03.01.2013, 08:50 Uhr | ag, dpa-tmn
Die Nase ist verstopft, der Hals kratzt, und der Kopf brummt: Viele Menschen haben bei nasskalten Winterwetter mit Erkältungen zu kämpfen. Nicht immer muss man zum Arzt. Denn die Symptome ähneln oft denen einer Grippe, doch es gibt einige entscheidende Unterschiede. Unser Online-Test verrät, ob Sie die Grippe erwischt hat.
"Bei der Erkältung geht's eher stufenweise los", sagt Klaus Schäfer vom Hausärzteverband in Hamburg. Am Anfang stünden zum Beispiel Niesen und Schnupfen, dann kämen weitere Symptome dazu. Eine Grippe könne hingegen ganz plötzlich auftreten, so als sei ein Schalter umgelegt worden. Bei klarem und glasigem Schnupfen sei in der Regel von einer Erkältung auszugehen, sagte Schäfer. "Wenn es dick gelb-grün rauskommt, sollte man schon einen Arzt aufsuchen."
Ein weiterer Unterschied zur echten Grippe: Nach ein paar Tagen ist das Schlimmste überstanden und Betroffene fühlen sich schon viel besser. Erkältungen - auch als grippale Infekte bezeichnet - können durch eine Reihe verschiedener Viren (Rhino-, Adeno- oder Coronaviren) hervorgerufen werden. Die Ansteckung erfolgt meist durch Tröpfcheninfektion. Dabei werden die Viren einer infizierten Person durch Niesen oder Sprechen durch die Luft gewirbelt und von anderen über die Atemwege aufgenommen.
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Die "echte Grippe" wird durch Influenza-Viren ausgelöst und beginnt meist aus heiterem Himmel. Typisch sind hohes Fieber bis zu 41 Grad, Gelenk- und Muskelschmerzen, quälender Husten und heftige Kopfschmerzen, begleitet von Schüttelfrost und Schweißausbrüchen. Der Patient fühlt sich elend und hat kaum Kraft, das Bett zu verlassen. Manchmal dauert es Wochen, bis der Körper wieder zu Kräften kommt. Bei kleinen Kindern kann eine Influenza uncharakteristische Krankheitszeichen hervorrufen, die deshalb leicht fehlgedeutet werden: plötzliche Übelkeit, Durchfall und Hautausschlag.
Für Senioren und Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann die echte Grippe lebensbedrohlich werden. Ärzte raten diesen Personen daher zur Grippeschutzimpfung. Der Aufbau eines verlässlichen Schutzes dauert in der Regel 14 Tage. Da sich Influenza-Viren ständig verändern, ist man nach einer überstandenen Grippe nicht immun gegen weitere Infektionen, wie dies bei anderen Viruserkrankungen der Fall ist. Eine Grippeimpfung schützt daher immer nur einen Winter.
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Ob Grippe oder Erkältung: In beiden Fällen sollte man sich zu Hause schonen, Sport und andere Belastungen vermeiden. Um die Symptome zu bekämpfen, empfiehlt Klaus Schäfer Nasenspülung mit Salzwasser, Salbe für die Nasenschleimhaut oder Tee mit Honig. Bei erhöhter Körpertemperatur muss man sich zunächst keine Sorgen machen. "Fieber ist eine Abwehrreaktion", sagte Schäfer. "Bei einer erhöhten Temperatur arbeitet die Abwehr besser." Auch ein warmes Erkältungsbad könne daher helfen.
ratgeber.t-online.de: Influenza-A-Virus: Was Sie wissen sollten
Quelle: ag, dpa-tmn
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