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Warzen: Diese Tipps helfen bei der Behandlung zu Hause

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Warzen  

Schneckenschleim hilft gegen Warzen

23.09.2009, 11:02 Uhr | jlu

Warzen: Ursachen und Tipps zur Behandlung und Vorbeuge. (Foto: imago)Bei gewöhnlichen Warzen hilft eine Creme mit Wirkstoffen zur Immunabwehr. (Foto: imago)Sie sind hässlich, hartnäckig und manchmal schmerzhaft: Warzen. Etwa 90 Prozent der Deutschen tragen das Warzenvirus in sich - viele, ohne es zu wissen. Das Schlimme: Schon das Berühren einer infizierten Hautstelle reicht aus, um sich anzustecken. Betroffene müssen aber nicht gleich zum Arzt gehen. Denn man kann Warzen auch zu Hause erfolgreich selbst behandeln. Viele schwören zudem auf alternative Heilmethoden wie Schnecken, Urin oder Warzen besprechen. Ob das wirklich hilft, und wie man Warzen am besten selbst behandelt, haben wir den Hautarzt Dr. Ingo Schugt gefragt.


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Warzenvirus dringt durch Risse in die Haut ein

"Es gibt verschiedene Arten von Warzen, die in den meisten Fällen von dem Humanen Papillomvirus ausgelöst werden" weiß der Hautarzt. Über Risse und kleine Verletzungen gelangen sie in die Haut und vermehren sich. Dadurch verdickt sich an der betroffenen Stelle die Hornhaut und wird rau. Typisch für Warzen ist außerdem, dass an der Hautoberfläche kleine dunkle Punkte zusehen sind.

Jeder kann Warzen bekommen

Besonders in feuchten Umgebungen wie Schwimmbädern, Saunen oder Solarien, kann man sich schnell mit dem Warzenvirus anstecken. Manchmal reicht dafür aber auch der direkten Kontakt, etwa beim Händeschütteln. Das man infiziert ist, sieht man nicht sofort. "Nach der Ansteckung schlummern die Viren in der Haut. Bis zur Entstehung der Warze können deshalb mehrere Monate vergehen", erklärt Schugt. Da sie von Mensch zu Mensch übertragen werden, kann jeder Warzen bekommen. Wer allerdings ein schwaches Immunsystem hat, ist besonders gefährdet.

Warzenpflaster lösen Haut auf

Warzen sind meist harmlos und verschwinden oft von alleine - das kann aber mehrere Jahre dauern. Wer nicht so lange warten will, kann die Wucherungen zu Hause mit verschiedenen Mitteln stoppen. "Warzenpflaster und Tinkturen aus Salicylsäure oder Milchsäure lösen die Haut auf der Warze auf. Dadurch kann man die Hornhaut gut selbst ablösen", sagt der Mediziner. Alternativ eignen sich auch auch Cremes mit Imiquimod: Dieser Wirkstoff regt die Immunabwehr an. Dadurch sterben kranke Zellen ab und gesunde Haut wächst nach. Von Vereisungssprays aus der Apotheke rät der Arzt hingegen ab. "Sie sind nicht kalt genug und deshalb wirkungslos", weiß Schugt. Um die Haut zu schützen, sollte man sie vor der Behandlung mit Hautcreme einreiben.

Glaube an Schneckenschleim lässt Warzen heilen

Daneben gibt es verschiedene Hausmittel, denen eine heilende Wirkung nachgesagt wird: So sollen Urin, Schnecken, die über die Warze kriechen oder das Besprechen der betroffenen Hautstelle die Wucherungen stoppen. Doch helfen diese Mittel wirklich? "Es gibt Belege dafür, dass das tatsächlich funktioniert. Wichtig ist, dass der Patient an die Wirkung der Methode glaubt, denn so stimuliert er sein Immunsystem und die Warze verheilt", sagt der Mediziner.

Bei Schmerzen zum Arzt

Bei allen Methoden ist zu beachten, dass man die Warzen nicht aufkratzt. Sonst können sich Narben bilden oder das Virus infiziert das umliegende Gewebe. "Das birgt die Gefahr, dass sich neue Warzen bilden" sagt der Hautarzt. Problematisch bei der Selbstbehandlung ist zudem, dass man sich nicht sicher sein kann, die Warze auch vollständig entfernt zu haben - auch wenn sie nicht mehr zu sehen ist. Wer also Gewissheit haben will, muss zum Arzt gehen. Diesen sollte man auch aufsuchen, wenn die Wucherung schmerzhaft ist.

Badeschlappen schützen die Füße

Warzen lassen sich nur schwer vermeiden. Doch es gibt Verhaltensweisen, die das Ansteckungsrisiko verringern. So ist es wichtig, dass man seine Abwehrkräfte stärkt, zum Beispiel durch Bewegung, Wechselduschen oder eine gesunde Ernährung. "Außerdem sollten man in Schwimmbädern, Saunen und Hotelzimmern nicht barfuß laufen" empfiehlt Schugt. Damit Warzenviren auch in Handtüchern, Bettwäsche und Waschlappen abgetötet werden, hilft eine Wäsche bei mindestens 60 Grad Celsius. Die Maßnahmen gelten auch für Personen mit Warzen. Denn nur so vermeiden sie es, andere zu infizieren.

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