Aids
Aids: Hintergründe und Fakten23.07.2012, 12:21 Uhr | ag
Die Erfolge im Kampf gegen Aids geben Anlass zu Hoffnung: Weltweit sinkt die Zahl der HIV-Infektionen, auch in Deutschland ist die Zunahme der Übertragungen gebremst. Dank wirkungsvoller Medikamente ist Aids heutzutage kein Todesurteil mehr und lässt sich gut behandeln. Dass diese Entwicklung bei vielen zu Sorglosigkeit geführt hat, ist jedoch ein gefährlicher Trend. Denn HIV vorzubeugen, ist in jedem Fall besser, als lebenslang die Infektion zu bekämpfen. Zehn Fragen und Antworten zu Aids.
Nicht nur die Therapiemöglichkeiten von Aids haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Auch in der Prävention gibt es Fortschritte: So wurde jetzt in den USA für bestimmte Risikogruppen die Aids-Pille Truvada zugelassen. Das tägliche Schlucken der Tablette soll Gesunde vor einer Ansteckung durch ihre infizierten Partner schützen. Studien zufolge sinkt das Risiko dabei um bis zu 75 Prozent. Einen absoluten Schutz gibt es somit nicht. Außerdem ist die Pille sehr teuer. So liegen die Kosten für eine Behandlung mit Truvada jährlich bei rund 12.000 Euro. Zudem kann Truvada die Knochen und die Nieren schädigen und eine Infektion mit Hepatitis B verschlimmern. Daher sind sich alle Experten einig, dass die medikamentöse Vorbeugung allein selbst bei rigoroser Anwendung keinen optimalen Schutz bietet. Das beste Mittel zur Prävention sind daher immer noch Kondome.
"Aids? Betrifft mich nicht - ich lebe doch in einer festen Partnerschaft." So oder ähnlich denken viele Menschen über eine HIV-Infektion. Doch laut Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) stecken sich viele Menschen gerade in einer festen Beziehung an. Denn viele Paare schützen sich zwar am Anfang ihrer Beziehung mit Kondomen. Mit zunehmender Vertrautheit rückt jedoch der Gedanke an Aids in weite Ferne. Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts lebten Ende 2011 rund 73.000 Menschen mit einer HIV-Infektion in Deutschland, dabei gab es rund 2.700 neue Ansteckungen. Zwar gelten homosexuelle Kontakte unter Männern noch immer als Hauptübertragungsweg des HI-Virus. Doch etwa jede fünfte Infektion erfolgt durch heterosexuelle Kontakte zwischen Männern und Frauen. Viele Singles schützen sich bei Affären oder One-Night-Stands mit Kondomen. Doch als Paar wiegt man sich oft schon nach wenigen Wochen in trügerischer Sicherheit. Den Partner nach einem HIV-Test zu fragen, fällt vielen Menschen schwer. Die zweite Möglichkeit, sich innerhalb einer Partnerschaft zu infizieren, ist ein Seitensprung.
Ein Grund für die Sorglosigkeit der Menschen ist die Tatsache, dass die Zahl der verstorbenen Infizierten seit Jahren sinkt. Im vergangenen Jahr lag sie laut Angaben des RKI deutschlandweit bei 500 HIV-Patienten. Die Todesrate sank von550im Jahr 2010 auf 500 im letzten Jahr. Grund dafür sind bessere Therapien: Wer frühzeitig Medikamente nimmt, kann den Ausbruch von Aids um Jahre oder sogar Jahrzehnte hinauszögern. Manche Patienten leben ähnlich lange wie gesunde Menschen. Außerdem konnten Forscher nachweisen, dass eine frühe und konsequente Therapie die Virusmenge im Körper so stark senkt, dass die Infizierten nicht mehr ansteckend sind. Trotz der medizinischen Fortschritte ist Euphorie jedoch nicht angemessen. Denn heilbar ist die Krankheit bis heute nicht. Einfach weglassen sollten HIV-Infizierte das Präservativ auf keinen Fall. Schließlich schützt es auch vor anderen sexuell übertragbaren Krankheiten.
So sorglos viele Menschen sind, solange sie in Ungewissheit leben, so unsicher werden sie, wenn sie einen HIV-Infizierten kennenlernen. Nicht alle wissen über die Übertragungswege Bescheid. Das HI-Virus wird fast ausschließlich durch Geschlechtsverkehr (Vaginal-, Anal- oder Oralverkehr) übertragen. Denn nur im Blut sowie in Samen- oder Scheidenflüssigkeit ist der Erreger in nennenswerter Menge enthalten. Weitere Infektionsmöglichkeiten sind gemeinsam benutzte Spritzen, zum Beispiel bei Drogenabhängigen, sowie während Schwangerschaft oder Stillzeit eine Übertragung des Virus von der Mutter auf ihr Kind. Kein Risiko besteht hingegen bei normalen Hautkontakten sowie beim Küssen. Denn der Speichel enthält nur eine sehr geringe Virenkonzentration. Nur bei Verletzungen im Mund besteht theoretisch ein Infektionsrisiko. Außerhalb des Körpers stirbt der Erreger sehr schnell ab, weshalb man sich weder im Schwimmbad noch an gemeinsam benutzten Gegenständen wie Handtüchern oder Besteck anstecken kann.
23.07.2012, 12:21 Uhr | ag
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