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Organspende und Patientenverfügung

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Organspendeausweis  

Was der Organspendeausweis wirklich aussagt

| tze

Organspende und Patientenverfügung. Organspendeausweis  (Quelle: dpa)

Organspendeausweis (Quelle: dpa)

"Es müsste bei uns zum guten Ton gehören, einen Organspendeausweis zu haben", findet Dr. Reinhard Pregla vom Deutschen Herzzentrum in Berlin. Doch es besteht noch Nachhol- und Informationsbedarf. Bei einer repräsentativen Umfrage gab jeder zweite Deutsche an: "Ich bin bereit zur Organspende, aber ich besitze keinen Organspendeausweis." Dabei kann sich jeder völlig unkompliziert und unbürokratisch einen Organspendeausweis besorgen. Wir erklären, was er aussagt und wo man ihn bekommt.

In November 2012 trat die Reform des Transplantationsgesetzes in Kraft. Eine Neuregelung war, dass die Krankenkassen ihren Versicherten über 16 Jahren einen Organspendeausweis mit Informationen darüber schicken. Zur Antwort verpflichtet ist jedoch niemand.

Spendenbereitschaft per Ausweis bekunden

Die im Bundestag über die Fraktionsgrenzen hinweg beschlossene Entscheidungslösung soll die Spendebereitschaft erhöhen. Alle Versicherten sollen mit der Kampagne informiert und um eine Entscheidung gebeten werden. Bisher musste man sich aktiv um das Thema kümmern und gegenüber den Angehörigen oder per Ausweis seine Spendebereitschaft bekunden, wenn man nach dem Tod seine Organe zur Verfügung stellen wollte.

Organspendeausweis herunterladen

Den standardisierten Organspendeausweis der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bekommt man auch kostenlos in vielen Arztpraxen oder Apotheken. Man kann ihn auch über das Internet bei der BZgA bestellen. Noch bequemer ist es, ihn hier direkt herunterzuladen. Sie können ihn am PC ausfüllen und ausdrucken:

Welche Angaben möglich sind

Man muss also weder eine Behörde besuchen noch einen Antrag stellen oder sich erst vom Arzt untersuchen lassen. Theoretisch könnte man sogar auf einem Blatt Papier formlos seine Bereitschaft zur Spende aller oder einzelner Organe bekunden. Praktischer ist jedoch der scheckkartengroße Vordruck, auf dem man Namen und Adresse einträgt und ankreuzen kann, in welchem Umfang man zur Organspende bereit ist. So wird im Organspendeausweis angekreuzt, ob man im Todesfall alle oder nur bestimmte Organe spenden möchte. Umgekehrt kann man der Entnahme von Organen und Gewebe generell widersprechen.

Organspende sollte kein Tabuthema sein

Es ist auch möglich, in dem Dokument Personen zu benennen, die nach dem Tod entscheiden sollen, ob Organe entnommen werden dürfen. Weil aber eine solche Entscheidung für die Hinterbliebenen meistens sehr schwierig ist, sollte man sich nicht scheuen, im Familien- oder Freundeskreis offen über die eigene Haltung zur Organspende zu sprechen. Im Idealfall schafft der Ausweis Klarheit über den Willen des Verstorbenen.

Die Entscheidung ist nicht endgültig

Vielfältige Faktoren und Lebensumstände beeinflussen die persönliche Meinung für oder gegen Organspende. Wichtig zu wissen: Wer einen Organspendeausweis ausfüllt, legt sich damit nicht endgültig fest. Man kann jederzeit seine Bereitschaft zur Spende widerrufen, einschränken oder ausweiten. Dann wird einfach ein neuer Ausweis entsprechend ausgefüllt und der alte vernichtet. Die Angaben auf dem Dokument werden bei keiner Behörde oder Datenbank gespeichert.

Wo man den Organspendeausweis aufbewahrt

Am besten steckt man den Organspendeausweis zu den anderen wichtigen Dokumenten, die man immer bei sich trägt, wie Personalausweis und Führerschein. In einem Notfall finden die Rettungskräfte dann schnell die wichtigsten Papiere und können Angehörige verständigen.

Informationen zum Thema Organspende

Fragen rund um das Thema Organspende beantwortet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung am kostenlosen Infotelefon unter der Nummer 0800 / 9040400.

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