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Pille Yaz: Die Pille "Yaz" soll Frauen vor Verhütungspannen bewahren

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Pille Yaz  

Neue Pille für vergessliche Frauen

09.09.2008, 11:56 Uhr | ag

Pille Yaz: Die Pille "Yaz" soll Frauen vor Verhütungspannen bewahren. Pille Yaz: Bei der neuen Pille "Yaz"  gibt es keine Einnahmepause. (Foto:dpa)

Pille Yaz: Bei der neuen Pille "Yaz" gibt es keine Einnahmepause. (Foto:dpa)

Neben dem Kondom gehört die Pille in Deutschland zu den beliebtesten Verhütungsmitteln. Werden die kleinen Hormonkügelchen streng nach Schema geschluckt, sind Verhütungspannen nahezu ausgeschlossen. Die passieren erst dann, wenn Frauen eine Pille vergessen oder die Einnahmepause überschreiten. Dieser Verhütungsfehler ist bei der neuen niedrig dosierten Pille "Yaz" nicht mehr möglich. Die Antibabypille wird über den gesamten Zyklus hinweg eingenommen. An 24 Tagen enthalten die Pillen Hormone, an weiteren vier Tagen nehmen die Frauen Placebos ein.


Yaz soll bei Hautproblemen und PMS helfen

Dieser Einnahmezyklus soll nach Angaben des Herstellers "Bayer" leichter verträglich sein als die Dosierung mit siebentägiger Unterbrechung. Zudem wird die Einnahme der Pille nicht so leicht vergessen wie nach einer Pause. In den USA ist "Yaz" bereits seit 2006 erhältlich. Dort wird sie neben der Schwangerschaftsverhütung auch zur Behandlung mittelstarker Akne und zur Vorbeugung von Menstruationsbeschwerden wie Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit oder Angstzuständen eingesetzt.

Einnahmepause bei herkömmlichen Pillen

Im Gegensatz zu "Yaz" sind die meisten Antibabypillen so genannte Kombinationspräparate, das heißt, sie enthalten die Hormone Östrogen und Gestagen. Diese täuschen dem Körper eine Schwangerschaft vor, sodass kein Eisprung stattfindet. Die Präparate, die heutzutage fast alle hormonell niedrig dosiert sind, werden 21 Tage lang eingenommen, anschließend folgt eine Pause von sieben Tagen. Während der Pause sinkt der Hormonspiegel im Blut, es kommt zu einer so genannten Entzugsblutung, die der normalen Periode ähnelt.

Östrogenfreie Pille verzichtet auf Einnahmepause

Die übliche Pillenpause von sieben Tagen wird auch von der östrogenfreien Pille "Cerazette" durchbrochen. Sie gehört in die Kategorie der so genannten Mini-Pillen. Im Gegensatz zu diesen muss sie aber nicht streng zur gleichen Uhrzeit genommen werden, sondern die Einnahme kann bis maximal zwölf Stunden nachgeholt werden - genau wie bei östrogenhaltigen Pillen. Da sie durchgehend - also an allen 28 Tagen des Zyklus - eingenommen wird und danach sofort ein neuer Pillenstreifen angebrochen wird, bleibt jedoch die Monatsblutung aus.

Ausbleiben der Blutung unnatürlich?

Medizinisch gesehen gibt es weder Vor- noch Nachteile, wenn eine Pille durchgehend eingenommen wird - egal ob es sich um eine östrogenfreie Pille oder ein klassisches Kombinationspräparat handelt. "Der hormonelle Eingriff erfolgt in dem Augenblick, in dem eine Frau die Pille einnimmt", sagt Dr. Harlfinger. Mögliche Risiken und Nebenwirkungen müssten daher bereits vor der ersten Einnahme geklärt werden. Zum Beispiel wird vielen Raucherinnen wegen der erhöhten Thrombose- und Schlaganfallgefahr von der Einnahme östrogenhaltiger Pillen abgeraten. Ob eine Pause nach 21, nach 63 oder nach 126 Tagen erfolgt, mache dabei keinen Unterschied. Aus medizinischer Sicht sei die klassische Einnahmepause nach 21 Tagen "willkürlich" festgelegt, so Harlfinger.

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