17.09.2012, 15:04 Uhr | stw
Lachen ist gesund – auch für das Herz. Eine Studie aus den USA, die im Fachblatt "Psychological Science" veröffentlich wurde, hat ergeben, dass Lächeln die Durchblutung verbessert und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugt. Weniger Stress und schon kleine tägliche Freuden können sich somit positiv auf Ihre Herzgesundheit auswirken.
Forscher der Universität von Kansas haben in einer Studie 169 freiwillige Studenten in eine Stresssituation gebracht und ihre Herzfrequenz gemessen. Dabei sollten die Testpersonen entweder freiwillig lächeln, ein breites Grinsen auf den Lippen haben oder neutral schauen. Einige andere Probanden wurden durch Essstäbchen in ihrem Mund zu einem breiten Lächeln gezwungen.
Die Untersuchung ergab: Bei den Probanden, die ein wirklich breites Grinsen im Gesicht hatten, wurde eine viel geringere Pulsfrequenz gemessen. Die Testpersonen, die neutral oder nur leicht gelächelt haben, hatten eine deutlich höhere Pulsfrequenz. Das Erstaunliche: Selbst bei den Probanden, die zum Lächeln gezwungen wurden, konnte eine niedrigere Frequenz nachgemessen werden.
Die Forscher gehen somit davon aus, dass ein Lächeln und zwar kein gequältes, sondern ein wirklich breites Grinsen, welches von den Muskeln rund um den Mund erzeugt wird, das Herz schützen kann. Insbesondere bei stressigen Situationen, wirkt es sich positiv auf die Pulsfrequenz aus. Der Grund: Die Stressreaktionen des Körpers werden durch das Lächeln reduziert. Nach Meinungen der Forscher spielt es auch keine Rolle, ob die Person dabei glücklich ist oder nicht.
Stress hingegen wirkt sich negativ auf die Herzgesundheit aus. Denn unter Stressbelastungen steigt der Blutdruck an und der Herzschlag wird beschleunigt. Dies schadet auf Dauer dem Herzen und den Gefäßen. Um das Herz optimal zu stärken, muss man dem Körper Ruhephasen gönnen und darauf achten, dass er sich nicht im Dauerstress befindet.
Um Herzkrankheiten vorzubeugen ist es wichtig, ab dem 40. Lebensjahr sein Herz regelmäßig untersuchen lassen. Außerdem sollte man darauf achten, keine erhöhten Blutdruck-, Zucker- oder Cholesterinwerte zu haben beziehungsweise diese vom Arzt behandeln zu lassen. Auch Bewegung tut dem Herz gut. Schützen kann man sich aber auch mit einer gesunde Ernährung: So stecken etwa in fettem Seefisch Omega-3-Fettsäuren, deren positive Wirkung belegt ist. Zu Tomaten sollte man ebenfalls greifen. Sie enthalten Lycopin, das schädliche Radikale im Körper abfängt. Studien haben gezeigt, dass der Pflanzenstoff das Herz stärkt.
Quelle: stw
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