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Schilddrüse: Symptome von Überfunktion, Unterfunktion erkennen

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Schilddrüse Überfunktion und Unterfunktion

Ist Ihre Schilddrüse gesund?

12.09.2013, 13:31 Uhr | jlu

Bei Verdacht auf eine Fehlfunktion sollte ein Arzt die Schilddrüse untersuchen. (Foto: Forum Schilddrüse e.V.)

Die Schilddrüse ist ein kleines Organ mit großer Bedeutung: Sie steuert den Stoffwechsel - und damit die Leistungsfähigkeit des Körpers. Funktioniert sie nicht richtig, fühlt man sich schlapp, friert schnell, hat einen hohen Blutdruck oder Gewichtsprobleme. In Deutschland leidet etwa jeder dritte Erwachsene an einer Überfunktion oder Unterfunktion dieses Organs. Das Problem: Viele wissen gar nicht, dass sie betroffen sind. Wir sagen Ihnen, woran Sie eine Fehlfunktion der Schilddrüse erkennen können. Klicken Sie sich durch: Symptome für eine Überfunktion und Symptome für eine Unterfunktion.


Schilddrüse beeinflusst Darmtätigkeit und Blutdruck

Die Schilddrüse sitzt am Hals unterhalb des Kehlkopfes. Ihre Aufgabe: Den Körper mit den Hormonen Thyroxin und Trijodthyronin zu versorgen und dadurch den Stoffwechsel zu regulieren. So beeinflussen die Schilddrüsenhormone beispielsweise den Fettstoffwechsel, die Schweißproduktion und die Darmtätigkeit. Außerdem wirken sie auf das Herz-Kreislaufsystem: Die Hormone können die Blutgefäße erweitern, den Herzschlag beschleunigen und den Blutdruck erhöhen.

Gewichtsverlust kann eine Überfunktion der Schilddrüse sein

Ob man an einer Fehlfunktion der Schilddrüse leidet, ist oft schwer zu erkennen. Denn die Krankheit verläuft schleichend und es gibt keine eindeutigen Symptome. Zudem sind die Beschwerden am Anfang so gering, dass sie nicht mit einer Funktionsstörung in Verbindung gebracht werden. So kann sich eine Überfunktion dadurch zeigen, dass die Betroffenen abnehmen, obwohl sie genug essen, schneller schwitzen und Muskeln abbauen. Weitere Symptome sind Haarausfall, Konzentrationsstörungen, Herzrasen und Schlafstörungen. "Zu diesen Beschwerden kommt es, weil die Schilddrüse zu viele Hormone produziert und dadurch den Stoffwechsel beschleunigt ", erklärt Dr. Mathias Beyer, Endokrinologe aus Nürnberg.

Bei einer Unterfunktion ist die Haut oft blass

Kann die Schilddrüse nicht genug Hormone herstellen, spricht man von einer Unterfunktion. Die Folge: Der Stoffwechsel funktioniert nur langsam. "Blasse Haut, ein gesteigertes Kälteempfinden, Gewichtszunahme und niedriger Blutdruck sind deshalb Symptome, die auf eine Erkrankung hindeuten können", sagt der Endokrinologe. Sowohl von der Überfunktion als auch von der Unterfunktion sind meistens Menschen zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr betroffen. Eine unbehandelte Funktionsstörung kann zu Herzrhythmusstörungen, Muskelschwund und, im schlimmsten Fall, zum Tod führen. Treten bei Ihnen mehrere Symptome einer Über- oder Unterfunktion auf, sollten Sie zum Arzt gehen.

Infektion ist häufige Ursache für Schilddrüsenfehlfunktion

Die Ursachen für eine Überfunktion sind vielfältig: "In den meisten Fällen führt die Krankheit Morbus Basedow dazu, dass die Schilddrüse zu viele Hormone bildet. Sie wird entweder vererbt, oder durch eine Virusinfektionen ausgelöst", weiß Beyer. Auch Jodmangel führt zu einer Überfunktion, verliert aber als Krankheitsursache an Bedeutung. Der Grund: Viele Lebensmittel werden mit Jod angereichert, so dass es in Deutschland kaum noch eine Untervorsorgung mit Jod gibt. Eine Unterfunktion wird hingegen meistens im Laufe des Lebens erworben, zum Beispiel durch eine Entzündung der Schilddrüse (Hashimoto-Thyreoditis).

Vorbeugen ist kaum möglich

"Einer Funktionsstörung der Schilddrüse kann man eigentlich nicht vorbeugen", sagt der Endokrinologe. Und auch eine Heilung ist in den meisten Fällen nicht möglich. Doch es gibt verschiedene Ansätze, die Krankheit zu lindern: Je nach dem, welche Ursache die Funktionsstörung hat, kann sie entweder mit Medikamenten oder einer Strahlentherapie behandelt werden. Auch das Entfernen der Schilddrüse ist möglich. Bei einer Unterfunktion erhalten die Betroffenen Medikamente, die die fehlenden Hormone ersetzen. Werden sie ein Leben lang regelmäßig eingenommen, ist der Krankheitsverlauf unkompliziert.


12.09.2013, 13:31 Uhr | jlu

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