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Hautkrebs: So gefährlich ist schwarzer Hautkrebs

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Schwarzer Hautkrebs

So gefährlich ist schwarzer Hautkrebs

17.12.2012, 13:05 Uhr | jlu/dpa/afp

Schwarzer Hautkrebs ist tückisch, eine frühe Diagnose ist deshalb besonders wichtig. (Quelle: imago\Peter Widmann)

Schwarzer Hautkrebs ist tückisch, eine frühe Diagnose ist deshalb besonders wichtig. (Quelle: Peter Widmann/imago)

Schwarzer Hautkrebs - diese Diagnose erhalten jedes Jahr rund 16.000 Deutsche. Das Tückische: Die Metastasen streuen bereits sehr früh in das Lymphsystem und die Blutgefäße hinein und befallen auch andere Organe. Wer an dem aggressiven Hautkrebs erkrankt, hat ein höheres Risiko, auch weitere Krebsarten zu bekommen.

Schwarzer Hautkrebs erhöht das Risiko für andere Krebsarten

Patienten mit Schwarzem Hautkrebs, dem Malignem Melanom, haben ein doppelt so hohes Risiko, an anderen Krebsarten zu erkranken, wie andere Menschen. Das hat eine Studie der Queen's University in Belfast ergeben. Aber auch bei Hautkrebs-Patienten mit anderen Hautkrebsarten war das Risiko immer noch um 57 Prozent höher als beim Rest der Bevölkerung.

Malignes Melanom befällt andere Organe

Ein prominentes Beispiel dafür, wie gefährlich der schwarze Hautkrebs ist, ist der Tod von Celia von Bismarck. Bei der Gräfin hatten die Metastasen des Schwarzen Hautkrebses ein anderes Organ befallen, nämlich die Bauchspeicheldrüse. Die Diagnose "Schwarzer Hautkrebs mit Metastasen im Unterleib" erhielt die 39-Jährige, als sie zwei Monate vor ihrem Tod wegen Bauchschmerzen zum Arzt ging. Gestorben ist sie an Bauchspeicheldrüsenkrebs, einer Krebsart, die meist tödlich verläuft. Damit ist die Erkrankung bei der Schweizerin typisch verlaufen: Der Krebs ging zwar von der Haut aus, verursachte aber andere Krebsarten, an denen die Patientin letztendlich 2010 starb.

Immer mehr Deutsche erkranken an Schwarzem Hautkrebs

Während bei einigen Krebsarten die Zahl der Neuerkrankungen sinkt, bekommen immer mehr Menschen schwarzen Hautkrebs. Frauen und Männer sind gleichermaßen betroffen. Das belegt der aktuellste Jahresbericht des Gemeinsamen Krebsregisters 2005-2006. Der größte Risikofaktor für Hautkrebs sind Sonnenbäder ohne ausreichenden Hautschutz. Rothaarige Menschen mit heller Haut sollten sich besonders gut vor zu viel Sonne schützen: Statistisch gesehen haben sie ein fast fünfmal höheres Erkrankungsrisiko als Dunkelhaarige. Gefährdet ist auch, wer in jungen Jahren oft einen Sonnenbrand hatte. Experten warnen zudem vor Hautschäden durch Bräunen im Solarium.

Mit der ABCDE-Regel Hautkrebs erkennen

Entscheidend für die Behandlung von Schwarzem Hautkrebs ist die frühe Diagnose: Leberflecken und andere Male, die sich verändern, sollte man untersuchen lassen. Typische Merkmale kann man mit der so genanten ABCDE-Regel erkennen: Asymmetrie, Begrenzung, Rand, Color, Durchmesser und Erhaben. Wer also ein Hautfleck entdeckt, der nicht gleichmäßig rund ist, einen unscharfen Rand hat, mehrfarbig ist, größer als fünf Millimeter ist und etwas höher steht, sollte zum Arzt gehen. Seit Juli 2008 bezahlen die gesetzlichen Krankenkassen die Hautkrebs-Vorsorgeuntersuchung für Versicherte ab 35 Jahren. Die Untersuchung kann alle zwei Jahre wiederholt werden.

Neues Medikament in der Testphase

Ein Medikament gegen Schwarzen Hautkrebs gibt es noch nicht. Derzeit werden allerdings weltweit rund 200 Patienten mit einem neuen Wirkstoff namens PLX 4032 behandelt. Es blockiert die Aktivität eines Gens, das an der Entstehung von 50 Prozent der Malignen Melanome beteiligt ist. Die ersten Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass das Präparat das Leben der Betroffenen verlängern kann. In einigen Fällen bildete sich der Krebs sogar zurück. Für die Diagnose gibt es eine neue Technik: Ein Laserscanmikroskop, das Schichtbilder der Oberhaut erstellt. Ähnlich wie Schallwellen beim Ultraschall mache das Laserlicht die Hautstrukturen über Reflexion sichtbar. "Diese neue Untersuchungsmethode könnte die Entnahme von Gewebeproben überflüssig machen", sagt Eggert Stockfleth, Leiter des Charité-Hauttumorcentrums in Berlin.

17.12.2012, 13:05 Uhr | jlu/dpa/afp

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