gefährdet, infolge der Infektion zu sterben, erläutern die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in Werne. Daher sollten Raucher sich dagegen impfen lassen.
Bei älteren Menschen und chronisch Kranken wird das Immunsystem von den Viren stark geschwächt. Anders bei Rauchern: Da reagiere es unverhältnismäßig stark und unkontrolliert, erläutert Prof. Bernd Schönhofer, Chefarzt der Klinik für Pneumologie am Krankenhaus Oststadt-Heidehaus in Hannover. Es sei quasi so, als würde man zu einem Vorschlaghammer anstelle einer Fliegenklatsche greifen, um ein Insekt zu vertreiben, vergleicht Schönhofer die Reaktion.
Bislang wird die Grippeschutzimpfung für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem oder Grundleiden wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder chronischen Lungenerkrankungen sowie älteren Menschen über 60 Jahre empfohlen. Auch dem Personal in Krankenhäusern, Arztpraxen und in der Altenpflege wird die Impfung angeraten, damit die betreuten Patienten nicht mit Influenza angesteckt werden. Neu ist die Empfehlung für Schwangere, weil sie nach Angaben der Experten ein deutlich erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben.
Quelle: dpa-tmn
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