02.11.2010, 11:14 Uhr | cme
Puls messen: Der Ruhepuls wird an der Innenseite des Handgelenks gemessen. (Foto: imago)
Der Puls rast oder das Herz schlägt uns bis zum Hals: Nicht nur bei Aufregung lässt sich unsere körperliche oder psychische Verfassung oft schon am Puls messen. Für Mediziner ist vor allem der Ruhepuls ein wichtiger Indikator. Er lässt sich auch gut zuhause messen. Lesen Sie hier, wie Sie den Ruhepuls bestimmen und was der Wert aussagt.
Der Ruhepuls lässt sich ohne großen Aufwand mit der Hand oder mit einem Blutdruckmessgerät bestimmen. Er sollte morgens vor dem Aufstehen gemessen werden, damit Werte besser verglichen werden können. Zur Messung per Hand legen Sie zwei oder drei Finger auf die Innenseite des Handgelenks, und zwar unterhalb des Daumens. Zählen Sie nun dreißig Sekunden lang die Schläge und nehmen Sie den Wert mal zwei. Bei gesunden Erwachsenen liegt der Ruhepuls zwischen 50 und 90. Sportler haben einen niedrigeren Ruhepuls, Kinder einen höheren.
Kurzfristig kann der Ruhepuls durch Fieber, Stress oder Flüssigkeitsmangel steigen. Schlägt das Herz dauerhaft mit mehr als 90 Schlägen pro Minute, sollte ärztlich untersucht werden, ob eine ernste Erkrankung dahinter steckt. Ein dauerhaft erhöhter Ruhepuls belastet zudem das Herz. Neuere Studien zeigen, dass ein bereits ein Ruhepuls ab 77 Schlägen pro Minute das Herzinfarktrisiko erhöht. Ebenso steigt das Risiko, einen Schlaganfall zu bekommen. Gesunde Erwachsene können ihren Ruhepuls durch regelmäßiges Ausdauertraining senken. Bei untrainierten Menschen ist dagegen ein Ruhepuls von unter 60 Schlägen pro Minute ein Warnsignal, zum Beispiel für Herzschwäche.
Auch ein unregelmäßig schlagendes Herz kann ein Hinweis auf eine Erkrankung sein. Wenn das Herz nur ab und zu stolpert, zum Beispiel bei Stress, ist dies normal. Häufigere Extraschläge oder Aussetzer sollten aber immer ärztlich abgeklärt werden. Per Elektrokardiogramm (EKG) wird dann geklärt, wann und wie das Herz aus dem Takt gerät.
Sportler überprüfen gerne ihren Puls während des Trainings. Sportwissenschaftlern zufolge gibt es für jeden einen optimalen Trainingspuls. Er bezeichnet einen Pulsbereich, in dem der Sauerstofftransport und die Fettverbrennung besonders gut funktionieren. Er berechnet sich aus der so genannten maximalen Herzfrequenz. Sie bezeichnet den schnellsten Puls, den man unter Belastung überhaupt erreichen kann. Als Faustregel gilt, dass der Maximalpuls bei 220 Schlägen abzüglich Lebensalter liegt. Der optimale Trainingsbereich liegt dann bei 50 bis 75 Prozent dieses Maximalwertes.
trax.de: Ruhepuls als Indikator für die Fitness
Quelle: cme
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