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    Vitamine  

    Zu viel Folsäure schadet

    03.07.2009, 16:07 Uhr | bri

    Vitamine: In Form von Pillen sind sie oft überdosiert. (Foto: imago)Forscher zweifeln am Nutzen von Vitaminpillen. (Foto: imago)Wenn es nach den Herstellern von Vitaminpillen geht, kann man nie genug Folsäure aufnehmen. Doch Forscher warnen vor den Gefahren dieses Vitamins. Ab einer bestimmten Menge drohen Schäden und möglicherweise sogar Krebs, wie neuere Studien zeigen. Vitamine in Form von Pillen und Pülverchen geraten immer mehr in Verdacht, überhaupt nichts zu nutzen oder gar zu schaden.


    Krebsrisiko durch zu viel Folsäure erhöht

    Im Frühjahr 2009 zeigte eine Studie, dass die regelmäßige Einnahme von Folsäure bei Männern das Risiko für Prostatakrebs erhöhte. Und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt ebenfalls, dass bei einer Einnahme von über 1000 Mikrogramm täglich Gesundheitsprobleme auftreten können. Die Dosis von 1000 Mikrogramm ist schnell erreicht. In Apotheken gibt es Präparate mit 5000 Mikrogramm. Einigen Lebensmitteln wie Müsli, Milchprodukten oder auch Salz ist Folsäure zugesetzt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt eine Dosis von lediglich 400 Mikrogramm täglich. Schwangere sollte das Doppelte zu sich nehmen.

    Zu viele Pillen machen krank

    Auch bei anderen Vitaminen können Überdosen gefährlich sein: Das BfR warnte bereits vor Präparaten mit den Vitaminen A, D oder Betacarotin. Laut dem Institut reichern sich die Vitamine im Körper an und können so zu Schäden führen. Ein Test der Verbraucherzentrale Hamburg zeigte, dass viele Vitaminpillen hierzulande überdosiert sind. Von 25 Präparaten überschritten 23 die vom BfR empfohlene Tagesdosis.

    Auf natürliche Vitamine setzen

    Experten empfehlen natürliche Vitamine aus Obst und Gemüse. Diese können nicht überdosiert werden. Das gilt auch für Folsäure, wenn man sie durch Vollkornbrot, Roter Bete, Brokkoli und Nüssen. Durch solch eine Ernährung nimmt man zudem weitere gesunde Vitamine und Nährstoffe auf, die einzelne Pillen nicht enthalten.

    Risikogruppen Vorsicht bei diesen Vitaminen!

    Das Märchen vom Vitaminmangel

    Zudem weisen Wissenschaftler immer wieder darauf hin, dass Menschen hierzulande ausreichend mit Vitaminen versorgt sind. Auch der Mythos, dass in Obst und Gemüse heutzutage kaum noch Vitamine enthalten seien, wird zum Beispiel von der DGE ins Reich der Märchen verwiesen. Nur Risikogruppen wie Schwangere, Stillende oder ältere Menschen mit einem schlechten Ernährungszustand brauchen eventuell zusätzliche Nährstoffe. Diese sollten dann aber gezielt vom Arzt verordnet werden.

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