Leitungswasser
Es muss nicht immer Mineralwasser sein14.09.2009, 13:59 Uhr | cme
Leitungswasser ist ein gesunder Durstlöscher. (Foto: imago)Die Deutschen lieben Mineralwasser. In kaum einem anderen Land der Welt wird so viel Sprudelwasser getrunken. Im vergangenen Jahr trank jeder Bundesbürger im Schnitt rund 134 Liter - 1990 waren es gerade mal 80 Liter. Es scheint so, als ob die Deutschen kein Leitungswasser mehr mögen. Vielen schmeckt Mineralwasser besser, andere glauben, es sei gesünder. Zu Unrecht: "Trinkwasser aus der öffentlichen Wasserversorgung ist gut kontrolliert und ein empfehlenswerter Durstlöscher", sagt Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Doch wie ist das, wenn im Haus noch alte Blei- oder Kupferrohre liegen?
Mineralwasser-Fakten Wer welches Wasser braucht
Fakten Mineral-, Tafel-, Heilwasser: Wo liegt der Unterschied?
Leitungswasser zählt in Deutschland zu den am besten kontrollierten Lebensmitteln. Die Qualitätsanforderungen sind in der Trinkwasserverordnung festgelegt und werden streng kontrolliert. Das Problem: Die Wasserversorger gewährleisten in der Regel nur bis zur Grundstücksgrenze einwandfreie Leitungen. In den Häusern sind die Eigentümer selbst für die Wasserleitungen verantwortlich. An sich ist das kein Problem - solange das Wasser tatsächlich fließt und im Haus keine veralteten Rohre verwendet werden. Genau über diesen Punkt machen sich viele Menschen Gedanken - und greifen im Zweifelsfall zum Wasser aus der Flasche.
Bis etwa 1960 wurden noch Wasserleitungen aus Blei eingebaut. Das Schwermetall gelangt in winzigen Mengen auch ins Trinkwasser und ist insbesondere für Säuglinge, Kleinkinder und Schwangere schädlich. Wer in einem älteren Haus wohnt und sich nicht sicher ist, ob noch alte Bleirohre im Keller liegen, kann sein Trinkwasser analysieren lassen. Erkundigen Sie sich beim örtlichen Gesundheitsamt oder Ihrem Wasserversorger, wer eine solche Analyse durchführen kann. Auch die Stiftung Warentest bietet bundesweit Trinkwasseranalysen an.
Auch das beste Wasser verliert an Qualität, wenn es lange in der Leitung steht. Das Umweltbundesamt empfiehlt daher, Leitungswasser, das länger als vier Stunden in der Leitung gestanden hat ("Stagnationswasser") erst eine Weile laufen zu lassen, bevor man es trinkt. Das frische Wasser erkennt man daran, dass es kühler ist als das Stagnationswasser. Menschen mit Nickelallergie sollten Wasser aus verchromten Armaturen bereits nach 30 Minuten Stagnation kurz ablaufen lassen.
Was den Mineralstoffgehalt betrifft, ist Leitungswasser allerdings dem Mineralwasser unterlegen. "Bei Mineralwasser ist ein bestimmter Mineralstoffgehalt auf dem Etikett garantiert", sagt Antje Gahl. Bei Leitungswasser hingegen sei der Mineralstoffgehalt abhängig von der Region und in der Regel niedriger. Allerdings sei niemand auf die zusätzlichen Mineralien angewiesen: "Unser Mineralstoffbedarf wird hauptsächlich durch feste Nahrung gedeckt", erklärt Expertin Gahl.
Die Höhe des Mineralstoffgehalts der einzelnen Mineralwässer ist sehr unterschiedlich - und damit auch der Geschmack. Rund 500 verschiedene Marken mit der unterschiedlichsten Zusammensetzung gibt es in Deutschland. Welche und wie viele Inhaltsstoffe das Wasser tatsächlich enthält, erfährt der Verbraucher auf den Etiketten der Flaschen. Nicht immer ist der hohe Mineralstoffgehalt von Vorteil. So schmecken natriumreiche Wässer recht salzig und eignen sich am ehesten für Sportler. Für Säuglinge und Kleinkinder sind sie gar nicht geeignet und auch Erwachsene sollten besser zu Wässern mit einem Natriumgehalt von unter 100 Milligramm pro Liter greifen.
14.09.2009, 13:59 Uhr | cme
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