31.01.2013, 12:56 Uhr | akl
Bluthochdruck: Viele Betroffene haben Fragen zu der Erkrankung. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Dass durch Bluthochdruck das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall steigt, ist den meisten bekannt. Doch was Bluthochdruck genau ist, und woher er kommt, wissen die wenigsten. Nach Angaben der Deutschen Hochdruckliga ist nahezu die Hälfte der Deutschen an Bluthochdruck erkrankt. Diese Fakten sollten Sie kennen.
Der Blutdruck sorgt dafür, dass unser Blut alle Organe und Gefäße erreicht. Damit das funktioniert, muss das Blut mit einem gewissen Druck aus dem Herzen gepumpt werden. Immer wenn sich das Herz zusammenzieht, drückt es Blut in unsere Arterien - der Blutdruck steigt. Hat sich das Herz maximal zusammengezogen, ist der höchste Wert des Blutdrucks erreicht. Man nennt diesen oberen Wert den systolischen Blutdruck.
Danach entspannt sich das Herz. Es wird kein Blut mehr in die Arterien gepumpt. Als Folge sinkt auch der Blutdruck wieder ab. Dieser untere Wert wird als diastolischer Blutdruck bezeichnet. Aus diesem Grund werden bei der Blutdruckmessung immer zwei Werte angegeben. Optimal ist der Blutdruck bei einem Wert von 120/80 mmHg. Millimeter Quecksilbersäule bezeichnet hierbei die Maßeinheit zur Angabe des statischen Drucks.
Fatal: Es gibt keine Anzeichen für einen erhöhten Wert. Was Betroffene tun können, sehen Sie hier. zum Video
Bluthochdruck (Hypertonie) bezeichnet eine Erkrankung des Gefäßsystems, welche die Blutdruckwerte dauerhaft ansteigen lässt. Von Bluthochdruck sprechen Mediziner, wenn die Werte über einen längeren Zeitraum höher als 140/90 mmHg sind.
Bluthochdruck belastet das Herz, verengt die Gefäße und lässt diese schneller verkalken - und das wirkt sich auch negativ auf die Durchblutung aus. Wird die Erkrankung nicht behandelt, kann es langfristig zu Organschäden kommen. Betroffen sein können unter anderem das Herz, die Herzkranzgefäße, die Nieren, die Augen oder das Gehirn. Lebensbedrohliche Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall sind mögliche Folgen.
Organische Ursachen sind selten und betreffen nur rund zehn Prozent der Erkrankungen. Dann kann beispielsweise eine Verengung der Nierenarterien oder eine Schilddrüsenerkrankung schuld an den hohen Werten sein. Wird die organische Ursache behandelt, pendelt sich der Blutdruck meist wieder auf einen normalen Wert ein. Wesentlich häufiger sind familiäre Vorbelastungen oder andere Erkrankungen wie zum Beispiel Diabetes.
Das Erkrankungsrisiko steigt zudem bei den Personen stark an, die übergewichtig sind, sich nur wenig bewegen, rauchen, regelmäßig Alkohol trinken sowie sich fett- und salzreich ernähren.
Das Tückische an Bluthochdruck ist, dass die Betroffenen oftmals keine Beschwerden haben. Auch mit einem stark erhöhten Blutdruck kann man sich noch wohl und fit fühlen. Aus diesem Grund wird die Erkrankung häufig nicht erkannt. Zu den möglichen Symptomen gehören Schwindel, Kopfschmerzen, Herzklopfen, Sehstörungen, Schlafstörungen oder Nervosität.
Quelle: akl
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