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Bluthochdruck: Blutdruck-Werte sind im Winter höher

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Bluthochdruck  

Blutdruck: Im Winter wird's gefährlich

18.10.2011, 14:48 Uhr | cme

Bluthochdruck: Blutdruck-Werte sind im Winter höher. Bluthochdruck: Bei Kälte sind Menschen mit Bluthochdruck gefährdet. (Quelle: imago)

Bei Kälte sind Menschen mit Bluthochdruck gefährdet. (Quelle: imago)

Bluthochdruck zählt in den Industrieländern zu den häufigsten Erkrankungen. Was viele nicht wissen: Die Werte sind im Winter in der Regel höher als im Sommer. Auch das Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, steigt. So verzeichnet die Statistik 20 bis 50-mal mehr Herz-Kreislauf-bedingte Todesfälle als im Sommer, warnt die Deutsche Hochdruckliga.

Gefäße werden enger, der Blutdruck steigt

„Der Blutdruck schwankt nicht nur im Laufe eines Tages, sondern auch im Verlauf der Jahreszeiten", sagt Prof. Björn Lemmer von der Universität Heidelberg. "Das gleiche gilt für Folgeerkrankungen wie Schlaganfall oder koronare Herzerkrankungen. Im Winter ist der Blutdruck deutlich höher und damit steigt auch das Risiko für schwere Komplikationen“, so der Experte. Warum der Blutdruck im Winter ansteigt, sei noch nicht vollends geklärt. Beobachtet wurde aber, dass die Herzfrequenz niedriger ist und zudem auch die Konzentration von gefäßerweiterndem Stickstoffmonoxyd abnimmt. Die Gefäße werden enger und lassen den Blutdruck steigen, was die Winterzeit für Patienten mit Bluthochdruck zu einer besonders risikoreichen Zeit macht.

Ältere Menschen stärker gefährdet

Ältere Menschen sind offenbar stärker von dem Blutdruckanstieg bei Kälte betroffen, zeigte kürzlich eine Studie. Laut der Studie ändert sich der Blutdruck nicht durch kurzfristige Temperaturschwankungen, denn die jahreszeitlichen Unterschiede waren messbar, obwohl sämtliche Messungen bei Raumtemperaturen um 20 Grad vorgenommen wurden. Auch Luftdruckänderungen haben demnach keinen Einfluss auf den Blutdruck.

Ab wann man zum Arzt muss

Und ab wann gilt der Blutdruck als zu hoch? Werden die Werte von 140 zu 90 mm Hg (Millimeter Quecksilbersäule) überschritten, sollte man in absehbarer Zeit zum Arzt gehen. Falls dieser erhöhte Werte feststellt, sollten drei standardisierte Messungen in Ruhe erfolgen. Erst wenn alle drei Messungen Werte über 140/90 mmHg ergeben, liegt ein behandlungsbedürftiger Bluthochdruck vor. Nicht immer müssen gleich Medikamente verordnet werden. Vor allem übergewichtige Patienten können durch eine Änderung Ihres Lebensstils viel bewirken. So zeigt eine aktuelle Studie: Bei jedem zweiten übergewichtigen Hypertoniker sinken die Blutdruckwerte, sobald das Gewicht verringert wird. Auch moderater Ausdauersport, genügend Schlaf und eine salzarme Ernährung wirken sich positiv auf den Blutdruck aus.

Medikamenten-Einnahme anpassen

Die Deutsche Hochdruckliga e.V. (DHL) empfiehlt allen Menschen eine regelmäßige Blutdruckkontrolle. Für Bluthochdruckpatienten sei dies besonders wichtig. Auch jüngere Menschen mit Bluthochdruck sollten im Winter besonders auf ihren Blutdruck achten und eventuell ihre blutdrucksenkende Medikation erhöhen.

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