Haut
Warnsignal Juckreiz13.10.2009, 15:14 Uhr | vdb
Immer mehr leiden unter lästigem Juckreiz. (Foto: imago)Unangenehm juckt es auf dem Rücken, an den Waden oder im Nacken. Der einzige Impuls: Kratzen was das Zeug hält. Das aber ist tabu, zumindest beim Meeting im Büro oder im Restaurant. Mittlerweile leiden in Deutschland knapp 20 Prozent der Berufstätigen unter einem lästigen Juckreiz auf der Haut, wie die "Welt" berichtet. Darüber zu sprechen ist peinlich, nur wenige gehen zum Arzt. Wo der Juckreiz herkommen kann, ob es sich um eine Hautkrankheit handelt und was Sie dagegen tun können - Wir haben einen Dermatologen gefragt.
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Besonders trockene Haut ist anfällig für Juckreiz. Für den niedrigen Feuchtigkeitsgehalt können verschiedene Faktoren verantwortlich sein. "Juckreiz wird häufig durch Allergien und zu trockene Haut hervorgerufen. Seltener sind die Ursachen in einer inneren Erkrankung zu sehen, wie zum Beispiel Nieren- und Leberstörungen. Dann würden abgelagerte Stoffwechselprodukte zu einem Juckreiz führen", sagt Dermatologe Dirk Meyer-Rogge. Besonders Allergien würden durch Stoffe in der Umwelt hervorgerufen. Das können Duftstoffe, aber auch schmutzige Stadtluft sein.
Der Juckreiz kann auch durch eine ungünstige Ernährung entstehen. "Eine säurereiche Ernährung, speziell Vitamin C, kann die Haut austrocknen. Zu achten ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, die der Körper braucht um alle Schadstoffe verarbeiten zu können", rät der Dermatologe.
Auch Körperhygiene und Duschgels können den Juckreiz hervorrufen. "Übertriebene Körperhygiene trocknet die Haut aus, da fast alle Reinigungsmittel die Haut entfetten", so Meyer-Rogge. Einmal duschen am Tag, bei Sportlern maximal zwei Mal, sollte ausreichen. "Eine regelmäßige Hautpflege mit rückfettenden Externas wie Bodylotions sind die erste Hilfe bei trockener, schuppender und leicht juckender Haut. In ausgeprägten Fällen sind Dermatologika mit Wirkstoffen wie Harnstoff als Feuchtigkeitsspender notwendig", empfiehlt Meyer-Rogge.
Bleibt das Jucken trotz ständigen Cremens dauerhaft bestehen oder wird schlimmer, sollten Sie einen Hautarzt aufsuchen. Gleiches gilt, wenn der Juckreiz so stark ist, dass das Kratzen zu Hautverletzungen führt.". Tritt überwiegend nachts starker Juckreiz auf, könnte das ein Hinweis auf die Scabies, zu deutsch Krätzmilbe, sein. "Hier ist umgehend ein Arzt aufzusuchen, da es sich um eine recht ansteckende Krankheit handelt, rät Meyer-Rogge.
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