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Bluthochdruck: Weißkitteleffekt trickst den Blutdruck aus

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Blutdruck messen

"Weißkitteleffekt" sorgt für falsche Blutdruckwerte

12.09.2013, 12:29 Uhr | apn, stw, dapd

Blutdruck: Um Bluthochdruck rechtzeitig zu erkennen, sollte man den Blutdruck regelmäßig messen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Um Bluthochdruck rechtzeitig zu erkennen, sollte man den Blutdruck regelmäßig messen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Um Bluthochdruck rechtzeitig zu erkennen, lassen viele ihren Blutdruck regelmäßig beim Arzt überprüfen. Doch der in der Praxis gemessene Wert ist oft zu hoch. Die Aufregung bei der Untersuchung lässt ihn ansteigen. Ärzte sprechen dann vom "Weißkitteleffekt". Um ihn zu verhindern, können Patienten Ihren Blutdruck auch zuhause messen. Doch bei der Anwendung kann man einiges falsch machen. Wir nennen sechs Regeln, mit denen Sie Ihren Blutdruck richtig messen.

Nur der Ruhewert ist aussagekräftig

Aufregung, Stress und Anstrengung treiben Puls und Blutdruck in die Höhe. Viele Menschen sind gerade vor dem Besuch beim Arzt sehr unruhig. Misst der Arzt in diesem Zustand die Werte, ist das problematisch. Denn nur der Ruhewert ist aussagekräftig. Deshalb ist der zuhause selbst gemessene Wert oft viel genauer.

Vor dem Blutdruckmessen Ruhepause einhalten

Ihren Blutdruck sollten Sie am besten immer im Sitzen messen. Regel Nummer eins: Jede Anstrengung erhöht den Blutdruck, daher sollte jede Messung nach dreiminütiger Ruhepause erfolgen. Aus dem gleichen Grund sollte man eine Stunde vor der Messung nicht rauchen und keinen Kaffee, Tee oder Alkohol trinken. All das kann den Blutdruck beeinflussen und so das Messergebnis verfälschen.

Blutdruck vor allem morgens kontrollieren

Wer hohen Blutdruck hat, misst oft mehrmals am Tag. Doch die Werte schwanken im Laufe des Tages und nur der Wert am Morgen ist wirklich aussagekräftig. Regel Nummer zwei: Es ist wichtig, dass die Blutdruckmessung vor der morgendlichen Einnahme von Medikamenten erfolgt. Hohe Morgenwerte bedeuten ein erhöhtes Risiko. Oft muss dann die Medikation angepasst werden.

Am richtigen Arm in der richtigen Höhe messen

Bei Regel Nummer drei und vier geht es um die Messung selbst: Der Blutdruck kann nur dann korrekt gemessen werden, wenn sich die Manschette auf der Höhe des Herzens befindet. Bei einem Oberarmmessgerät ergibt sich das von selbst, doch bei Geräten, die am Handgelenk sitzen, muss der Arm entsprechend hoch gelagert werden, sonst kann das die Ergebnisse verfälschen.

Übrigens können die Blutdruckwerte am linken und am rechten Arm voneinander abweichen. Die Messung sollte am besten immer an dem Arm mit dem höheren Blutdruck durchgeführt werden.

Manschette muss passen

Vergessen wird besonders häufig die fünfte Regel: Wenn der Umfang des Handgelenks beziehungsweise des Oberarms sehr groß oder sehr gering ist, muss die Manschettenbreite entsprechend angepasst werden. Die Manschette sollte immer fest auf der Haut anliegen und einen leichten Druck ausüben. Nur so ist gewährleistet, dass das Gerät richtig misst.

Dokumentieren Sie die Werte

Die letzte Regel ist besonders wichtig, wenn Sie Ihren Blutdruck selbst regelmäßig überprüfen müssen. Regel Nummer sechs: Führen Sie ein Tagebuch über Ihre Blutdruckwerte. Nur so können Sie langfristig Veränderungen erkennen und Ihrem Hausarzt mitteilen. Die Deutsche Herzstiftung bietet beispielsweise einen Blutdruck-Pass an, mit dem sich die Blutwerte über einen längeren Zeitraum ganz einfach erfassen lassen. Zudem kann beim nächsten Arztbesuch die Therapie optimal angepasst werden.

Gerät im Fachhandel kaufen

In Apotheken, Sanitätshäusern und über den Internetversand ist eine Vielzahl verschiedener Modelle von Blutdruckmessgeräten erhältlich. Generell sind Messgeräte mit einer Manschette für den Oberarm zwar nicht so komfortabel wie Handgelenks-Blutdruckmessgeräte. Diese Geräte messen jedoch häufig genauer. Ärzte empfehlen ein hochwertiges Gerät aus dem Fachhandel zu kaufen, das möglichst unkompliziert zu bedienen ist.

12.09.2013, 12:29 Uhr | apn, stw, dapd

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